• 21.10.2008

Hochschul-Studie

Studiengebühren schrecken Schüler

Fast 20.000 Abiturienten entschieden sich wegen Studiengebühren gegen die Uni, so eine Studie. Das Bildungsministerium soll dieses Ergebnis vor dem Bildungsgipfel zurückgehalten haben.von C.Füller

  • 23.10.2008 21:28 Uhr

    von Sachma:

    Einst wurden die Studenten mit Bafög für lau gekodert,wegen zuwenig Akademiker.Mit Zeitlimit. Dann gabs erstmal genug, die sich die Jobs zunftähnlich aufteilen durften.So wurden auch inkompetente Leute noch mit Einkommen ausgestattet.Das Studium von deren Kindern konnten dann diese als Eltern mindestens teilfinanzieren.
    Dann sollte das ganze Volk sich chancengleich fühlen. Dafür aber auch das Studium selbst finanzieren.
    Es wäre langsam Zeit, zinslose Darlehen gegen Regelstudienzeit oder so anzubieten. Es war schon immer unverständlich, warum Leute, deren Wohlstand auf geschenktem Studium gründet,die Kosten nicht später bei hohem Einkommen zurückzahlen sollen.
    Wie war das mit "Schaden vom deutschen Volk wenden" oder so hippokratischer Beeiderei? Haben wohl eher gebildet sinniert: "Erst kommt das Fressen und dann kommt die Moral..."

  • 23.10.2008 08:07 Uhr

    von Isolde:

    An alle Besserwisser und Klugscheisser, Schwarzseher und "Habe-ich-es-doch-geusstler":

    Wenn die Regierung mit dem Ergebnis der Bildungspolitik nicht zufrieden wäre, dann würde sie etwas dagegen unternehmen!

    Da nichts geschieht ist das logische Resultat: Das Ergebnis wird nicht nur akzeptiert, sondern ist auch gewollt und beabsichtigt.

    Wer etwas anderes glaubt ist nichts weiter als ein hoffnungsloser Idealist.

  • 21.10.2008 20:55 Uhr

    von elfe:

    @Andi Limprecht
    Ich wäre mal an dem Statement interessiert.
    MfG elfe

  • 21.10.2008 10:29 Uhr

    von Mistral:

    Es lässt sich bei vernünftiger Betrachtung nicht leugnen, dass Studiengebühren eben nicht die Effekte erzielen, die erwünschenswert wären. Für viele Migranten- u. Arbeiterkinder stellt die Kostensituation nun mal ein Problem dar - das kann man nicht einfach wegdiskutieren, kleinreden oder ignorieren. Aber es sollte doch das Ziel sein, MEHR Chancengleichheit herzustellen und den relativen Akademikermangel hierzulande zu beheben.

    Ich halte es zudem für problematisch, junge Menschen massenweise in die Verschuldung zu treiben (und sie der Zinspolitik u.a. der KFW-Bank auszusetzen.)…

    Überdies werden durch Gebühren auch die falschen Anreize bei der Studienwahl gesetzt: Durch die Schulden gewinnt die finanzielle "Studienrendite" an Bedeutung, so dass weniger lukrative Studiengänge (z.B. Lehramt, Grundlagenforschung etc.) weniger nachgefragt werden.

  • 21.10.2008 08:49 Uhr

    von Barbara Kirsch:

    Abschreckung ist doch das, was durch die Studiengebühren erreicht werden sollte, oder? Nun ist das Ziel erreicht und das Geschrei geht los. Etwas spät, finde ich.

  • 21.10.2008 00:12 Uhr

    von Carsten:

    WEN in aller Welt wollte dies jetzt ueberraschen?
    Seit Beginn der Debatte war von Studenten- und Schuelerverbaenden ausdruecklich davor gewarnt worden, dass ein Studium auch ohne Gebuehren bereits einen erheblichen finanziellen Druck fuer Studenten und deren Familien erzeugen kann und die Einfuehrung von Studiengebuehren ohne ein weitreichendes, flaechendeckendes Stipendienangebot die Entscheidung fuer die Uni fuer viele potentielle Studierende unmoeglich, da schlicht zu teuer, machen wird.
    Dies war das zentrale Argument gegen die Gebuehren -und trozdem muessen "die Experten raetseln", warum den Unis nicht die Tueren eingerannt werden?
    PISA hin oder her: so dumm, dass sie nicht bis drei zaehlen koennten, sind noch nicht mal deutsche Schueler!

  • 20.10.2008 22:19 Uhr

    von Andy Limprecht:

    Im Jahr 2006 wurde eine Studie zum Thema "Akzeptanz von Studiengebühren" an der Friedrich-Schiller-Universität zu Jena von einem kleinen, aufbegehrenden Grüppchen durchgeführt. Die hohe Zahl von TeilnehmerInnen ermöglichte uns eine umfassende statistische Auswertung. Frau Schavan reagierte auf Anfrage mit einem laschen Statement (welches auf Wunsch per Mail von mir angefordert werden kann) und lies wohl selbst mal nachforschen...


    Mehr zur o.g. Umfrage unter: http://www2.uni-jena.de/Umfrage/


  • 20.10.2008 20:22 Uhr

    von M. K.:

    Es ist eine Unverschämtheit was den jungen Menschen hier zugemutet wird.
    Und meiner Meinung nach verstößt das ganze auch gegen das Grundgesetz, welches gleiche Bildungschancen für jeden angibt.
    Die Armen können es sich seit der Studiengebühren einfach nicht leisten zu studieren,
    armes Deutschland!

  • 20.10.2008 20:15 Uhr

    von Bildungsbürger:

    Es sind beileibe nicht nur die Studiengebühren, die den jungen Leuten das Studium schwer machen - nein, viele Berufe, die ein Studium voraussetzen sind in Deutschland durch die Politik (auch Steuerpolitik) und teilweise auch durch die Wirtschaft selbst unattraktiv geworden: Der Arzt wird in Deutschland ausgebeutet und kann mit eigener Praxis oder im Krankenhaus sich wahrlich nicht mehr zu den Wohlhabenden zählen.(Wenn man z.B. als Facharbeiter bei Airbus nach einer Lehre ohne Abitur mit 1800 Euro anfängt und als Assistenzarzt gerade mal das Gleiche netto bekommt, lohnt sich ein Studium mit Studiengebühren nicht mehr (auch rein finanziell nicht)!!! Lehrern hat man den Respekt kontinuierlich versagt und den Beruf durch die Bildugnspolitik fast unmöglich gemacht (alles Nervenbündel). Rechtsanwälte sind in der Breite auch nicht mehr so wohlhabend. Die Ingenieure und Wissenschaftler werden auch bis heute aus dem Land getrieben aus Mangel an Perspektiven oder Bezahlung. Deutschland erlebt einen Exodus der geistigen Elite - das hat man davon, daß in der Politik nur Mittelmaß und oft nicht mal mehr das den Ton angibt und sich immer mehr in Scheinwelten verliert und alles zu Tode reformiert und reguliert, sowie nur noch in einer Plastiksprache redet, die mit der Wirklichkeit nichts mehr zu tun hat.

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