Festival zu antifaschistischer Literatur Auf der Suche nach radikaler Sprache Was heißt antifaschistische Literatur und was lernen wir aus ihr? Im Berliner Brecht-Haus wurde eine Woche lang über Literatur und Widerstand diskutiert. Von Jette Wiese 12.7.2026
Lesung junger Autor:innen in Berlin Ein Bienennest summt in der Brust „Die Zeit heilt alle Hündchen“ lautete der Titel einer Lesung im Literarischen Colloquium Berlin, auf der junge Autor:innen eigene Texte vorstellten. Von Rahel Bueb 12.7.2026
Debütroman von früherem Redenschreiber Eiskalter Wind im Bundeskanzleramt Autor Jean-Philippe Kindler hat einst für Linken-Politikerin Heidi Reichinnek gearbeitet. In seinem Debütroman sieht sich eine Redenschreiberin mit dem drohenden Faschismus konfrontiert. Von David Hinzmann 11.7.2026
Büchner-Preisträgerin Christine Wunnicke Fröhliche Wissenschaft und heitere Aufklärung Christine Wunnicke hat den diesjährigen Büchnerpreis verliehen bekommen. Federleicht verbindet sie mikroskopisch genaue Erkundungen mit Humor. Von Ulrich Rüdenauer 9.7.2026
Sachbuch über Hitler Der Frieden auf dem Weg zum Krieg In „München 38. Die Welt am Scheideweg“ gehen Christian Goeschel und Daniel Hedinger der Frage nach, warum Großbritanniens Premier Chamberlain Frieden mit Hitler machen wollte. Von Klaus Hillenbrand 10.7.2026
Lyrik Warum so kompliziert, Ann Cotten? Den Freaks im Weltall Mut zusprechen: Die Lyrikerin Ann Cotten fräst sich durch die Sprache und leimt die Späne neu zusammen. Von Jette Wiese 12.7.2026
Büchner-Preis für Christine Wunnicke Überraschendes zwischen Hollywood und Nagasaki Die Autorin Christine Wunnicke erhält den renommierten Georg-Büchner-Preis. Ihr Erzählwerk sei „stets überraschend“, lobt die Jury. 9.7.2026
Rechtsextreme in französischen Verlagen Autor*innen unter Druck Am Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung wurde über rechte Einflussnahme diskutiert. Handlungsempfehlungen gab es keine. Von Yannic Walter 8.7.2026
Buch über die Umweltbewegung Alles egal ist auch keine Haltung Die „Bekenntnisse eines genesenden Umweltschützers“ von Paul Kingsnorth sind Wutreden eines Gescheiterten, der es sich gedanklich zu leicht macht. Von Heike Holdinghausen 6.7.2026
Die USA in sechs Romanen Oh, say can you see? Die USA werden 250 Jahre alt: Das literarische Amerika ist mehr als Moby Dick, Walden und Manhattaner Geldadel. Ein kleiner taz-Gegenkanon. Von Tim Caspar Boehme, Hilka Dirks, Ulrich Gutmair, Julia Hubernagel, Dirk Knipphals und Julian Weber 3.7.2026
Comic Hommage Der heilige Gral der Western-Comics Hommage-Bände setzen „Blueberry“ sowie Lucky Luke, die großen Western-Figuren der Comic-Kunst, neu in Szene. Nicht alles ist dabei restlos gelungen. Von Christoph Haas 6.7.2026
Tagebuch-Lesung in der Fahimi-Bar Berlin Hirnwindungen eines Geisteswissenschaftlers In „Knister“ hat Autor Christoph Narholz aus Jahrzehnten von Notizen ein Jahr destilliert. Bei einer Berliner Lesung wurde wildes Denken anschaulich. Von Hilka Dirks 2.7.2026
Roman von Lídia Jorge Die Mythen der Revolution Lídia Jorge setzt in ihrem neuen Roman den Protagonisten der Nelkenrevolution in Portugal ein Denkmal. 1974 hatten sie die Diktatur zu Fall gebracht. Von Verena Harzer 30.6.2026
Elspeth Barker „O Caledonia“ Die Unverstandene Barkers einziger Roman „O Caledonia“ spielt in der romantischen Landschaft der schottischen Highlands. Der Humor ist finster. Von Katharina Granzin 1.7.2026
Ukrainische Lesung im LCB Berlin Vergessene Geschichte wird lebendig am Wannsee Eine Lesung von ukrainischen Meistererzählungen aus den 1920ern mit Katja Petrowskaja, Serhij Zhadan und Übersetzerinnen im Literarischen Colloqium Berlin. Von Katja Kollmann 29.6.2026
Bachmannpreis 2026 In frontaler Opposition zu allem Lena Schätte gewinnt den Ingeborg-Bachmannpreis und den Publikumspreis gleich mit dazu. Das Prekariat offenbart sich am Wörthersee in Form von Flecken. Von Julia Hubernagel und Yannic Walter 28.6.2026
Buch über Schutz der Kulturinstitutionen Wann ist die Kunst frei? Christoph Möllers und Nils Weinberg stellen in ihrem Buch die Kulturpolitik auf eine neue Grundlage. Kunstfreiheit ist für die Juristen mehr als Meinungsfreiheit. Von Dirk Knipphals 28.6.2026
Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt Lena Schätte gewinnt Bachmann-Preis 2026 Die Schriftstellerin Lena Schätte aus Nordrhein-Westfalen setzt sich bei den 50. Tagen der deutschsprachigen Literatur gegen 13 Mitbewerber*innen durch. 28.6.2026
Bachmannpreis 2026 Die Karbunkel des Karl Marx In Amerika endet die Vorrunde, in Klagenfurt der Bachmannpreis: Die Tage der deutschsprachigen Literatur zwischen Lindwürmern und dem Kampfplatz der Nationen. Von Julia Hubernagel und Yannic Walter 27.6.2026
Buch über Heideggers Verhältnis zum NS Adorno hätte es besser wissen müssen Oliver Jahraus zeichnet die Kontroverse um Heideggers Beziehung zum Nationalsozialismus nach. Leider ermüdet das Buch in seiner Detailfülle. Von Klaus Englert 27.6.2026