In Bremen wurde ein Mahnmal für die Opfer des Völkermords in Namibia eingeweiht. Es soll Teil der Versöhnung und Wiedergutmachung sein. Doch von namibischen Opfergruppen kommt scharfe Kritik.von Gesa Koch-Weser
Sind sie vielleicht auf der falschen seite gelandet? Solche kommentare findet man normalerweise auf DieWelt.de ! Oder auf Pi-news....... Es gibt die Befehle und die tatsachen das die Herrero ausgerottet werden sollten! Tatsache ist, die koloniale vergangenheit deutschlands ist eine geschichte von rassismus,ausbeutung,vergewaltigung und rücksichtsloser und unmenschlicher gewalt!
06.07.2010 21:01 Uhr
von Beobachterin:
Mit steigendem Entsetzen verfolge ich seit einiger Zeit die Kommentare, die hier zu einigen Artikeln verfasst werden. Es ist unglaublich, mir wird teilweise richtig schlecht. Wie können Sie behaupten, Menschen, die davor flüchten grausam abgeschlachtet zu werden, seien selbst Schuld an ihrem Tod?! Dann sind wohl die Opfer des Nationalsozialismus auch selbst Schuld an ihrem Tod, hätten ja nicht jüdisch/homosexuell/"asozial" etc.pp. sein müssen???!!! So viel Dummheit und Ignoranz schreit zum Himmel! Und dann Wikipedia zitieren...da fällt mir nix mehr ein. Außer: KOTZ!!!
13.08.2009 17:42 Uhr
von Maja:
@Oliver: WENN die Redaktion den wikipedia-Artikel als Fachlektüre gelesen hätte, würden sich mir als Historikerin alle Nackenhaare sträuben. Wikipedia ist ein äußerst kritisch zu nutzendes Portal, das von jedermann erstellt wird. Es ersetzt keinesfalls das Lesen der relevanten Literatur. Ich empfehle die Lektüre von Jürgen Zimmerer und Joachim Zeller (Hrsg.): Völkermord in Deutsch-Südwestafrika. Der Kolonialkrieg (1904–1908) in Namibia und seine Folgen.
13.08.2009 16:26 Uhr
von Nick:
@ Oliver:
und wieder einmal werden die deutschen zu tätern gemacht wo sie doch die wahren opfer der ganzen sache sind, nicht wahr? Was schlagen sie vor, ein Mahnmal für die deutschen opfer des herero-aufstandes?
13.08.2009 14:58 Uhr
von Luftschloss:
Die Deutschen sind immer die alleinigen Bösen und wer das nicht so sieht relativiert. Morde an Deutschen Zivilisten von Hereros sind da störend. Auch die Tatsache das viele Hereos in die Wüste geflüchtet sind, aus Angst, das streitet keiner ab und trotzdem haben sie damit ihr elendiges verdursten z.T. selbst zu verschulden. Das reinigt unsere Vorfahren nicht frei von der Schuld, es muss aber einfach der Klarheit halber gesagt werden. Geschichte ist nicht einfach. Ich fragte meinen Vater immer bei Kriegsfilmen, wer sind die Bösen, er meinte das ist nie eindeutig zu sagen, es gibt kein schwarz und weiß, Geschichte hat viele Facetten.
13.08.2009 14:54 Uhr
von Tanja:
Dass Wikipedia keine verlässliche Quelle ist, lernt man bereits in der Oberstufe. Warum also sollten Journalisten darauf zurückgreifen? Vielleicht um ihr eigenes Blatt zu diskreditieren?
13.08.2009 14:13 Uhr
von mein name:
@ oliver
mich würde mal interessieren ob sie sich auch noch anders informieren als über wikipedia. das die redaktion sich nicht auf wikipedia verlässt ist eher erfreulich als zu kritisieren.
lesen sie doch mal ein buch zu dem thema und übernehmen sie nicht vorbehaltlos 'deutsche' positionen. eventuell rücken sie dann von dem im wikipedia-artikel vertretenen geschichtsrevisionismus ab. Wie wäre es bspw. hiermit: Joachim Zeller,Jürgen Zimmerer (Hrsg.): Völkermord in Deutsch-Südwestafrika. Der Kolonialkrieg (1904-1908) in Namibia und seine Folgen.
12.08.2009 22:48 Uhr
von Oliver:
Mich würde interessieren, ob die Redaktion vielleicht mal den Wikipediaartikel zum Thema gelesen hat:
Die Verschonungsbefehle Mahareros und der Großleute wurden bis auf wenige Ausnahmen beachtet, und Frauen und Kinder, die aufgegriffen wurden, zu deutschen Siedlungen geleitet. Dort waren sie willkommene (weil einzig präzise) Informationsquellen für den deutschen Stab. Die deutschen Männer wurden allerdings unterschiedslos auf oft grausame Weise getötet, häufig im Angesicht ihrer Familie. Berthold von Deimling, nach dem Ersten Weltkrieg Vorstand der Deutschen Friedensgesellschaft schreibt 1930 im Rückblick von der „bestialischen Roheit gegen Gefangene und Verwundete“, welche die Hereros übten.[21]
Und hier wird gesagt, die Herero hätten sich "gewehrt". Das ist also wehren, verstehe.
Leserkommentare
11.07.2010 20:08 Uhr
von hmmm....:
@Oliver
Sind sie vielleicht auf der falschen seite gelandet?
Solche kommentare findet man normalerweise auf DieWelt.de ! Oder auf Pi-news.......
Es gibt die Befehle und die tatsachen das die Herrero ausgerottet werden sollten!
Tatsache ist, die koloniale vergangenheit deutschlands ist eine geschichte von rassismus,ausbeutung,vergewaltigung und rücksichtsloser und unmenschlicher gewalt!
06.07.2010 21:01 Uhr
von Beobachterin:
Mit steigendem Entsetzen verfolge ich seit einiger Zeit die Kommentare, die hier zu einigen Artikeln verfasst werden. Es ist unglaublich, mir wird teilweise richtig schlecht. Wie können Sie behaupten, Menschen, die davor flüchten grausam abgeschlachtet zu werden, seien selbst Schuld an ihrem Tod?! Dann sind wohl die Opfer des Nationalsozialismus auch selbst Schuld an ihrem Tod, hätten ja nicht jüdisch/homosexuell/"asozial" etc.pp. sein müssen???!!! So viel Dummheit und Ignoranz schreit zum Himmel! Und dann Wikipedia zitieren...da fällt mir nix mehr ein. Außer: KOTZ!!!
13.08.2009 17:42 Uhr
von Maja:
@Oliver: WENN die Redaktion den wikipedia-Artikel als Fachlektüre gelesen hätte, würden sich mir als Historikerin alle Nackenhaare sträuben. Wikipedia ist ein äußerst kritisch zu nutzendes Portal, das von jedermann erstellt wird. Es ersetzt keinesfalls das Lesen der relevanten Literatur.
Ich empfehle die Lektüre von Jürgen Zimmerer und Joachim Zeller (Hrsg.): Völkermord in Deutsch-Südwestafrika. Der Kolonialkrieg (1904–1908) in Namibia und seine Folgen.
13.08.2009 16:26 Uhr
von Nick:
@ Oliver:
und wieder einmal werden die deutschen zu tätern gemacht wo sie doch die wahren opfer der ganzen sache sind, nicht wahr? Was schlagen sie vor, ein Mahnmal für die deutschen opfer des herero-aufstandes?
13.08.2009 14:58 Uhr
von Luftschloss:
Die Deutschen sind immer die alleinigen Bösen und wer das nicht so sieht relativiert.
Morde an Deutschen Zivilisten von Hereros sind da störend. Auch die Tatsache das viele Hereos in die Wüste geflüchtet sind, aus Angst, das streitet keiner ab und trotzdem haben sie damit ihr elendiges verdursten z.T. selbst zu verschulden. Das reinigt unsere Vorfahren nicht frei von der Schuld, es muss aber einfach der Klarheit halber gesagt werden.
Geschichte ist nicht einfach. Ich fragte meinen Vater immer bei Kriegsfilmen, wer sind die Bösen, er meinte das ist nie eindeutig zu sagen, es gibt kein schwarz und weiß, Geschichte hat viele Facetten.
13.08.2009 14:54 Uhr
von Tanja:
Dass Wikipedia keine verlässliche Quelle ist, lernt man bereits in der Oberstufe. Warum also sollten Journalisten darauf zurückgreifen? Vielleicht um ihr eigenes Blatt zu diskreditieren?
13.08.2009 14:13 Uhr
von mein name:
@ oliver
mich würde mal interessieren ob sie sich auch noch anders informieren als über wikipedia. das die redaktion sich nicht auf wikipedia verlässt ist eher erfreulich als zu kritisieren.
lesen sie doch mal ein buch zu dem thema und übernehmen sie nicht vorbehaltlos 'deutsche' positionen. eventuell rücken sie dann von dem im wikipedia-artikel vertretenen geschichtsrevisionismus ab. Wie wäre es bspw. hiermit:
Joachim Zeller,Jürgen Zimmerer (Hrsg.): Völkermord in Deutsch-Südwestafrika.
Der Kolonialkrieg (1904-1908) in Namibia und seine Folgen.
12.08.2009 22:48 Uhr
von Oliver:
Mich würde interessieren, ob die Redaktion vielleicht mal den Wikipediaartikel zum Thema gelesen hat:
http://de.wikipedia.org/wiki/Aufstand_der_Herero_und_Nama#Ausbruch_des_Aufstandes
Hier insbesondere folgenden Abschnitt:
Die Verschonungsbefehle Mahareros und der Großleute wurden bis auf wenige Ausnahmen beachtet, und Frauen und Kinder, die aufgegriffen wurden, zu deutschen Siedlungen geleitet. Dort waren sie willkommene (weil einzig präzise) Informationsquellen für den deutschen Stab. Die deutschen Männer wurden allerdings unterschiedslos auf oft grausame Weise getötet, häufig im Angesicht ihrer Familie. Berthold von Deimling, nach dem Ersten Weltkrieg Vorstand der Deutschen Friedensgesellschaft schreibt 1930 im Rückblick von der „bestialischen Roheit gegen Gefangene und Verwundete“, welche die Hereros übten.[21]
Und hier wird gesagt, die Herero hätten sich "gewehrt". Das ist also wehren, verstehe.