• 04.02.2010

Hochschule

Weiter Chaos bei Studienplatzvergabe

18.000 Studienplätze blieben im aktuellen Semester unbesetzt. Opposition will Unis bestrafen und Zulassungsregelungen vereinheitlichen. von Lukas Dubro

  • 18.03.2011 15:01 Uhr

    von Sebastian Horndasch:

    Im Wintersemester 2011/12 dräut ein noch größeres Chaos: Denn das einheitliche Zulassungssystem droht, nicht rechtzeitig fertig zu werden.

    Wer die Diskussion zu diesem Thema in den letzten Jahren verfolgt hat, weiß, dass es sich um ein vermeidbares Problem handelt. Ein entsprechendes System hätte eigentlich bereits mit der Bolognareform auf den Weg gebracht werden müssen - das UCAS aus Großbritannien ist dabei ein gutes Vorbild. Nach der ursprünglichen Planung hätte es ja bereits 2009 oder spätestens 2010 laufen sollen.

    Sollte es in diesem Jahr nichts mehr werden, bleibt den Abiturienten nur, individuell rational zu handeln - und das bedeutet Bewerbungen, Bewerbungen, Bewerbungen. Dass sie damit das Chaos noch verschlimmern, liegt auf der Hand.

    Ich habe in meinem Blog einen Artikel zu dem Thema geschrieben und gebe daneben Tipps, was man als Betroffener tun kann: http://www.horndasch.net/2011/03/studienplatzvergabe-was-tun-wenns-brennt/

  • 07.02.2010 19:15 Uhr

    von Tanja:

    Ich hab mit meinen Bewerbungen (es waren nur vier) die Erfahrung gemacht, dass es chaotisch wird selbst wenn sich die Unis in einem Bundesland absprechen und gemeinsame Fristen festlegen. Ich hab trotzdem noch nach der Immatrikulationsfrist der einen Uni die Zulassung von einer anderen bekommen.
    Viel Dank dafür übrigens, das wäre meine Wunschuni gewesen!

    @ Leon: Das Problem mit den überfüllten Veranstaltungen ließe sich alternativ auch durch eine angemessene Zahl von Dozenten lösen. Weniger Studenten ist der falsche Weg.

  • 07.02.2010 18:10 Uhr

    von Matias E:

    Wer auf seiner Profilseite bei facebook.com für die BILD Zeitung werbung macht, mit Verlaub, den/die kann ich - erst recht bei BILDUNGspolitischen Themen -nicht ernst nehmen.

    --> Charlotte Cary von Buttlar:
    http://www.facebook.com/home.php?#!/profile.php?id=530184128&ref=search&sid=1260758819.1591935410..1

  • 06.02.2010 18:30 Uhr

    von Leon A.:

    " 'In der Regel hat bei uns jeder Bewerber einen Studienplatz gekriegt '"
    Diese Aussage ist eine glatte Lüge!

    Davon abgesehen ist es meiner Meinung nach sinnvoll, dass alle Studienplätze zu vergeben. Damit das auch funktioniert ist eine zentrale Lösung vielleicht nicht schlecht.

    Ich selbst studiere Psychologie im ersten Semester. Allerdings sind die angedrohten Sanktionen, die den Unis seitens der Politik angedroht werden falls diese nicht alle Plätze besetzen würden der blanke Hohn. Schon jetzt erlebe ich überfüllte Veranstaltungen und die Uni kann de facto nicht mehr aufnehmen, sollte aber eigntlich noch 25 weitere Studierende in meinem Semester aufgenommen haben. Die Kapazitäten reichen so schon nicht aus und die Politik denkt nicht daran den neuen Hochschulpakt umzuwerfen (durch den die große Studierendenzahl erst gekommen ist), sondern wirft den Unis auch noch vor ihren Pflichten nicht nachzukommen.
    Das Problem liegt in der Politik, nicht an den Unis, denn die machen meiner Meinung nach das Beste aus diesen negativen Rahmenbedingungen.

    Generell liegt ein ethischer Konflikt vor, denn auf der einen Seite wollen die Unis gute Lehre anbieten und dafür können sie nun mal nicht beliebig viele Studenten aufnehmen (und auch nicht die Anzahl, die laut Hochschulpakt nötig wäre um weiterhin ausreichend Geld zu bekommen) , andererseits soll auch jeder die Chance haben seinen Traumstudiengang studieren zu dürfen.
    Was noch ginge wäre beliebig viele Studenten aufzunehmen und dann den Großteil rauszuprüfen (wie in Östereich). Dies sorgt aber für einen unerträglichen Konkurrenzkampf, der noch weniger gerechtfertigt ist. Also weiter weniger Leute aufnehmen und die Aufnahmekriterien anpassen....

  • 05.02.2010 14:43 Uhr

    von CaliCa:

    Kommt mir bloß nicht mit der ZVS wieder...die hat mir meine Studienplatzsuche echt zur Bürokratie-Hölle gemacht. Besser war die auch nicht.

  • 05.02.2010 11:49 Uhr

    von Dorian Butzer:

    Es grenzt geradezu an Zynismus, wenn "die Politik" - nach allem, was sie in den letzten Jahren und bis heute NICHT für die Bildung investiert hat und auch in Zukunft nicht investieren möchte - den Unis Strafen androht, falls diese nicht mit dem grötenteils fremdverschuldeten Chaos zurecht kommen.

    Es scheint, dass alles unangenehm teure (Umweltschutz, Bildung, Schwimmunterricht) von der Regierung kurzerhand zur "bürgerlichen Privatsache" erklärt wird - und das mit Erfolg: Die Brut ist längst geschlüpft und schwadroniert sinngemäß allerorten davon, dass man dann halt "Wenn halt kein Schwimmbad/Bibliothek/Solardach/... finanzierbar ist liegt die Verantwortung halt bei uns."

    So einfach gehts. Herrlich.

  • 04.02.2010 23:07 Uhr

    von Gerhard E.:

    Was erwartet Gehring denn von Schavan? Diese Frau hat doch bereits in Baden-Württemberg einen Scherbenhaufen mit dem G8 hinterlassen. Frau Schavan wollte auch gegen den massiven Widerstand von den Eltern Französisch als erste Fremdsprache an Gymnasien entlang der französischen Grenze einführen und ist damit kläglich vor Gericht gescheitert. Wieviel Schaden darf diese Frau eigentlich noch anrichten?

  • 04.02.2010 22:24 Uhr

    von msss:

    Ach deswegen also habe ich keinen Studienplatz bekommen. Besten Dank auch.

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