Kommentar von SVEN-MICHAEL VEIT
Schon lange nicht mehr hat sich ein führender Hamburger Politiker so entblödet wie Innensenator Christoph Ahlhaus. Wer von linksextremistisch beeinflussten Künstlerprojekten und einer ebenso gesteuerten Bewegung "Recht auf Stadt" schwadroniert, zeigt vor allem eines: Er hat die gesellschaftliche Entwicklung und Dynamik des Jahres 2009 in Hamburg nicht verstanden. Offen darf dabei bleiben, ob er sie nicht verstehen will oder verstehen kann. Bedenklich wären beide Erklärungen.
Ahlhaus und Verfassungsschutzchef Vahldieck diskreditieren eine durch alle sozialen Schichten reichende Bewegung, die zu Recht fordert, dass die Stadt für die Menschen da sein muss und nicht umgekehrt.
Sie rücken das Manifest "Not In Our Name, Marke Hamburg" in die Nähe autonom-wirrer Bekennerbriefe und rechtsextremer Hetzparolen. Sie schmähen Tausende von HamburgerInnen bis hin zu Filmregisseur Fatih Akin und Bischöfin Maria Jepsen, die dieses Manifest unterschrieben haben. Nicht die gehören beobachtet, sondern Ahlhaus und Vahldieck - von Therapeuten.
Das einzig Sinnige an dieser ideologisch bornierten Scheuklappenpolitik ist, dass Ahlhaus seine eigene politische Karriere sabotiert. Der Mann, der Bürgermeister werden möchte, hat sich selbst disqualifiziert. Für das Amt, das er innehat, und für das, das er gerne hätte, erst recht.
Monatelang konnten Bürger am Innenstadtkonzept mitarbeiten. Henning Scherler war dabei und will krasse Planungsfehler korrigieren. Nicht ganz leicht, wie sich herausstellte.

Das alte jüdische Rosenak-Gemeindehaus wollte er zu einem Ort der Erinnerung machen - aber der engagierte Verein "Rosenak-Haus" löst sich jetzt auf. Was dann aus dem Synagogen-Kellergewölbe wird, liegt in der Hand der katholischen Kirche von Klaus Wolschner

Der Künstler Antony Gormley hat eine begehbare Fläche acht Meter über dem Boden in einer der Hamburger Deichtorhallen installiert. Sein Werk kann nicht nur betrachtet, sondern erlebt werden von Stella Wächter

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Starre Rituale, öde Debatten, ein Haus der Langeweile? Nicht in der Ukraine! Hier werden Parlamentsdebatten noch mit Leidenschaft, Herzblut und handfesten Argumenten geführt!

Weltraumtouristen, Satelliten und Versorgungsflüge zur ISS – die Raumfahrt wird privatisiert und kommerzialisiert.

Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

Leserkommentare
14.05.2010 10:22 | Aha
Schön, dass hier sachlich und vor allem überlegt kommentiert wird. Was muß nach Angriffen auf Polizeiwachen, Spaßrandale am ...
11.05.2010 18:22 | Name
Diese Leute im Gängeviertel sind zwar nicht linksextrem aber ziemlich radikal, aggressiv und verwirrt. Ich würde zu solchen ...
08.05.2010 11:23 | Arno Nym
Du verwendest Sprüche in Richtung von "Mach mal 'ne Therapie" (auch wenn hier anders formuliert), um Leute auszugrenzen/ he ...