• 13.03.2010

Missbrauch an Odenwaldschule

Aufarbeitung zwischen Bio und Mathe

Über das Ausmaß des Missbrauchs sind Schüler der reformpädagogischen Odenwaldschule geschockt. Dennoch ist das alles für sie Vergangenheit. Ein Besuch.von Heide Platen

  • 27.03.2010 19:14 Uhr

    von gruenfrucht:

    "von vic:

    Einmal abgesehen vom Missbrauch, der mich in dieser Atmosphäre nicht überrascht. So realitätsfern wie diese jungen Menschen aufgezogen werden, ist die Berufswahl Politiker geradezu vorgezeichnet.
    Jetzt bekomme ich eine Ahnung, weshalb dieser Berufszweig über keinerlei Bodenhaftung in der Realität verfügt"

    nicht alles ist realitätsfern...man das handwerk das leben untereinander , oder das dorfleben...

    Auch die Gefuehle...

    Aber auf der anderen Seite empfinde ich das auch, das einiges zu intellektuell war und ist. und die geborgenheit so nie ewig gedauert hat und viel auch mit berauschenden Substanzen zu tun hatte.... Alles Gut war es nicht immer mit abhängigkeit. doch ach das viele gemeinsam machen. die Familien.. missen will ich das niht. Es ist gut das es die oso gab. ich fuelte mich auch geborgen. Oft aber auch vernachlässigt obwohl vieler paaedagogischer bemuehungen.

    Auch wir haben ueber pädophälie gepsorchen unter uns schuelern. Es ist alles so anders wir waren Schueler. Vieles ist genau so normal wie an anderen Orten. Auch an Waldorfschulen gab es doch mal Missbrauch, oder?

    Aus heutiger Sicht bin ich traurig, das wir so viel gestoppt wurden in unseren Verbesserungswuenschen.
    Das bezieht sich auf mein Gefuehl und auf die Schulentwicklungskonferenz. Ein risieger Prozess wo ganz viele Leute versuchten eine schulentwicklung zu gestalten. Auch unter Schuelern gab es machfiguren, gibt es ueberall. Das Problem ist das Intelektuelle. Wir waren ueberfordert immer so intiligent zu sein.. glaube ich.

    Zuviel gelaber. Ich habe an einigen Orten ausgeholfen. Es ist kompliziert, irgendwie Schade das es so lief.
    Nach dem W.Harder ging waren viele Entaeuscht mit Whitney Sterling und seinem Kurs. Es gab eine Bewegung und auch Foren im Internet. Aber einige Lehrer die Neu kammen von ausserhalbe. Haben uns echt geholfen uns einzubringen in die Schulprozesse auch die Schulversammlung wurde wieder eingefuehrt. Und die Projektwochen. Eine Woche wurde die Schule von Schuelern geleitet. Es gibt viel Positives. Was passiert ist.

  • 15.03.2010 09:16 Uhr

    von vic:

    @ Elisabeth Voß
    Danke für den Hinweis. Ich muss gestehen ich rede auch schon so.
    Gebrauch/Missbrauch von Kindern - Gruselig.


  • 14.03.2010 12:35 Uhr

    von herbert feller:

    mich überrascht das wenige interesse der tazleser zu diesem artikel. ist es betroffenheit wenn namen wie h.von hentig oderd. cohn-bendit in diesem zusammenhang auftauchen?

  • 14.03.2010 11:43 Uhr

    von Elisabeth Voß:

    Liebe TazlerInnen,
    bitte hört auf damit, diesen verharmlosenden Begriff "Missbrauch" zu verwenden. Er suggeriert, dass es auch einen korrekten Gebrauch von Kindern geben könnte. Was in diesen Schulen vorgefallen ist, war "sexuelle Gewalt", und sollte auch so benannt werden.
    Elisabeth Voß, Berlin

  • 14.03.2010 11:33 Uhr

    von Elsa:

    Einige der bekannteren TV-ModeratorInnen sind ganz offensichtlich in einer Parallelwelt aufgewachsen. Amelie Fried in der abgeschotteten Odenwaldschule,Johannes B.Kerner (und TV-Entertainer Stefan Raab) im pseudo-elitären, katholischen Aloisiuskolleg auf einem Hügel über den Dächern von Bad Godesberg. Kaum diesen fragwürdigen Reservaten entronnen, wechselten sie in die Parallelwelt der Medien und halten das bis heute für die Wirklichkeit. Welche Journalisten sind das, die das Ignorieren von unbequemen Wahrheiten so früh lernten?

  • 14.03.2010 10:18 Uhr

    von ftd:

    Würde der Autor ähnlich verständnisvoll berichten, wenn es sich nicht gerade um eine reformpädagogische Vorzeigeschule, sondern um ein katholisches Traditionsinternat handelte? Nur eine Frage...

  • 14.03.2010 08:11 Uhr

    von gelderlander:

    Ich habe vor einigen Tagen von "Vergewaltigungen durch ältere Mitschüler" bei den Domspatzen gelesen.

    Ich muss ganz erlich sagen: In solchen erzkatholischen Internaten wird es immer wieder sexuelle Übergriffe geben, das liegt einfach daran, das sich die Leiter solcher einrichtungen geistig immer noch im Mittelalter befinden. Wenn man pubertierenden Jugendlichen nicht die möglichkeit lässt, ihre Sexuellen Ansprüche auszuleben und sie stattdessen regelrecht einsperrt, braucht man sich nicht zu weundern.

    Ich kann mich noch gut an meine Zeit im Internat Mitte der Achtziger erinnern, da lief das auch, allerdings freiwillig.

  • 14.03.2010 01:51 Uhr

    von Drake H.:

    Kürzte man diesen Artikel um die Sätze, die allein der Bloßstellung der beiden Schüler und ihrer offensichtlichen Unfähigkeit, mit der Situation klarzukommen (wie sollten sie auch!) dienen, wäre daraus sicher mangels Tiefgang und reißerischen Zitaten keine Reportage für Seite 3 geworden.
    Ja, ich habe es verstanden: Diese jungen Erwachsenen sind nicht in der Lage, dutzende Missbrauchsfälle durch Respektpersonen in ihrem engen sozialen Umfeld einfach so weg zu stecken oder irgendwie zu verarbeiten. Um mir das zu vermitteln brauchte es Seite 3 aber nun wirklich nicht.

  • 13.03.2010 21:50 Uhr

    von anonym:

    Interessant auch mal wieder die unterbleibende Berichterstattung in der Tagespresse. Solche Themen werden in der Region gerne mal totgeschwiegen oder runtergespielt..

  • 13.03.2010 20:34 Uhr

    von Maria Saur:

    Ihren Kommentar hier eingeben

    Guter Artikel Heide !

    Wie geht es Dir ?

    LG aus London

    Maria Saur

  • 13.03.2010 16:36 Uhr

    von Dine:

    Dass die alten Herren Lehrer und Schulleiter patriarchalisch geprägt waren und handelten, ist angesichts der Erziehungsmethoden und -institutionen von damals kein Wunder (Kriegs- und Nachkriegszeit). Auch heute gibt es immer noch in allen gesellschaftlichen Bereichen unerträgliche Auswüchse davon. Deshalb ist es wichtig, die Pädagogik weiter vom Patriarchalen, Autoritären und Konservativen weg zu entwickeln. Mir scheint, die Odenwaldschule von heute trägt mehr dazu bei, als jede andere Institution, Organisation oder Initiative. Dazu möchte ich ihr gratulieren und für die Zukunft viel Kraft wünschen!

  • 13.03.2010 10:54 Uhr

    von Ihme:

    Schoen zu hoeren von dem Alltag der OSO.

    Es ist gut einfach leute zu wortkommen zu lassen. die antworten kommen von selber.

  • 13.03.2010 09:36 Uhr

    von werner:

    Es gab schon kinder die eltern und andere lehrer informierten. Nur-sie bekamen keine hilfe.Man wollte lieber den pädophilen schulleiter und die anderen pädophilen pädagogen schützen statt die kinder.Es wurde totgeschwiegen und unter den teppich gekehrt.

  • 13.03.2010 08:42 Uhr

    von Fritz Katzfuß:

    Steht der Schülersprecher der Odenwaldschule unter Verdacht? Dieser Eindruck hat sich mir beinahe aufgedrängt, als ich diesen Artikel gelesen habe. Ist es denn wirklich richtig, Anfängerinnnen so schwierige Themen zu überlassen?

  • 13.03.2010 07:43 Uhr

    von Tim Donovan:

    Was in der ganzen Debatte fehlt,leider auch in der taz,ist der der Blick auf die heutige Situation. Wenn ich den zuständigen Bischoff bei Maybritt Illner in der Sendung sagen höre, dass das alles Fälle sind,die weit zurückliegen,dann kann ich nur sagen:ja, das stimmt. Aber das ist nur der eine Punkt,der andere ist,dass auchheute noch in Kirche und Schule Kindesmißbrauch stattfindet. Ich fände es angemessen,wenn die taz mal Experten/Expertinnen interviewen würde, die die aktuelle (!) Situation erklären können!

  • 13.03.2010 07:26 Uhr

    von The Schreck:

    Na, das ist doch ein recht verständnisstriefender Beitrag, es kommt ja immer darauf an, wer was macht! Stellen wir uns doch einmal vor so ein Geschreibsel würden sich die Katholen leisten! Oder lagern da noch etliche Leichen im Keller, vgl. Kommunen, antibürgerliche Praxis, Sex vor und mit Kindern, siehe Cohn Bandit, interessant auch der März Band über Berliner Kommunen anno 71, da heißen die Kinder Viecher, werden ins KZ (Kinderzimmer) geschickt und bewußt dem elterlichen Sex ausgesetzt! Es ging ja schließlich um antibürgerliche Deprogrammierung!

  • 13.03.2010 03:37 Uhr

    von vic:

    Einmal abgesehen vom Missbrauch, der mich in dieser Atmosphäre nicht überrascht. So realitätsfern wie diese jungen Menschen aufgezogen werden, ist die Berufswahl Politiker geradezu vorgezeichnet.
    Jetzt bekomme ich eine Ahnung, weshalb dieser Berufszweig über keinerlei Bodenhaftung in der Realität verfügt.

  • 12.03.2010 19:05 Uhr

    von Maximilian:

    Ich war selbst Schüler der Odenwaldschule (03-05 und kann nur bestätigen das es unter den Schülern ein offenes Geheimnis war das es solche Vorfälle gegeben hat und das die Schuldigen ohne Strafe davon gekommen sind...

    Allerdings möchte ich auch sagen das ich mich selten so geborgen und verstanden gefühlt habe wie zu meiner Oso Zeit

  • 12.03.2010 17:59 Uhr

    von lounger:

    "und mindestens 33 Missbrauchsopfer - davon ein Drittel Mädchen"

    Warum nicht "zu zwei Dritteln Jungen"? Oder "Jungen und Mädchen" mit den korrekten Zahlen?

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