Kommentar von Kaija Kutter
Die Medien haben im Fall von Chantal bisher einen guten Job gemacht und viele Missstände und Widersprüchlichkeiten aufgedeckt. Sie haben mit Menschen vor Ort gesprochen, Politik und Ermittler auf Trab gehalten. Aber die Berichterstattung muss auch Grenzen haben. Solange es nicht eine akute Gefahr gibt, auf die man aufmerksam machen möchte, sollte zurückhaltend über die noch lebenden Pflegegeschwister von Chantal berichtet werden.
Das kann man von den Journalisten in diesen Tagen offenbar nicht erwarten. Gedruckt wird, was zur großen Story passt. Eine Behörde aber sollte Zurückhaltung üben. Auch wenn der Name des Kindes nicht genannt wurde, so doch zahlreiche Details, die offenbar sehr leicht auf den Namen schließen ließen.
Das wäre nicht nötig gewesen. Es hätte gereicht, den nüchternen Fakt zu nennen, dass es Hinweise auf Kindeswohlgefährung von der Schule gab, denen keine Konsequenzen folgten.
Allerdings: Mit dem Hinweis auf Sozialdatenschutz schützen sich Verantwortliche in Jugendämtern oft nur selbst. Und wenn es passt, werden vertrauliche Dokumente unter der Hand an Journalisten weitergegeben, in der Hoffnung auf eine genehme Berichterstattung.
Der Wunsch nach Aufklärung ist allzu verständlich. Deswegen gab SPD-Fraktionschef Andreas Dressel die Parole aus: Kinderschutz geht vor Datenschutz. Aber er sollte schon für die gelten, die man schützen möchte.
Monatelang konnten Bürger am Innenstadtkonzept mitarbeiten. Henning Scherler war dabei und will krasse Planungsfehler korrigieren. Nicht ganz leicht, wie sich herausstellte.

Das alte jüdische Rosenak-Gemeindehaus wollte er zu einem Ort der Erinnerung machen - aber der engagierte Verein "Rosenak-Haus" löst sich jetzt auf. Was dann aus dem Synagogen-Kellergewölbe wird, liegt in der Hand der katholischen Kirche von Klaus Wolschner

Der Künstler Antony Gormley hat eine begehbare Fläche acht Meter über dem Boden in einer der Hamburger Deichtorhallen installiert. Sein Werk kann nicht nur betrachtet, sondern erlebt werden von Stella Wächter

Echte Stars, begeisterte Fans, prima Shopping-Tipps - wir freuen uns auf die Fußball-Europameisterschaft.

Starre Rituale, öde Debatten, ein Haus der Langeweile? Nicht in der Ukraine! Hier werden Parlamentsdebatten noch mit Leidenschaft, Herzblut und handfesten Argumenten geführt!

Weltraumtouristen, Satelliten und Versorgungsflüge zur ISS – die Raumfahrt wird privatisiert und kommerzialisiert.

Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

Leserkommentare