Kommentar von MARCO CARINI
Die Würfel sind gefallen: Hamburg bekommt mit Christoph Ahlhaus einen neuen Bürgermeister und keine Schulreform, so lauten die Nachrichten dieses denkwürdigen Tages. Politischer Aufbruch sieht anders aus.
Die Schulreform-Schlappe ist vor allem eine Niederlage der GAL, die damit ihr letztes schwarz-grünes Reformprojekt zu Grabe trägt. Christa Goetsch hat es nicht geschafft, für die Primarschule neben der politischen auch eine gesellschaftliche Mehrheit zu organisieren.
Damit droht über Jahre bildungspolitischer Stillstand in der gesamten Republik. Keine Landesregierung wird nach dem Hamburger Fiasko das heiße Eisen des längeren gemeinsamen Lernens noch anfassen. Wenn eine Koalition aller Rathausparteien nicht in der Lage ist, so ein Reförmchen gegen die Bedenkenträgerei der Stillstandsapostel durchzusetzen, wer dann?
Dass eher Sozis und Linke für die von ihnen nicht erfundene Reform auf die Straße gingen als Christdemokraten, markiert die Zerfallserscheinungen der Koalition, die durch den Rücktritt des Bürgermeisters und der Kultursenatorin abgerundet werden. Ob gerade Ahlhaus, für viele Grüne ein rechter Problemfall, den schwarz-grünen Kahn wieder flottkriegt, darf bezweifelt werden. Egal wie lange die Legislatur noch dauert - das schwarz-grüne Modellprojekt ist kurz nach der Halbzeit am Ende.
Monatelang konnten Bürger am Innenstadtkonzept mitarbeiten. Henning Scherler war dabei und will krasse Planungsfehler korrigieren. Nicht ganz leicht, wie sich herausstellte.

Das alte jüdische Rosenak-Gemeindehaus wollte er zu einem Ort der Erinnerung machen - aber der engagierte Verein "Rosenak-Haus" löst sich jetzt auf. Was dann aus dem Synagogen-Kellergewölbe wird, liegt in der Hand der katholischen Kirche von Klaus Wolschner

Der Künstler Antony Gormley hat eine begehbare Fläche acht Meter über dem Boden in einer der Hamburger Deichtorhallen installiert. Sein Werk kann nicht nur betrachtet, sondern erlebt werden von Stella Wächter

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Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

Leserkommentare
21.07.2010 06:58 | vic
Wir sollten nicht vergessen, das die meisten Eltern betroffenener Kinder von der Abstimmung ausgeschlossen waren. ...
20.07.2010 10:32 | Amos
Wenn man mit der Linken nicht kooperieren will, wird man auch hier nichts mehr durchbekommen. Es hat sich ein "Feudalsystem ...
20.07.2010 09:56 | rolle der 1.
@augenblickmal, ...