Der Filmemacher Benoît Jacquot blickt mit den Augen einer Zofe auf die Französische Revolution: „Leb wohl, meine Königin!“ konserviert eine Welt, die 1789 endete. von Barbara Schweizerhof

Christoph Mayrs „Bulb Fiction“ fragt nach Sinn und Unsinn von Energiesparlampen. Der Regisseur versucht einer Verschwörung auf die Spur zu kommen, die nie geheim war. von Bert Rebhandl

Thierry Michel über seinen Dokumentarfilm „Die Chebeya-Affäre: Ein Staatsverbrechen?“, der vom Mord an Kongos berühmtesten Menschenrechtler Floribert Chebeya handelt.

Der 70-jährige österreichische Regisseur Michael Haneke gehört längst keiner nationalen Filmkultur mehr an, sondern dem Weltkino. Mit „L'Amour“ gewinnt er in Cannes. von Bert Rebhandl

Zum Abschluss der 65. Filmfestspiele erhält Michael Haneke zum zweiten Mal die Goldene Palme. Doch nicht alle Entscheidungen der Jury waren so überzeugend. von Cristina Nord

Schon wieder Michael Haneke: Drei Jahre nach „Das weiße Band“ holt der österreichische Regisseur mit „Amour“ seine zweite Goldene Palme. Auch zwei junge Rumäninnen gewannen.

Die wichtigste Frage in Cannes lautet: Warum sind David Cronenberg und Leo Carax in ihren neuen Filmen nur so von der Limousine fasziniert? von Cristina Nord

Mein Bruder, der Junkie: Vier Filme über Heranwachsende und die gemeine Welt – in der es nicht schaden kann, sich mit Whisky auszukennen. von Cristina Nord

„Moonrise Kingdom“-Regisseur Wes Anderson über altbekannte Orte, die Suche nach Harmonie und die Gründung eines eigenen Landes mit eigenen Regeln.

Im dritten Teil von „Men in Black“ ist das Passwort „Janis Joplin“. Und auch sonst ist alles ziemlich retro. Oh, Zeitreisende, bitte verhindert die nächste Folge. von Simon Rothöhler

Denis Lavant bringt in „Holy Motors“ eine ersehnte Prise Wahnsinn zum Filmfestival. Der Film ist weniger narratives Kino als entfesselte Einbildungskraft. von Cristina Nord

Wes Andersons „Moonrise Kingdom“ bildet ein Ferienlager an der US-Ostküste Mitte der sechziger Jahre ab. Vor allem zeigt der Film, dass alles nur Zwischenzustand ist. von Ekkehard Knörer

In Andrew Dominiks „Killing Them Softly“ und John Hillcoats „Lawless“ dient Gewalt als dramaturgisches Mittel um einen schonungslosen Blick auf Amerika zu zeigen. von Cristina Nord

Ein Film, der volle Konzentration benötigt: Alain Resnais verwirrt in „Vous n'avez encore rien vu“ mit Spiegelungen und Variationen. von Cristina Nord

Passend zum kühlen Wochenende an der Croisette: Michael Haneke frappiert mit seinem dichten Film „Amour“. Darin sind die Menschen den Kräften der Natur ausgeliefert. von Cristina Nord

Das Ende der Heiligenverehrung: Regisseur Kevin MacDonald nähert sich in der Kinodokumentation „Marley“ mit großer Sorgfalt der jamaikanischen Reggaelegende. von Sven Von Reden

Den Möchtegernkalifen die Luft ablassen – das möchte Sacha Baron Cohen gern in seinem neuen Film „Der Diktator“. Das klappt. Wenn man das eigene Denken abschaltet. von Bert Rebhandl

Zum Auftakt der zweiten „Sherlock“-Staffel verliebt sich Holmes, klaut Aschenbecher – und gehört zum Besten, was das britische Fernsehen zu bieten hat. von Steffen Grimberg

Ein Foxterrier, der unverdient früh stirbt und Bill Murrays dicker Bauch: „Moonrise Kingdom“, der neue Film von Wes Anderson, erzählt von tief sitzenden Versehrungen. von Cristina Nord

Ein wenig Anarchie täte Cannes gut: Vor allem Filme von arrivierten Autorenfilmern sind dieses Jahr im Wettbewerb. Von Regisseurinnen keine Spur. von Cristina Nord

Die griechische Regisseurin Athina Rachel Tsangari spricht über ihren neuen Film „Attenberg“, ihren begeisterten Voyeurismus und ihr Faible für Monty Python.

Sönke Wortmanns Beziehungskomödie „Das Hochzeitsvideo“ bedient sich der Handkamera-Ästhetik, Laiendarstellern – und beschert ihrem Publikum viel Leid. von Thomas Groh

Tim Burtons neuer Film „Dark Shadows“ ist am stärksten, wenn er Gothic-Grusel auf 70er-Jahre-Popkultur stoßen lässt. Johnny Depp spielt einmal mehr den tragischen Außenseiter. von Barbara Schweizerhof

„Derrida, anderswo“ begleitet den französischen Philosophen Jacques Derrida. Beim Denken, Reisen und beim Reden über Lebenslügen und den Schreibprozess. von Elke Dauk

„Raising Resistance“ erzählt vom Kampf der Kleinbauern Paraguays gegen den Soja-Boom. Den Regisseuren ist ein ergreifender Dokumentationsfilm gelungen. von Bert Rebhandl

Céline Sciamma über Geschlechtertrennung, das Casting von Kindern, das Drehen als Spiel und die Arbeit mit einer Fotokamera für ihren Spielfilm „Tomboy“.

Céline Sciammas Spielfilm „Tomboy“ erzählt von einem Mädchen, das so tut, als sei es ein Junge. Es bleibt die Frage, warum Jungs selbstverständlicher toben als Mädchen. von Cristina Nord

Christophe Honorés „Die Liebenden“ ist eine Reminiszenz an die Leichtigkeit der Sechziger. Das Film-Musical vereint Pathos und Wahrhaftigkeit. von Anke Leweke

Zum 50. Todestag Hermann Hesses zeigt die ARD die Literaturverfilmung "Die Heimkehr" und die Dokumentation "Hermann Hesse Superstar". von Jens Müller

Am Dienstag gingen die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen zu Ende. „Mavericks, Mouvements, Manifestos“ erinnerten an das berühmte Manifest. von Dietmar Kammerer

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Weltraumtouristen, Satelliten und Versorgungsflüge zur ISS – die Raumfahrt wird privatisiert und kommerzialisiert.

Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

Kommentar von Josef Winkler
Alle reden von Hundekot und Beatles-Coverversionen – und wir tun auch nicht so richtig was dagegen.