Interview Jutta Allmendinger
"Wir haben Morgenröte gesehen
… ich hoffe
nur, dass kein Sonnenuntergang draus wird", sagt die Präsidentin
des Wissenschafts-Zentrum-Berlin.
Ein Gespräch über Ungerechtigkeiten und Aufbrüche.von Christian Füller / Jan Feddersen
Leserkommentare
16.02.2009 08:53 Uhr
von hto:
taz: "Sprechen wir weiter über Gerechtigkeit: Wo hapert es an ihr in Deutschland am stärksten?"
Allmendinger: "Dass sich Deutschland zu einer verkrusteten Gesellschaft entwickelt hat, das ist die größte Ungerechtigkeit. Der Zusammenhang zwischen der Herkunft der Eltern und den Chancen der folgenden Generation wird immer enger."
Mannomann, was für´ne "Antwort"!?
Die Kruste der Gesellschaft (Bewußtseinsschwäche von / in Hierarchie materialistischer "Absicherung"), ist verursacht durch die (Bewußtseins-)Bildung zu konsumautistischer Suppenkaspermentalität auf systemrationaler Sündenbocksuche.
Die "Kruste" für wahrhaftige Gerechtigkeit, kann nur ein von Leistung unabhängiges MENSCHENRECHT auf Nahrung, Wohnen und Gesundheit sein, OHNE nationalistischen wie pseudo-globalisierten Wettbewerb um eine manipulativ-schwankende Welt- und "Werteordnung", OHNE Zeit- / Leistungsdruck zu einer Karriere von Kindesbeinen, usw. - alles andere ist Kommunikationsmüll!!!
15.02.2009 02:17 Uhr
von Carl Jung:
Die Morgenröte, welche sie sehen ist in der Tat der Sonnenuntergang, der Sonnenuntergang der Gesellschaft, wie sie sich in der westlichen Welt nach dem 2. Weltkrieg gebildet hat.
Das Problem:
Verlust des inneren Zusammenhalts, sprich Vermassung.
Verlust des privaten Schutzraumes, sprich der Familie und daraus folgend,
Verlust der Reproduktions- und damit der Innovationsfähigkeit.
Was die summa cum laude promovierten Damen betrifft, die sich um eine Verwaltungsstelle bewerben, so ist die Entscheidung wohl rational, denn wie ist der Anteil der Habilitierten, die einen Ruf erhalten. Und wie verträgt sich die akademische Karriere mit Mutter-(Vater-) schaft.
Die Bereitschaft zur Hingabe an eine abstrakte Sache oder zum privaten Verzicht mit der relativ geringen Chance auf gr0ßen Ruhm ist bei Frauen nicht sehr ausgeprägt. Wäre auch eine schlechte Strategie für einen Bauchbrüter-Stiller-Kümmerer, dem der große Ruhm nicht die Vermehrungschancen öffnet, welche das Risiko rechtfertigen würden.
80% der berufstätigen Frauen in Schweden arbeiten im öffentlichen Dienst.
Warum denn wohl?
Carl Jung