• 10.06.2009

Kritik an WWF

Umstrittene Soja-Connection

Umweltschützer kritisieren den WWF, weil er mit Agrarkonzernen wie Monsanto und Syngenta an einem runden Tisch zum Sojaanbau sitzt.von Jürgen Vogt

  • 24.06.2011 11:49 Uhr

    von Jana:

    hier ein sihr guter Kurzfilm zum Thema: http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=7495082entar hier eingeben

  • 29.06.2009 14:41 Uhr

    von asfahi:

    Es ist immer einfach als Außenstehender Kritik zu äußern.
    Die starke Representanz des WWF auf die Wagschale zu stellen ist nichts weiter als herablassend. Selbstverständlich muss der WWF auf seine Wirkung auf die Konzerne und nach außen hin große acht geben. Aber das Gespräch mit den verantwortlichen Unternehmen für gentechnisch veränderten Soja zu suchen ist mehr Leistung, als sich symbolisch von diesen zu distanzieren.
    Schließlich sind es doch auch nicht die Umweltschützer, die den Endverbraucher vom Konsum abhalten, oder?

  • 14.06.2009 23:26 Uhr

    von GGShinobi:

    Ich finde die Argumentation des WWF nicht sehr überzeugend.
    Es sollte selbstverständlich sein, dass die Auflagen für natürliches Soja auch für gentechnisch verändertes Soja gelten. Aber für den Anbau von gentechnisch verändertem Soja müssen zusätzlich noch wesentlich schärfere Bestimmungen gelten als für natürliches Soja. Ich finde es zwar prinzipiell lobenswert, dass der WWF versucht, auch mit den großen Gen-Saatgut-Herstellern einen Dialog zu finden. Wenn die Glaubwürdigkeit des Runden Tisches aber dabei gewahrt werden soll, darf das (Reiz-)Thema Gentechnik keinesfalls ausgespart werden! Andernfalls verkommt das Ganze zur Farce, mit dem Ziel, das Image der großen Firmen mit dem Guten Namen WWF aufzupolieren.

    Die mehr als fragwürdige Firmenpolitik von Konzernen wie Monsanto trägt auch nicht grade dazu bei, meinen Glauben an deren Aufrichtigkeit zu erhöhen. Klare Zugeständnisse von deren Seite und scharfe Kontrollen dieser Zugeständnisse von unabhängiger Stelle sind nötig.

    Der WWF muss den Mut haben, klar für den Umweltschutz und den Erhalt der Biodiversität Position zu beziehen, auch auf die Gefahr hin, damit die Großkonzerne zu vergraulen. Andernfalls unterstützt der WWF nur deren Treiben, dass sich bisher mehrfach als ökologisch und sozial verheerend erwiesen hat.

  • 10.06.2009 18:41 Uhr

    von Sebastian Lakner:

    Der Einfluss des WWF innerhalb des runden Tisches geht gegen null. Was soll am Anbau von Gentech-Soja bitte umweltfreundlich oder "nachhaltig" sein? Die Motive der Teilnahmen mögen eher monetärer Natur sein, was die Einnahmen des WWF international durch Zertifizierung belegen.
    Die Argumentation des WWF wäre überzeugend, wenn der WWF ein Konzern wäre. Er ist aber eine Umweltorganisation, die sich an die Gentech-Industrie verkauft hat.

  • 09.06.2009 23:41 Uhr

    von navajo joe:

    "(...) Der WWF verteidigte seine Teilnahme: In einem offenen Dialog hätten Umweltschützer "einen viel größeren Einfluss", als wenn sie die Treffen boykottierten. Die Organisation sei für ein Gentechnik-Moratorium. Doch die Soja-Expansion, auch die gentechnische, sei eine Realität. Und wenn freiwillige Standards nur für die gentechnikfreie Produktion gelten würden, sei ein Großteil des Anbaus derzeit nicht erfasst. (...)"

    Ich finde die Argumentation des WWF in dieser Sache überzeugender, als die seiner Kritiker!

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