Erst fiel das frühere Salzbergwerk Morsleben als Endlager für Atommüll aus, jetzt auch Asse. Zeit für Atomkraftbefürworter, sich zu fragen, ob Gorleben als Endlager geeignet ist.von Jürgen Voges
Salzdomstrukturen sind schon seit dem Beginn der bergmännischen Salzgewinnung als dynamische, mithin veränderliche, geologische Strukturen bekannt. Diese Veränderungen vollzogen sich in der Vergangenheit in deutlich sicht- und messbarer Form bis an die Geländeoberfläche. Bergschäden durch abbaubedingtes Absinken, Änderung der Fließrichtung von Gewässern,... Dazu kommen auch thermische Probleme bei der Einlagerung von hochaktivem Müll: Das Salz in unmittelbarer Fassumgebung kann soweit erwärmt werden, das vorhandenes Kristallwasser zu diesem Fass migriert und dort eine recht korrosive Lösung bildet. Ein Glaskern mit hochaktivem Müll widersteht solchen Lösungen ca. 14 Tage. Danach gehen die Nuklide in Lösung.
Alles lange bekannt, warum wird dann weitergemacht?
Karl
26.06.2008 18:19 Uhr
von peter schneider:
Der Kommentator reiht sich ein in die lange Spur der Menschen die glauben, dass Atommüll überhaupt langfristig gelagert werden kann. Asse abdichten?
Nein Asse ausräumen. Den ganzen Dreck offenlegen. Sichtbar machen. Und dann verteilen. Auf alle beteiligten Bundesländer. Und die müssen das dann eben lagern. Sei es in ihren AKW Zwischenlagern oder eben in neu zu bauenden Lagern.
Die Menschen, die hier leben, müssen den Dreck sehen können. Die Menschen hier müssen sehen kann, dass Atomkraftwerke eben keinen sauberen Strom liefern.
Und der Vergleich am Ende des Kommentars mit dem Flugzeug, das keine Landebahn hat, hinkt doch ausgesprochen schwer. Denn Atomstrom zu nutzen unterscheidet sich doch dramatisch vom startenden Flugzeug. Denn der strahlende Dreck wird viel viel später zum Problem. Da kann es sein, dass der Atomstromnutzer schon lange nicht mehr da ist. Peter Schneider
26.06.2008 04:57 Uhr
von Klaus:
Ängste wecken bzgl. der Atomenergie und Illusionen verbreiten über die Erneuerbaren. Alles ohne Ende ....
Leserkommentare
27.06.2008 10:30 Uhr
von Karl:
Salzdomstrukturen sind schon seit dem Beginn der bergmännischen Salzgewinnung als dynamische, mithin veränderliche, geologische Strukturen bekannt.
Diese Veränderungen vollzogen sich in der Vergangenheit in deutlich sicht- und messbarer Form bis an die Geländeoberfläche. Bergschäden durch abbaubedingtes Absinken, Änderung der Fließrichtung von Gewässern,...
Dazu kommen auch thermische Probleme bei der Einlagerung von hochaktivem Müll:
Das Salz in unmittelbarer Fassumgebung kann soweit erwärmt werden, das vorhandenes Kristallwasser zu diesem Fass migriert und dort eine recht korrosive Lösung bildet. Ein Glaskern mit hochaktivem Müll widersteht solchen Lösungen ca. 14 Tage. Danach gehen die Nuklide in Lösung.
Alles lange bekannt, warum wird dann weitergemacht?
Karl
26.06.2008 18:19 Uhr
von peter schneider:
Der Kommentator reiht sich ein in die lange Spur der Menschen die glauben, dass Atommüll überhaupt langfristig gelagert werden kann. Asse abdichten?
Nein Asse ausräumen. Den ganzen Dreck offenlegen. Sichtbar machen. Und dann verteilen. Auf alle beteiligten Bundesländer. Und die müssen das dann eben lagern. Sei es in ihren AKW Zwischenlagern oder eben in neu zu bauenden Lagern.
Die Menschen, die hier leben, müssen den Dreck sehen können. Die Menschen hier müssen sehen kann, dass Atomkraftwerke eben keinen sauberen Strom liefern.
Und der Vergleich am Ende des Kommentars mit dem Flugzeug, das keine Landebahn hat, hinkt doch ausgesprochen schwer. Denn Atomstrom zu nutzen unterscheidet sich doch dramatisch vom startenden Flugzeug. Denn der strahlende Dreck wird viel viel später zum Problem. Da kann es sein, dass der Atomstromnutzer schon lange nicht mehr da ist.
Peter Schneider
26.06.2008 04:57 Uhr
von Klaus:
Ängste wecken bzgl. der Atomenergie und Illusionen verbreiten über die Erneuerbaren. Alles ohne Ende ....