• 03.03.2009

Die schwarze Liste der Pankower Gastronomiebetriebe ist wichtig für die Verbraucher.

Bürger dürsten nach Transparenz

KOMMENTARvon Sebastian Heiser

  • 03.03.2009 06:17 Uhr

    von Wolfram R.:

    Ganz klar sollte nicht nur in dieser Sache mehr Transparenz vom Staate ausgehen, keine Frage. Und ein Siegel erscheint zunächst einmal kundenfreundlich. Nur bin ich bisher allerdings davon ausgegangen, dass so etwas nicht nötig wäre, weil die Kontrollen dem Prinzip nach eigentlich funktionieren müssten: Wenn etwas beanstandet wird, gibt es Gelegenheit das Problem zu beheben und kurze Zeit später wird erneut kontrolliert. Falls das Problem nicht behoben ist und der Laden den gesetzlichen Anforderungen nicht genügt, wird ggf. dichtgemacht. Wenn die Kontrollen so wie vorgesehen funktionierten, wofür bräuchte man dann ein Siegel?

    In den Artikeln hier um das Thema und auf der Website von Pankow bekomme ich den Verdacht, dass das Siegel allein deshalb eingeführt wird, weil das Amt seinen Job nicht richtig macht. Wenn Mängel dem Inhaber gar nicht benannt werden, nach Beanstandungen erst ein Jahr später nachkontrolliert wird oder es Diskrepanzen zwischen Protokollen und tatsächlicher Kontrolle gibt, dann könnte da noch mehr faul sein als nur die Wurst in der hintersten Ecke. Eine Beanstandungsquote von 30% erscheint mir erstaunlich hoch. Ist das in anderen Bezirken auch so, und im bundesweiten Vergleich?

    Nun, so ein Siegel mit einem freiwilligen Versprechen einmal an die Tür zu kleben ist natürlich deutlich billiger als kontinuierliche Kontrollen, bei denen entsprechend durchgegriffen wird. Aber dann wiegt uns ein Siegel wohlmöglich nur in trügerischer Sicherheit?

Ihr Name (wird angezeigt):*

Email (wird nicht angezeigt):*

Kommentar* - bitte beachten Sie unsere Netiquette:

Bitte geben Sie hier das Wort ein, das im Bild angezeigt wird. Dies dient der Spamvermeidung Wenn Sie das Wort nicht lesen konnten, bitte hier klicken.

CAPTCHA Bild zum Spamschutz

Wenn Sie auf "Abschicken" klicken, wird ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an taz.de verschickt. Er wird veröffentlicht, sobald einRedakteur ihn freigeschaltet hat. taz.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus ähnlichen Gründen unangemessene Beiträge nicht zu publizieren.

*Pflichtfelder