• 12.02.2010

Guantanamo

Deutschland immer noch stur

Seit Obama wurden 48 Männer freigelassen, 15 von ihnen nach Europa, und führen ein normales Leben. Menschenrechtler fordern, dass auch Deutschland Häftlinge aufnimmt.von Ulrike Winkelmann

  • 24.02.2010 17:38 Uhr

    von das Selbst:

    Amis haben es verbockt und biegens wieder grade. So einfach ist das. Die Zeit in der man die Schuld auf Deutschland oder andere abwältzt muss endlich vorbei sein.

  • 17.02.2010 02:02 Uhr

    von Stefan:

    Zu diesem Thema hätte sehr gut gepasst, dass Amnesty International ihre Kampagne gegen Guantanamo auf Moazzam Begg aufbaut, dem Terror-Netzwerker in GB schlechthin.
    Könnten wir den nicht nach Deutschland holen? Wir haben noch nicht genug Al-Quaida-Agitatoren hier. Die sollen sogar ganz nett sein, wenn ,am sie in Ruhe "arbeiten" lässt.

  • 16.02.2010 09:52 Uhr

    von Kramski:

    Wenn die USA als Täter ihre unschuldigen Opfer nicht aufnehmen-wieso Deutschland? Aus Vasallengefolgschaft? Wo ist da ein Skandal oder Sturheit, bitteschön?
    Das 'Tätervolk', hier die USA, ist an der Reihe.

  • 12.02.2010 22:41 Uhr

    von UweRietmöller:

    Haftbedingungen in Guantanamo:
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    Bericht 1
    Diese Zellen seien sehr klein, ohne Licht und ohne Möblierung, mit nichts als einem kleinen Loch in der Mitte für das Urinieren und den Stuhlgang. Sie sind oft mit Ratten, Mäusen und Kakerlaken verseucht. Die Gefangenen dürfen in der Regel keinerlei Kleidung tragen und haben keine Liegegelegenheit.
    .
    Bericht 2
    Am 22. März dieses Jahres schrie ein 31jähriger Gefangener ... nach ärztlicher Hilfe, weil er seit einer Woche schwere Bauchschmerzen hatte. Statt ihm ärztlich zu helfen, wurde der Gefangene in eine Strafzelle verbracht. Ein für das "Umerziehungsprogramm" [verantwortlicher Offizier] befahl, daß zwei der dafür ausgebildeten Hunde des Gefangenenlagers in die Zelle gejagt wurden, um den Gefangenen zu attackieren.
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    Bericht 3
    Am 30. März wurde ... [ein] ... Gefangener ... Opfer brutalen Schlagens durch [einen Offizier], der dem Gefangenen mit einer Eisenstange auf beide Beine schlug, bis er in bewußtslos in einer Blutlache lag. Dies geschah in einer Strafzelle in Teil TO-500. ... Die [Zeugen sagten aus]: "Wir konnten aus der Entfernung bei jedem Schlag seine Knochen knirschen hören. Dann wurde er in diesem See von Blut wie eine Puppe aus Lumpen liegengelassen".
    .
    Bericht 4
    Ich war ein ganzes Jahr lang krank. Das Essen war manchmal verdorben, und das Wasser war schlammig und braun. Zweimal bekam ich Parasiten. Ich sagte dann der Ärztin: "Schauen sie, das Essen ist schlecht und manchmal verdorben. Das Wasser ist verunreinigt; wir dürften es nicht trinken." Darauf sagte sie: "Dafür bin ich nicht zuständig. Ich bin erst zuständig, wenn Sie krank werden." (...) Die Gefangenen werden so verstört, daß sie zur Selbstverstümmelung greifen. Ich sah, wie zwei Leute aus Plastiktüten eine heiße Masse schmolzen und ihre Hände dort hineinsteckten. Sie verloren ihre Hände, die amputiert wurden, und sie wurden aus medizinischen Gründen begnadigt. Andere fügen sich Stiche zu; schlucken Draht, kleine Löffel; nehmen Substanzen ein, die ihr Verdauungssystem schädigen. Kurzum, es ist eine Welt des Schreckens.
    .
    Bericht 5
    Anfang letzten Monats wurde ich unbekleidet zwei Tage lang mit Handschellen an die Zellentür gefesselt und erhielt in dieser Zeit keine Nahrung. Mir wurde angedroht, des Verbrechens der "Respektlosigkeit" angeklagt zu werden, weil ich mich gegen die physischen und psychologischen Mißhandlungen gewandt hätte, die an uns begangen werden. Ich litt eine Woche lang unter schweren Blutungen und erhielt keine medizinische Versorgung. Die vergangenen 19 Tage habe ich auf einem Holzbrett geschlafen, weil sie die Matratze aus meiner Zelle genommen haben.
    .
    Diese Berichte stammen von Häftlingen des Gefangenenlagers Guantánamo. Es wird von der cubanischen Regierung betrieben und beherbergt Kriminelle und politische Gefangene. Die politischen Gefangenen sitzen dort wegen Delikten wie versuchter Flucht aus Cuba und oppositionellen Äußerungen. Keiner von ihnen hat an einem bewaffneten Kampf teilgenommen.
    Und, liebe taz, wann kommt der Aufruf, diese Menschen hier aufzunehmen?
    Verstehe. Wir praktizieren positive Diskriminierung, warum also sollten die kubanischen Genossen nicht positiv foltern?

  • 12.02.2010 18:51 Uhr

    von grifter:

    Obama ist mit seiner Guantanamo-Strategie gescheitert.
    In den USA kann er die "unschuldigen" Terroristen nicht
    unterbringen. Deutschland sollte bei seiner klaren
    Haltung bleiben und keine Häftlinge aufnehmen. Es ist
    nicht die Aufgabe Europas,diese Leute zu resozialisie-
    ren. Das schaffen wir ja nicht mal mit den Straftätern
    im eigenen Land. Wer nicht in sein Heimatland zurück
    möchte, der muß eben in Haft bleiben.

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