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Kommentar Energiewende Neues Denken für die Wende

Kommentar von

Sven-Michael Veit

Es hilft nichts, sich gegenseitig mit vorgezogenen Stilllegungsterminen für Atomkraftwerke zu übertrumpfen. Die Energiewende ist machbar, aber nicht über Nacht. Umso wichtiger ist deshalb politischer und moralischer Druck.

D as ist ja alles fast zu schön, um wahr sein zu können. Das schwindelerregende Tempo, in dem sich nun auch konservative Politiker in Norddeutschland als Atomkraftgegner outen, macht zunächst mal misstrauisch. Andererseits ist auch ihnen zuzubilligen, klüger werden zu können. Fukushima hat offenbar auch den hartleibigsten Befürwortern der Kernspaltung gehörig den Schrecken in die Glieder gejagt.

Gleichwohl gibt es keinen Grund für gaukelspielerischen Aktionismus. Es hilft nichts, sich gegenseitig mit vorgezogenen Stilllegungsterminen für Atomkraftwerke zu übertrumpfen. Die Energiewende ist machbar, gewiss, aber eben leider nicht über Nacht.

Verfügte Stilllegungen gegen die Renditeerwartungen der Anteilseigner kommen einer Enteignung nahe und haben kaum Chancen vor dem Bundesverfassungsgericht. Das ist seit dem Streit um den Atomkonsens vor elf Jahren bekannt.

Umso wichtiger ist deshalb politischer und moralischer Druck. Alle Ideen und Ansätze für die Energiewende sind hilfreich, der Wechsel zu Ökostromanbietern selbstredend auch. Entscheidend ist ein gesellschaftliches Klima, das die Atomenergie - und die Kohlekraft natürlich auch - ächtet.

Der rasche Umstieg in die erneuerbaren Energien gelingt nicht vor Gerichten. Dazu bedarf es neuen Denkens.

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Sven-Michael Veit Hamburg-Redakteur

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2 Kommentare

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  • F
    flippah

    McAllister hat sich da nicht geändert. Der war zum Glück schon immer skeptisch in der Hinsicht.

  • AT
    Andreas Teuchert

    Hier geht's zur weltweiten Energie- und Kulturwende-Bewegung TRANSITION TOWN:

     

    www.transitionberlin.de

    www.kiezwandler.de (in Kreuzberg)

    www.transition-initiativen.org (in D/A/CH)

    www.transitionnetwork.org (international)

     

    gemeinschaftlich-klimafreundlich-postfossil