Heute schon sind leistungssteigernde Psychopharmaka weit verbreitet. Dabei ist über deren Wirkung und Nebenwirkung nur sehr wenig bekannt.von Verena Weustenfeld
Das scheint ja ein lukratives Geschäft mit den Gehirnen zu sein. Schon die alten Nazipsychiater haben Gehirne konserviert. Mal sehen, wie lange es braucht bis die Menschen wieder herausfinden, daß sie keine Gehirne sind, sondern unsterbliche geistige Wesen.
22.04.2010 08:12 Uhr
von Tim:
Erstens lässt sich an der leichtfertigen Nutzung irgendwelcher Gehirnmärchen wie der magischen Zahl 10% recht gut erkennen, wer keine Ahnung von der Materie hat (das lose Umherwerfen von Begriffen wie Neurose und Psychose, wobei letzterer im Prinzip nicht mehr verwendet wird, ebenso), zweitens sind Stellungnahmen wie
"Wer die natürliche Funktion eines gesunden Gehirns für falsch hält und glaubt, sie mit Chemikalien verändern zu müssen, der ist psychisch hochgradig gestört."
einzig und allein subjektive Ansicht. Sind einige hier wirklich so engstirnig, zu glauben, ihre Meinung zu einem Thema sei ein bis auf biophysiologische Ebene geltendes Gesetz? Ein bisschen mehr Selbstreflektion wäre wünschenswert. Und um Gedanken in diese Richtung vorzubeugen: Nein,ich habe weder je Neuroenhancer benutzt noch habe ich es vor. Trauriger Weise scheint es vielen schlicht unmöglich, mal von einer automatisierten moralischen Grundverdammung wegzukommen, wenn das Thema nicht in etwas bekanntes oder gemochtes schlägt.
21.04.2010 22:24 Uhr
von DrogenSindDoof:
Wir leben bereits in einer biochemischen Umgebung. Es gibt kaum mehr natürliche Lebensmittel, chemische Lebensmittelfarbstoffe, chemische Geschmacksstoffe usw. Daneben noch die Enhancer in Stoffen, in Möbeln usw. Die Folgen sind diffizil und nicht einer bestimmten Substanz zuordenbar. Mit Psychopharmaka soll nun auch noch der Geist geformt werden. Ich weis, die Geisteswissenschaften stehen heute nicht sehr hoch im Kurs, aber jede „Verbesserung“ (soweit überhaupt nachweisbar) ist nur durch Einschränkung und Fokussierung möglich. Der Rest stirbt ab. Wir werden zu Robotern. Wollen wir dass den wirklich?
20.04.2010 11:49 Uhr
von hto:
@Claudia
"Menschheit" (multipel gespalten in systemrationalen Neurosen und Psychosen), die ihre Welt- und "Werteordnung" auf Naturgesetzmäßigkeiten aufbaut und somit an "gesundes" Konkurrenzdenken im "freiheitlichen" Wettbewerb glaubt (normal ist schizophren), die hat nicht einmal ein solches Gehirn verdient - und mit schwachsinniger Gentechnik wird auch schon kräftig daran gebastelt dieses für's System zu optimieren!?
20.04.2010 11:37 Uhr
von hto:
@Ellen
Und wenn man sich aufgrund bestimmter Erfahrungen bewußt ist, daß die Forschung mit der Ahnung von 10% der Hirnnutzung (die "göttliche Sicherung"!?) richtig liegt, dann wird angesichts der Überproduktion von systemrationalem Kommunikationsmüll jegliche Stimulans dieser "individualbewußten" 10% zum Blödsinn :)
Angesichts unseres "Zusammenlebens" wie ein Krebsgeschwür, haben die Selbstmörder (bewußt & unbewußt) die höchste Moral / das wahrhaftigste Verantwortungsbewußtsein.
20.04.2010 10:26 Uhr
von claudia:
>>Aber das Gehirn ist es eben nicht<< Nur, davon mal abgesehen: Wer die natürliche Funktion eines gesunden Gehirns für falsch hält und glaubt, sie mit Chemikalien verändern zu müssen, der ist psychisch hochgradig gestört.
20.04.2010 08:44 Uhr
von Ellen:
So lange davon ausgegangen wird, dass das Gehirn das jenige ist welches, kann man Menschen glauben machen, das sie hier etwas mit Tabletten tun können. Aber das Gehirn ist es eben nicht. Wenn man sich alleine mal vorstellt, wieviele Informationen ein Mensch hat und speichern kann, dann kommt doch mit Sicherheit die Frage auf "Gibt es da doch irgend etwas, das über all diesen physikalischen Dingen steht, oder?
19.04.2010 10:41 Uhr
von claudia:
>>Besser als Neuroenhancer können sein: Liebe,ein langer Spaziergang, was malen,mit Stöcken und Steinen was machen,Musik machen, Phantasie, sich Verbündete suchen-- alles, was einen in Kontakt mit sich selber bringt und das kostet meistens so gut wie nichts.<<
Kostet nichts, macht aber auch Menschen nicht so profitabel wie eindimensionalen Hochleistungs-Chemikalien...
17.04.2010 23:19 Uhr
von Struppi:
Habe letzte Woche auf n.tv einen Werbefilm über solche "leistunssteigernde" Pillen gesehen und fand es pervers. Die haben sogar vor den, für Medikamentenwerbung verpflichtenden, Warntext "Bei Risiken & Nebenwirkungen fragen Sie..." einen weiteren kurzen Hinweis "Bei Demenz, affinitiven Wirkungen & Depressionen..." geschaltet! "Bist du zu schwach, schluck dich fit!", oder so?! Erinnert dorch irgentwie an "GATACA", nicht.
17.04.2010 14:28 Uhr
von atypixx:
"Der Kauf der Medikamente wird nur auf Rezept möglich sein."
Sicher. Und Viagra bekommt man auch nicht übers Internet, da muss man schon den Weihnachtsmann drum bitten.
17.04.2010 11:31 Uhr
von schräger Tühp:
Das Thema, daß Sie hier bearbeiten, sollte nicht heißen "Neuroenhancement", sondern schlicht "Medikamentenmißbrauch". Mit den üblichen Ursachen wie Überlastung, Depressionen, "funktionieren" müssen.Letzteres erzählen uns andere und wir übernehmen diese Botschaft nur allzubereitwillig, wundern uns dann, warum wir den fremdkontrollieren Anforderungen nicht Genüge tun können und sind dann traurig. Neuroenhancer können helfen, Probleme zu lösen, sollten aber nicht vor dem Hintergrund von instrumenteller Funktionalität eingesetzt werden, sondern als Brücke, um an sich und seine Gefühlswelt besser heranzukommen. Die Menge macht das Gift. Gute,verständnisvolle Ärzte braucht´s, die sich mit dieser Materie dezidiert auseinandersetzen. Besser als Neuroenhancer können sein: Liebe,ein langer Spaziergang, was malen,mit Stöcken und Steinen was machen,Musik machen, Phantasie, sich Verbündete suchen-- alles, was einen in Kontakt mit sich selber bringt und das kostet meistens so gut wie nichts. Die besten Sachen im Leben gibt´s umsonst (aber nicht vergebens).
17.04.2010 08:08 Uhr
von Monika:
Ja, auch das Verbot von "recreational drugs" gehört zur Infantilisierung der Gesellschaft und dringend aufgehoben. Auch vor allem wegen der großen Bedeutung der Drogen-Prohibition für die Finanzierung des organisierten Verbrechens.
16.04.2010 21:23 Uhr
von claudia:
>>...bis dato noch halbwegs gesunde Menschen an ein immer kranker werdendes System anzupasssen.>>
...das sich damit selber reproduziert.
ich hatte immer behauptet, diese 24-Std.-Hochtourigaktivkeinezeitzumdenken-Typen würden koksen. Da hab ich wieder was dazu gelernt...
16.04.2010 13:51 Uhr
von Karl Kraus:
Infantilisierung der Gesellschaft? Durch ein Verbot bestimmter Dinge? Na dann... So ist also das Verbot psychisch zerstörerischer Substanzen (vulgo: Drogen) eine Infantilisierung. Dä! Aber vielleicht können wir es einfacher haben: Da es ohnehin nur auf Haben, Vorzeigen des Habens und Output (Leistunghihihihi) ankommt, könnten die, die wollen, einfach ein Handy, eine Packung Pillen und einen riiiiiesigen Fernseher kaufen und sich dann erschießen. Dann ist nur noch das übrig, was wirklich von Wert ist. Der fehlerhafte und nicht letztoptimierbare Müll, der noch am perfekten Output hindert, würde dann beerdigt. Unsere Gesellschaft ist zu faul, um wirklich fleißig zu sein.
16.04.2010 13:37 Uhr
von hto:
In Amiland geht der Trend zur Stimulans durch Implantate mit Reizstrom - man muß nicht erst Parkinson u.a. entwickeln, "Forschung ist die beste Medizin"!?
16.04.2010 13:08 Uhr
von horch:
ja, kein problem, wird ja keiner zu gezwungen werden, solche mittel zu nehmen... und wieso regen sich überhaupt so viele leute über doping im (rad)sport auf, ist doch jedermanns persönliche sache, und es wird ja auch niemand dazu gezwungen, sich zu dopen - genau...
16.04.2010 12:51 Uhr
von Frankster:
Ich betrachte diese Versuche des sog. Neuroenhancement lediglich als neue Mittel, bis dato noch halbwegs gesunde Menschen an ein immer kranker werdendes System anzupasssen.
16.04.2010 12:47 Uhr
von mati:
Ein interessanter Artikel, der das Thema aus vielen Perspektiven betrachtet, ohne sich in für Laien zu komplizierten Details zu verlieren. Sehr schön auch das Schlußwort, in welchem die Verantwortung des Einzelnen noch einmal angesprochen wird - die Dosis macht's letztlich, und dass man sich die Freude am nüchternen Leben bewahrt.
16.04.2010 11:46 Uhr
von co_abhaengige:
Als Ex-Partnerin eines Modafinil-missbrauchenden Pharmareferenten finde ich den Artikel verharmlosend. Der Biorhythmus, der dadurch entsteht, ist mörderisch! Tagelang weder essen noch schlafen, dann genau umgekeht, also richtig manisch-depressiv, zuletzt sogar Paranoia und bei jeder Kleinigkeit, jedem falschen Blick in die Luft gehend. Ich war so geblendet, aus Liebe und weil er ja vom Fach war ("ich weiss das, das hat keine Nebenwirkungen, ich bin vom Fach, du bist verkehrt und zu schlapp") Die Mitarbeiter werden von den Vorgesetzten aufgefordert, zu dopen, wenn sie Termine nicht einhalten können. Jetzt haben meine Nebennieren schlappgemacht, evtl. sogar Stressdiabetes...
Leserkommentare
02.05.2010 10:30 Uhr
von Robert Johannes:
Das scheint ja ein lukratives Geschäft mit den Gehirnen zu sein. Schon die alten Nazipsychiater
haben Gehirne konserviert. Mal sehen, wie lange es braucht bis die Menschen wieder herausfinden, daß sie keine Gehirne sind, sondern unsterbliche geistige
Wesen.
22.04.2010 08:12 Uhr
von Tim:
Erstens lässt sich an der leichtfertigen Nutzung irgendwelcher Gehirnmärchen wie der magischen Zahl 10% recht gut erkennen, wer keine Ahnung von der Materie hat (das lose Umherwerfen von Begriffen wie Neurose und Psychose, wobei letzterer im Prinzip nicht mehr verwendet wird, ebenso), zweitens sind Stellungnahmen wie
"Wer die natürliche Funktion eines gesunden Gehirns für falsch hält und glaubt, sie mit Chemikalien verändern zu müssen, der ist psychisch hochgradig gestört."
einzig und allein subjektive Ansicht. Sind einige hier wirklich so engstirnig, zu glauben, ihre Meinung zu einem Thema sei ein bis auf biophysiologische Ebene geltendes Gesetz? Ein bisschen mehr Selbstreflektion wäre wünschenswert. Und um Gedanken in diese Richtung vorzubeugen: Nein,ich habe weder je Neuroenhancer benutzt noch habe ich es vor. Trauriger Weise scheint es vielen schlicht unmöglich, mal von einer automatisierten moralischen Grundverdammung wegzukommen, wenn das Thema nicht in etwas bekanntes oder gemochtes schlägt.
21.04.2010 22:24 Uhr
von DrogenSindDoof:
Wir leben bereits in einer biochemischen Umgebung. Es gibt kaum mehr natürliche Lebensmittel, chemische Lebensmittelfarbstoffe, chemische Geschmacksstoffe usw. Daneben noch die Enhancer in Stoffen, in Möbeln usw. Die Folgen sind diffizil und nicht einer bestimmten Substanz zuordenbar. Mit Psychopharmaka soll nun auch noch der Geist geformt werden. Ich weis, die Geisteswissenschaften stehen heute nicht sehr hoch im Kurs, aber jede „Verbesserung“ (soweit überhaupt nachweisbar) ist nur durch Einschränkung und Fokussierung möglich. Der Rest stirbt ab. Wir werden zu Robotern. Wollen wir dass den wirklich?
20.04.2010 11:49 Uhr
von hto:
@Claudia
"Menschheit" (multipel gespalten in systemrationalen Neurosen und Psychosen), die ihre Welt- und "Werteordnung" auf Naturgesetzmäßigkeiten aufbaut und somit an "gesundes" Konkurrenzdenken im "freiheitlichen" Wettbewerb glaubt (normal ist schizophren), die hat nicht einmal ein solches Gehirn verdient - und mit schwachsinniger Gentechnik wird auch schon kräftig daran gebastelt dieses für's System zu optimieren!?
20.04.2010 11:37 Uhr
von hto:
@Ellen
Und wenn man sich aufgrund bestimmter Erfahrungen bewußt ist, daß die Forschung mit der Ahnung von 10% der Hirnnutzung (die "göttliche Sicherung"!?) richtig liegt, dann wird angesichts der Überproduktion von systemrationalem Kommunikationsmüll jegliche Stimulans dieser "individualbewußten" 10% zum Blödsinn :)
Angesichts unseres "Zusammenlebens" wie ein Krebsgeschwür, haben die Selbstmörder (bewußt & unbewußt) die höchste Moral / das wahrhaftigste Verantwortungsbewußtsein.
20.04.2010 10:26 Uhr
von claudia:
>>Aber das Gehirn ist es eben nicht<<
Nur, davon mal abgesehen:
Wer die natürliche Funktion eines gesunden Gehirns für falsch hält und glaubt, sie mit Chemikalien verändern zu müssen, der ist psychisch hochgradig gestört.
20.04.2010 08:44 Uhr
von Ellen:
So lange davon ausgegangen wird, dass das Gehirn das jenige ist welches, kann man Menschen glauben machen, das sie hier etwas mit Tabletten tun können. Aber das Gehirn ist es eben nicht. Wenn man sich alleine mal vorstellt, wieviele Informationen ein Mensch hat und speichern kann, dann kommt doch mit Sicherheit die Frage auf "Gibt es da doch irgend etwas, das über all diesen physikalischen Dingen steht, oder?
19.04.2010 10:41 Uhr
von claudia:
>>Besser als Neuroenhancer können sein:
Liebe,ein langer Spaziergang, was malen,mit Stöcken und Steinen was machen,Musik machen, Phantasie, sich Verbündete suchen-- alles, was einen in Kontakt mit sich selber bringt und das kostet meistens so gut wie nichts.<<
Kostet nichts, macht aber auch Menschen nicht so profitabel wie eindimensionalen Hochleistungs-Chemikalien...
17.04.2010 23:19 Uhr
von Struppi:
Habe letzte Woche auf n.tv einen Werbefilm über solche "leistunssteigernde" Pillen gesehen und fand es pervers. Die haben sogar vor den, für Medikamentenwerbung verpflichtenden, Warntext "Bei Risiken & Nebenwirkungen fragen Sie..." einen weiteren kurzen Hinweis "Bei Demenz, affinitiven Wirkungen & Depressionen..." geschaltet!
"Bist du zu schwach, schluck dich fit!", oder so?!
Erinnert dorch irgentwie an "GATACA", nicht.
17.04.2010 14:28 Uhr
von atypixx:
"Der Kauf der Medikamente wird nur auf Rezept möglich sein."
Sicher. Und Viagra bekommt man auch nicht übers Internet, da muss man schon den Weihnachtsmann drum bitten.
17.04.2010 11:31 Uhr
von schräger Tühp:
Das Thema, daß Sie hier bearbeiten, sollte nicht heißen "Neuroenhancement", sondern schlicht "Medikamentenmißbrauch".
Mit den üblichen Ursachen wie Überlastung, Depressionen, "funktionieren" müssen.Letzteres erzählen uns andere und wir übernehmen diese Botschaft nur allzubereitwillig, wundern uns dann, warum wir den fremdkontrollieren Anforderungen nicht Genüge tun können und sind dann traurig. Neuroenhancer können helfen, Probleme zu lösen, sollten aber nicht vor dem Hintergrund von instrumenteller Funktionalität eingesetzt werden, sondern als Brücke, um an sich und seine Gefühlswelt besser heranzukommen. Die Menge macht das Gift. Gute,verständnisvolle Ärzte braucht´s, die sich mit dieser Materie dezidiert auseinandersetzen.
Besser als Neuroenhancer können sein:
Liebe,ein langer Spaziergang, was malen,mit Stöcken und Steinen was machen,Musik machen, Phantasie, sich Verbündete suchen-- alles, was einen in Kontakt mit sich selber bringt und das kostet meistens so gut wie nichts.
Die besten Sachen im Leben gibt´s umsonst (aber nicht vergebens).
17.04.2010 08:08 Uhr
von Monika:
Ja, auch das Verbot von "recreational drugs" gehört zur Infantilisierung der Gesellschaft und dringend aufgehoben. Auch vor allem wegen der großen Bedeutung der Drogen-Prohibition für die Finanzierung des organisierten Verbrechens.
16.04.2010 21:23 Uhr
von claudia:
>>...bis dato noch halbwegs gesunde Menschen an ein immer kranker werdendes System anzupasssen.>>
...das sich damit selber reproduziert.
ich hatte immer behauptet, diese 24-Std.-Hochtourigaktivkeinezeitzumdenken-Typen würden koksen.
Da hab ich wieder was dazu gelernt...
16.04.2010 13:51 Uhr
von Karl Kraus:
Infantilisierung der Gesellschaft? Durch ein Verbot bestimmter Dinge? Na dann... So ist also das Verbot psychisch zerstörerischer Substanzen (vulgo: Drogen) eine Infantilisierung. Dä!
Aber vielleicht können wir es einfacher haben: Da es ohnehin nur auf Haben, Vorzeigen des Habens und Output (Leistunghihihihi) ankommt, könnten die, die wollen, einfach ein Handy, eine Packung Pillen und einen riiiiiesigen Fernseher kaufen und sich dann erschießen. Dann ist nur noch das übrig, was wirklich von Wert ist. Der fehlerhafte und nicht letztoptimierbare Müll, der noch am perfekten Output hindert, würde dann beerdigt.
Unsere Gesellschaft ist zu faul, um wirklich fleißig zu sein.
16.04.2010 13:37 Uhr
von hto:
In Amiland geht der Trend zur Stimulans durch Implantate mit Reizstrom - man muß nicht erst Parkinson u.a. entwickeln, "Forschung ist die beste Medizin"!?
16.04.2010 13:08 Uhr
von horch:
ja, kein problem, wird ja keiner zu gezwungen werden, solche mittel zu nehmen...
und wieso regen sich überhaupt so viele leute über doping im (rad)sport auf, ist doch jedermanns persönliche sache, und es wird ja auch niemand dazu gezwungen, sich zu dopen - genau...
16.04.2010 12:51 Uhr
von Frankster:
Ich betrachte diese Versuche des sog. Neuroenhancement lediglich als neue Mittel, bis dato noch halbwegs gesunde Menschen an ein immer kranker werdendes System anzupasssen.
16.04.2010 12:47 Uhr
von mati:
Ein interessanter Artikel, der das Thema aus vielen Perspektiven betrachtet, ohne sich in für Laien zu komplizierten Details zu verlieren. Sehr schön auch das Schlußwort, in welchem die Verantwortung des Einzelnen noch einmal angesprochen wird - die Dosis macht's letztlich, und dass man sich die Freude am nüchternen Leben bewahrt.
16.04.2010 11:46 Uhr
von co_abhaengige:
Als Ex-Partnerin eines Modafinil-missbrauchenden Pharmareferenten finde ich den Artikel verharmlosend. Der Biorhythmus, der dadurch entsteht, ist mörderisch! Tagelang weder essen noch schlafen, dann genau umgekeht, also richtig manisch-depressiv, zuletzt sogar Paranoia und bei jeder Kleinigkeit, jedem falschen Blick in die Luft gehend.
Ich war so geblendet, aus Liebe und weil er ja vom Fach war ("ich weiss das, das hat keine Nebenwirkungen, ich bin vom Fach, du bist verkehrt und zu schlapp") Die Mitarbeiter werden von den Vorgesetzten aufgefordert, zu dopen, wenn sie Termine nicht einhalten können. Jetzt haben meine Nebennieren schlappgemacht, evtl. sogar Stressdiabetes...