Kommentar von KLAUS WOLSCHNER
Es sah so gut aus: Ein von Migranten gegründeter Verein, der ausgerechnet im Problemstadtteil Tenever Kulturarbeit im weitesten Sinne macht. Die "Interkulturelle Werkstatt Tenever" hatte soviel Protektion durch die sozialpolitisch engagierten Kräfte in der Stadt, dass sie überall kräftig zulangen konnte, wo es im Stadtteil öffentliche Gelder abzugreifen gab. Alle meinten es gut. Dass diverse Beteiligte in der Linkspartei ihre politische Heimat haben, machte die Sache noch einfacher.
Wie es wirklich in dem Verein aussieht, wie der Chef, Hafid Catruat, mit den von ihm abhängigen Beschäftigten umging - das ahnte offenbar niemand. Dass der Beschäftigungsträger für jeden Mitarbeiter Beurteilungsbögen an die Hartz-IV-Verwaltung weiterzugeben hatte, vergrößerte die Abhängigkeit noch. Ehemalige Mitarbeiter, die gefeuert wurden, weil sie sich diese Behandlung nicht gefallen lassen wollten, berichten von schlimmen Zuständen.
Wenn die Vorwürfe stimmen, dann handelt es sich um einen Fall von Vetternwirtschaft - und schlichter Korruption. Warum versagte die Kontrolle? Warum schaut niemand hinter die Kulissen dieses Geschäfts mit Arbeitslosen?
Dem Verein wurde systematisch Spielraum gelassen. Und von sich aus wären die dafür Zuständigen in der Behörde nicht auf den Gedanken gekommen, diesen Zustand abzustellen.
Monatelang konnten Bürger am Innenstadtkonzept mitarbeiten. Henning Scherler war dabei und will krasse Planungsfehler korrigieren. Nicht ganz leicht, wie sich herausstellte.

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Leserkommentare
09.09.2009 17:52 | Shotty
Die Interkulturelle Wekstatt e.V Tenever hat vielen Menschen in einen Notleidenen Gebiet wie im Bremen-Osterholz, dem Stadt ...
06.09.2009 22:47 | francis
herr klaus wolschner ,also das einzige was ich an ihr kommentar gemerkt habe ist das sie gegen die links partei sind ,und d ...
06.09.2009 11:25 | Markus Hill
Der Kommentar ist schön kurz und sachorientiert. Folge eines solchen Skandals sollte eigentlich sein, dass man andere Verei ...