Kirchenasyl: Tschetschene darf bleiben
Zu krank für die Abschiebung
Der tschetschenische Flüchtling wird nicht aus seinem Friedrichshainer Kirchenasyl abgeschoben. Amtsarzt bestätigt Reiseunfähigkeit. Alle Polizeimaßnahmen sind aufgehoben. Die Gemeinde feiert.von Konrad Litschko
Leserkommentare
09.03.2009 22:15 Uhr
von Karl Kraus:
@ benevoglio
Wenn du die Berichterstattung verfolgt hättest, hättest du bemerkt, dass Polen eben kein sicheres Land für den Flüchtling ist. Denn dort befinden sich Leute, die es genau auf diesen Tschtschenen abegesehen haben könnten. Nach dem, was er erlebt hat, ist das vielleicht eine nicht zu große Anstrengung für dich armen Steuerzahler, ihm wenigstens eine Grundversorgung und das Gefühl von Sicherheit zu geben.
Wenn ich solche Knaller lese wie deinen hier, frage ich mich, wie schnell und wie laut solche Leute nach Gnade schreien würden, wenn ihnen etwas Ähnliches passieren würde. Ist das echt alles, was ihr drauf habt: Das Gelalle über Steuergelder an die scheiß Ausländer, die ja alle bekanntlich Schmarotzer sind? Aber sei getröstet: Solltest du in eine schlimme Notlage kommen, ich würde selbst dir Kirchenasyl gönnen, wenn es keine menschliche Alternative gäbe. Mannmannmann, denk mal ein bisschen nach.
07.03.2009 21:46 Uhr
von benevoglio:
Ist Deutschland Sozialamt und Krankenversicherung für den Rest der Welt?
Polen gehört zur EU, es handelt sich um ein „sicheres Drittstaatenland“. Dorthin hätte der Tschetschene so schnell wie möglich zurückgeschickt werden müssen. Die sozialen Bedingungen wären allerdings deutlich bescheidener gewesen als in Deutschland.
Wer zahlt eigentlich die verglichen mit anderen Ländern (auch EU-Ländern wie Polen) geradezu erstklassige medizinische Versorgung? Vermutlich bleiben wieder alle Kosten beim deutschen Steuerzahler hängen – und das in einer Zeit, in der die medizinische Versorgung für Deutsche immer mehr zurückgefahren wird. So haben wir wieder einen Sozialfall als Zuwanderer mehr. In den klassischen Einwanderungsländern wie USA, Kanada oder Australien wäre so etwas nicht möglich.