Kommentar von GEREON ASMUTH
Eins muss man Klaus Wowereit lassen: Er versteht es, Lösungen zu präsentieren. Erst lockt er die Modemesse Bread & Butter zurück nach Berlin und drückt so der Debatte um die Nachnutzung des Flughafens Tempelhof seine Marke auf. Nun präsentiert er mit Ulrich Nußbaum einen durchaus vorzeigbaren Nachfolger für Finanzsenator Thilo Sarrazin, den trotz fast zweijähriger Spekulationen niemand ganz vorn auf seiner Tippliste hatte.
In beiden Fällen kann man Wowereit nicht nachsagen, besonders kooperativ vorgegangen zu sein. Im Gegenteil: Bei der Vorstellung von Nußbaum als kommenden Senator trug es offensichtlich zu Wowereits vergnüglicher Laune bei, dass bis zum letzten Moment nicht nach außen gedrungen war, wen er da aus dem Hut zaubern würde.
Man kann Wowereits Politik als das Vorgehen einen autokratischen Sonnenkönigs geißeln, der mit selbstherrlicher Arroganz über die Bedenkenträger in seinem Umfeld hinweggeht. Man kann aber auch zu dem Schluss kommen, dass der Regierende Bürgermeister mit geschickt verdeckten Karten spielt, um im richtigen Zeitpunkt seine Trümpfe ausspielen zu können. Trotz aller Nörgelei der Opposition: Derzeit spricht viel dafür, dass die zweite Sichtweise zutrifft.
Ob Wowereits Trümpfe tatsächlich stechen oder ob sie sich als Luschen erweisen, wird man zwar erst in ein oder zwei Jahren sagen können. Das aber ist nicht weiter schlimm. Denn in zwei Jahren steht die nächste Abgeordnetenhauswahl an. Ein hervorragender Zeitpunkt, um Bilanz zu ziehen.
Ein internes Papier belegt: Das Land will für 654 Millionen Euro die Wasserbetriebs-Anteile von RWE zurückkaufen - mit Geld, das die Betriebe in Zukunft abwerfen. von Konrad Litschko

Echte Stars, begeisterte Fans, prima Shopping-Tipps - wir freuen uns auf die Fußball-Europameisterschaft.

Starre Rituale, öde Debatten, ein Haus der Langeweile? Nicht in der Ukraine! Hier werden Parlamentsdebatten noch mit Leidenschaft, Herzblut und handfesten Argumenten geführt!

Weltraumtouristen, Satelliten und Versorgungsflüge zur ISS – die Raumfahrt wird privatisiert und kommerzialisiert.

Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

Leserkommentare