Heftige Proteste in Dänemark
Abgeschobene Iraker verhaftet
In fünf Städten haben landesweit zehntausend Dänen gegen die Abschiebung irakischer Flüchtlinge protestiert. Fünf von ihnen wurden in Bagdad inhaftiert. Andere sind untergetaucht.von Reinhard Wolff
Leserkommentare
11.09.2009 13:05 Uhr
von Tourist:
Ich war in den 1990 Jahren oft in Dänemark, habe dort Freunde besucht, das Land angesehen und sogar dänisch gelernt. Und obwohl ich ganz ohne Schleuserbande eingereist bin, keine Autos aufgebrochen habe und auch kein Muslim bin, sondern einfach nur deutscher Tourist war, konnte ich die Fremdenfeindlichkeit leider sehr oft bemerken, auch mir gegenüber. Das wurde damals mit dem 2. Weltkrieg entschuldingt, der 23 Jahr vor meiner Geburt stattfand. Erfahrungen, die ich weder in Israel noch in der ehemaligen Sovietunion gemacht habe, wo ich auch als Deutscher gelebt habe.
Dies trifft keineswegs auf alle Dänen zu, aber Dänemark hat ein Problem mit Fremdenfeindlichkeit, und daran sind nicht die Moslem schuld.
07.09.2009 08:58 Uhr
von aso:
@ Andreas II:
„...Rechtsradikale Parteien, Gesinnungen und dubiose politische Denkschulen suchen erfolgreich Anhänger....“:
Vielleicht sind die Dänen auch einfach „nachtragend“, und vergessen nicht so schnell, daß eine muslimische Pilgerschar mit u.a. gefälschten Bildern im Gepäck den Karikaturenstreit in arabischen Ländern erst aufkochte?
Und dazu beitrugen, daß Dänemark weltweit zum Haßobjekt wurde.
Vor diesem Hintergrund wundert es, daß noch so viele gegen die Abschiebung mehrfach abgelehnter Asylbewerber protestieren...
05.09.2009 18:55 Uhr
von karin bryant:
Vielleicht sollte man sich ein bischen ueber die Probleme informieren die in Daenemark durch eine Flut von Irakern entstanden sind.Auch in D.werden immer wieder Autos entdeckt mit denen Schleuser versuchen illegale Iraker nach D. zu bringen.
Daenen sind generell ein sehr tolerantes Volk und haben schon jetzt viele Asylbewerber aufgenommen und besonders mit den Leuten aus muslimischen Laendern gibt es spezielle Probleme,die zum Ergebnis haben dass viele Daenen sich gegen die staendig steigende Anzahl von Leuten aus dem Irak usw.,wehren.
04.09.2009 15:50 Uhr
von Andreas II:
Obwohl Dänemark in meinen Augen ein liberales Land ist und war, zeigt sich doch jetzt immer mehr, dass es mit der Toleranz bald vorbei ist. Natürlich suchen viele Flüchtlinge Schutz in Dänemark - das Land gehört inzwischen zu den wohlhabensten der Welt. Aber genau dieser Wohlstand legt auch Neid, Habgier, Kaltschnäuzigkeit und Ausländerfeindlichkeit an den Tag.
Früher konnten die Dänen immer auf die anderen zeigen und sagen, seht her, so läuft das also. Aber bei uns ... Nun, mit der Liberalität geht es Stück für Stück bergab. Rechtsradikale Parteien, Gesinnungen und dubiose politische Denkschulen suchen erfolgreich Anhänger.
Und der Druck der Wirtschaft und die Krise erreichen eben jetzt auch Dänemark, da steigen die Ängste, dass Dänemark so absteigen könnte wie Deutschland. Noch vor 30 oder 40 Jahren suchten einige Dänen ihr Glück in Deutschland, verdienten manchmal viel Geld und heute kommen die Deutschen. Aber nicht nur die: Es kommt eben die halbe Welt und das wird schön ausgeschlachtet für Fremdenhass und Ablenkungsmanöver.
@
Wer Deportation so einfach benutzt, der sollte sich selbst mal abtransportieren lassen - das finde ich nicht lustig.
04.09.2009 13:41 Uhr
von Armin:
@karinbryant:
Ja, es hatte bestimmt seine Gründe. Es hatte bestimmt auch seine Gründe, warum man im Mittelalter Autodafes abgehalten hat. Die Frauen hatten da nämlich rote Haare, das ist schon ein Grund, weshalb man sie verbrennen sollte.
Und noch n Tip, schreib Deine Kommentare doch künftig bei der National Zeitung.
Da bist Du besser aufgehoben.
03.09.2009 22:42 Uhr
von karinbryant:
Wenn die Daenen diese Iraker deportierten dann hatte das bestimmt gute Gruende.
03.09.2009 22:02 Uhr
von Andreas:
Border wäre richtiger...
Wie wäre es denn mit einem Volksentscheid? Das wäre demokratisch und angemessen, und weder eine linke noch eine rechte Minderheit können sich durchsetzen, sondern das, was die Mehrheit der Bürger möchte, wird - wie in einer Demokratie hoffentlich üblich und richtig - gemacht.
03.09.2009 15:13 Uhr
von Flo:
Ich hoffe die Aktionen bewirken etwas. Die Abschiebungen sind mehr als traurig. Wie kann man Menschen wissentlich in den Tod schicken???
No Boarder, No Nation, Stop Deportation!