Kommentar von Sven-Michael Veit
Hamburg ist, falls das noch niemandem aufgefallen sein sollte, nicht mehr Europas Umwelthauptstadt. Dennoch ist in diesem noch jungen Jahr nichts schlimmer geworden, besser allerdings auch nichts. Da kommen Hoffnungsschimmer wie bei der Landstromfrage recht.
Die internen Meinungsbildungsprozesse sind eindeutig, der externe Sachverstand weist die Richtung. Ein Großkonzern wie Siemens weist die Machbarkeit nach, ein Großkonzern wie Vattenfall stimmt kopfnickend zu, zwei Großreedereien signalisieren schulterzuckend ihre Kooperationsbereitschaft. Fehlt nur noch die Politik, die alles in die Wege leiten soll.
Investoren und Unternehmen verlangen nicht zu Unrecht nach verlässlichen Rahmenbedingungen. Wenn es denn rentierlich kalkulierbar ist, machen sie alles. Solche klaren Vorgaben können sie auch bei der Energieversorgung haben.
Wenn ein ganzes Land von Atom- und Kohlekraft auf Ökostrom umsteigt, sollte es ein paar Reedereien auch möglich sein, eine saubere Energiebilanz vorzulegen. Eine weiße Ferienflotte unter schwarzen Rußfahnen kann nicht die Zukunft sein.
Als erstes muss nun die Hamburger Politik ihre Hausaufgaben machen. Das Problem ist bekannt, die saubere Lösung liegt schon auf dem Tisch. Ist gar nicht schwierig, es richtig zu machen.
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