• 12.11.2008

IEA wird grüner

Öl-Lobby fordert Energierevolution

Die Internationale Energie-Agentur entdeckt plötzlich den Klimaschutz und die erneuerbaren Energien. Sie erwartet einen Ölpreis von 200 US-Dollar je Fass im Jahr 2030.von Stephan Kosch

  • 13.11.2008 09:42 Uhr

    von michaelbolz:

    Das Fördermaximum wurde bereits 2006 überschritten. Bereits vor rund 20 Jahren war davon ausgegangen worden, dass 2045/50 eine endgültige Ölknappheit eintritt.

  • 12.11.2008 19:41 Uhr

    von bernhard wagner:

    Immerhin ein großer Schritt in die richtige Richtung. Ich stimme aber der Kritik aus den Reihen von Greenpeace, dem WWF und anderen zu. Auch die gerade im Entstehen begriffene, längst überfällige IRENA - vgl. Berichte dazu bei http://www.wcre.org/ - wird sich dieser Kritik sicher weitgehend anschließen.

    Gerade die Wirtschaftskrise könnte weltweit ein Anstoß sein für einen New Deal zugunsten von
    (1.) Energiesparen (durch entsprechende Gebäudesanierungen ebenso wie im Verkehrsbereich, z.B. gezielt sparsamere Pkw, Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel u.v.a.),
    (2.) Effizienzsteigerung und
    (3.) einem massiven, staattlich direkt geförderten Ausbau von Solar- und Wind-Energie, Laufwasserkraftwerken, und Nutzung geothermischer Energie.

    Staatlich gezielt angeregte und mit-initiierte Ausbildungsprogramme, verbunden mit der Errichtung von Produktionsanlagen könnte - würde es richtig angestellt - weltweit mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen, sozial und ökologisch ziemlich 'nachhaltig'.

    Zu den - technisch, wenn auch nicht politisch - einfachsten aber doch sehr wirkungsvollen Maßnahmen könnte gehören, die weltweite, oft illegal (Korruption etc.) erfolgende Zerstörung der letzten Urwaldreste zu stoppen, ebenso das Projekt " Afrikas grüne Mauer ..." und andere Aufforstungen bzw. Anti-Desertifizierungs- Projekte (auch kleinere) massiv zu unterstützen (auch z.B. im Himalaya oder den Anden und vielen anderen Regionen), auch mithilfe moderner Bewässerungstechnik.

    Hoffnung habe ich da allerdings nicht allzu viel. Letztgenanntes wurde schon auf der mittlerweile legendären "Rio" Konferenz mehr oder weniger beschlossen, auf dem Papier. Aber der neue Kurs der IEA ist vielleicht ein Hoffnungszeichen - auch wenn die IEA immer noch zu sehr an die Atomenergie glaubt und oben erwähnte Kritik ebenfalls berechtigt ist.

Ihr Name (wird angezeigt):*

Email (wird nicht angezeigt):*

Kommentar* - bitte beachten Sie unsere Netiquette:

Bitte geben Sie hier das Wort ein, das im Bild angezeigt wird. Dies dient der Spamvermeidung Wenn Sie das Wort nicht lesen konnten, bitte hier klicken.

CAPTCHA Bild zum Spamschutz

Wenn Sie auf "Abschicken" klicken, wird ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an taz.de verschickt. Er wird veröffentlicht, sobald einRedakteur ihn freigeschaltet hat. taz.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus ähnlichen Gründen unangemessene Beiträge nicht zu publizieren.

*Pflichtfelder