• 18.03.2010

Missbrauch

Tatort Familie

Trotz Canisius-Kolleg oder Odenwaldschule - am häufigsten werden Kinder immer noch in der Familie missbraucht. Die Nähe erleichtert den Zugriff auf das Opfer.von Simone Schmollack

  • 19.03.2010 21:29 Uhr

    von Fröhliche Morgensonne:

    Tragisch ist die Abhängigkeiten der Opfer von den Tätern. Ich schwieg weiter, als der Täter tot war. Nun warte ich, bis meine Mutter tot ist, weil ich es ihr nicht antun will. Es kommen Gedanken, ob es nicht doch nicht so schlimm war, ich es einfach nicht hätte mitmachen brauchen.Es war eine Art von Zuwendung, Abenteuer, Normalität. In der Schule mit 9 J. unter der Bank onanieren, natürlich ohne Erektion, aber mit Orgasmusgefühl. Die Lehrerin erwischte mich,bestrafte mich dafür. Unter der Bettdecke, meine Mutter schlug mich dafür, ignorierte als ich sagte, ich habe es von Opa.
    Der Missbrauch durch meinen Opa ginge über 8 Jahre. Es begann vor 45 Jahren, ich war 7. Nie wandte er körperliche Gewalt an. Er bekam mich dazu mit zu machen. Es macht mich gerade heute völlig fertig. Vielleicht kann ich deswegen keine Kinder machen? Sexualität scheint für mich verwerflich zu sein. Gerade hier hat sich eine zu große Sensibilität, Respekt vor anderen Menschen bei mir entwickelt.: Der eigene Körper, Intimbereich, Persönlichkeit ist so schützenswert, daß ich keine sexuellen Kontakte, auch nicht mit mir selbst ohne schlechtes Gewissen aufnehme. Das gilt auch sehr oft für persönliche Kontakte überhaupt. Ich war der Schüchterne. Ich und meine Leben waren mir lange so egal, dass ich es nicht einmal selbst beenden konnte. Schuldgefühle, alles Negative auf mich beziehen. Liebe bedeutet Abhängigkeit, Verlust, Enttäuschung Das stimmt nicht, ich mache es mir und anderen vor, besonders meiner Frau..

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