Der "öffentliche geförderte Beschäftigungssektor" ist das Lieblingsprojekt der Linken. Doch die Kriterien sind rigide, viele bleiben ausgeschlossen. Das Projekt taugt dennoch als Vorzeigemodell - es zeigt, wie es besser nicht gemacht wird.von Sebastian Heiser
Leserkommentare
16.01.2009 18:44 Uhr
von Sabine:
Ich bin mitnichten Sozialisten, aber dennoch für die Einführung einen Grundeinkommens. Warum? Weil jeder, der arbeiten möchte, eine gewisse Ausbildung und Erfahrung zu bieten hat und trotzdem heutzutage bei einer potentiellen Neueinstellung 4,50 Stundenlohn angeboten bekommt. Vollzeit arbeiten und dann kommt nichts dabei raus? Kann nicht sein. Ich kenne ausgebildete Altenpflegerinnen, die für 40 Std./Monat unwesentlich mehr herausbekommen, als ein Hartz IV-Empfänger. Da heisst es nicht, Sozialhilfe runter, sondern Niedriglöhne rauf - und zwar ein ganzes Stück! Nebeneffekt: "Die kleinen Leute" würden endlich wieder konsumieren, wenn sie mehr in der Tasche hätten.
16.01.2009 16:51 Uhr
von Margret:
Ich finde es eine gute und richtige Sache, Arbeitslosen einen Einstieg in den sozialen Sektor zu erleichtern. Den Mindestlohn halte ich auch für richtig. Ich kritisiere die Auufassung von Frau Ramona Pop (Grüne), die Begünstigten sollten ebenfalls so wenig wie die ABM-ler erhalten. Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Die Leute in den AB-Maßnahmen sollten mehr, also ebenfalls 1.300 Euro bekommen - ich finde, das ist nicht zu viel. Oder sind Sie schon mal mit unter 1.000 Euro auf dem Konto ausgekommen?
22.08.2008 19:11 Uhr
von Michael:
Kompliment für den schönen Artikel. Ich halte die Geschichte mit dem öffentlich geförderten Beschäftigungssektor schon lange für eine riesige Luftblase. Schön, dass hier mal dargestellt wird, wie sie das in der Praxis auch ist.