Kommentar von KAI VON APPEN
Dass in Hamburg 99 Prozent der Anzeigen gegen Polizisten wegen Körperverletzung im Amt im Sande verlaufen, ist statistisch belegt und nicht neu: entweder stellt die Staatsanwaltschaft die Verfahren ein oder kann den Prügelpolizisten nicht ermitteln. Auch gehört es zum Repertoire anwaltlicher Erfahrung, dass jemand, der einen Polizisten anzeigt, mit einer Retourkutsche rechnen muss.
Die neue Masche allerdings, nach der die Abteilung für Beamtendelikte der Hamburger Staatsanwaltschaft jetzt vorgeht, löst Entsetzen aus - nicht nur in Juristenkreisen. Denn eine Anzeige wegen falscher Anschuldigung wird jeden, der das Opfer polizeilicher Gewalt geworden ist, davon abschrecken, das polizeiliche Handeln im Nachhinein überprüfen zu lassen.
Wohlgemerkt: Es ist nicht der Hamburgs konservativer Innensenator, der sich diesen Trick zum Schutz übergriffiger Beamten einfallen ließ - sondern die Staatsanwaltschaft, die sich ja eigentlich für Rechtsstaatlichkeit einsetzen sollte. Noch befremdlicher macht die Sache, dass sich derlei unter der Regentschaft des grünen Justizsenator Till Steffen zuträgt. Nicht mal unter seinen CDU-Hardliner-Amtsvorgängern Roger Kusch und Carsten Lüdemann hat es eine solche Praxis gegeben.
Also: Handeln Sie, Herr Steffen - und stellen sie diese Praxis wieder ab.
Bei einer Anhörung zu Jugendhilfe-Kürzungen melden sich im Rathaus viele Kinder zu Wort: Sie fürchten um ihre Mädchentreffs, Jugendclubs und Bauspielplätze. von Kaija Kutter

Die BSAG ist im Besitz der Wahrheit, was die Frage nach dem Besten für Huchting angeht. Nur die blöden AnwohnerInnen torpedieren das Beste – durch ihre irrige eigene Meinung über eine sinnvolle Streckenführung. von Benno Schirrmeister
Der Künstler Antony Gormley hat eine begehbare Fläche acht Meter über dem Boden in einer der Hamburger Deichtorhallen installiert. Sein Werk kann nicht nur betrachtet, sondern erlebt werden von Stella Wächter

Echte Stars, begeisterte Fans, prima Shopping-Tipps - wir freuen uns auf die Fußball-Europameisterschaft.

Starre Rituale, öde Debatten, ein Haus der Langeweile? Nicht in der Ukraine! Hier werden Parlamentsdebatten noch mit Leidenschaft, Herzblut und handfesten Argumenten geführt!

Weltraumtouristen, Satelliten und Versorgungsflüge zur ISS – die Raumfahrt wird privatisiert und kommerzialisiert.

Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

Leserkommentare
10.03.2010 13:25 | Bastian
1989:
09.02.2010 13:53 | Steffen Rühl
die ehemals linke taz schreibt heute wie ein parteiorgan der grünen
09.02.2010 13:14 | Dr. Andreas Eichler
das diese Vorkommnisse unter einem grünen Senator toleriert werden, hätte sich vor 12 Jahren noch kein Grünen-Wähler vorste ...