• 06.02.2010

Fünf Renter entführen Finanzberater

Opa schlägt zurück

Ein Finanzberater prellt Senioren um ihr Vermögen. Die verwirklichen den heimlichen Traum ruinierter Kleinanleger: Sie entführen den Mann. Eine Story voller Schurken.von Sunny Riedel

  • 23.03.2010 11:40 Uhr

    von Dagmar Schmidt:

    Heute findet ja das Urteil statt, es ist ein Witz das die überhaupt ins Gefängnis mußten, anders bekommt man ja sein Geld nicht wieder. Hut ab, vor den Rentnern.

  • 09.02.2010 15:56 Uhr

    von Marion Janssen:

    In diesem Fall geht es um Besitzer von Schwarzgeld.
    Im Gegensatz zur DG-Misere der Volksbanken:
    Über 20.000 Anleger haben ihrer Volksbank ihr brav und redlich verdientes Erspartes anvertraut - und das gleiche Schicksal erlitten. Aus der "sichereren, wertbeständigen Altersvorsorge" ist ein Totalverlust geworden.Es würde mich kein Bisschen wundern, wenn demnächst weitere Entführungen passieren, denn die Volksbanken zeigen sich besonders uneinsichtig, wenn es um die Entschädigung geprellter Anleger geht. Und ich würde es den "Volks-Verräter-Bankern" auch gönnen, mal so richtig in den Schwitzkasten genommen zu werden.

  • 09.02.2010 12:55 Uhr

    von vobageschaedigt:

    So sollte man mit allen Anlagebetrügern umgehen!
    Der Anlagebetrüger wusste von Anfang an, dass er mit dem Geld fremder Leute spekulierte und hat auch den Gesamtverlust in Kauf genommen.
    Nur den Anlegern wurde wohl nichts gesagt!
    Hoffentlich ist das Gericht so helle und erlässt eine
    minimale Strafe!

  • 09.02.2010 09:42 Uhr

    von Bernd Wucherpfennig:

    ...mal wieder die Falschen, nämlich die Betrogenen erwischt und n i c h t den eigentlichen Betrüger. Der kann sich vom geprellten Geld Kreativ-Anwälte leisten und gar von weiterer Freiheit träumen. Wie ungerecht, unsozial und das unter den Augen von Politik und Gerichten.
    Solche Machenschaften sind doch üblich, wie es das Beispiel der maroden DG Fonds der Volksbanken zeigen. Dort haben auch die Drahtzieher Millionen Euro eingesammelt, verbraten, verteilt unter Volksbanken etc. Jeder Kunde dieser "Volks"banken sollte daran denken, wenn er sich "Empfehlung" oder "Beratung" bei einer Volksbank einholt.

  • 09.02.2010 09:19 Uhr

    von vobaopfer:

    Deutschland scheint ein Mekka für Anlagebetrüger zu sein, wie dieser James A. dies wohl erkannt hat. Ist doch kein Einzelfall, denn zigtausend Kleinanleger, „beraten“ einst von Volksbanken gingen auch auf solcherlei „Empfehlungen“, als „sichere Anlage“ etc. ein und vertrauten den als „seriös“ und „volksnah“ auftretenden Volksbanken. Die Anleger beklagen den Verlust von ca. 800 Millionen Euro, die sich Volksbanken, DZ Bank u.a. an Gebühren, Zinsen etc. in die Bücher gebracht haben. James A. hat, wie andere (Volksbanken) erkannt, wie man an das Geld von Anlegern herankommt.
    Der Schaden, der durch diese Machenschaften entstanden bleibt vielfach ungesühnt, denn die verantwortlichen Macher (u.a. Volksbanken, DZ Bank) können sich vom geprellten Geld noch teure, willige Anwälte leisten, wie es das Beispiel um den Immobilien Skandal der Volksbanken um die DG Fonds zeigt.

  • 08.02.2010 21:29 Uhr

    von Betrogener:

    Wieder sitzen die Falschen in Untersuchungshaft.
    Hätte unsere Justiz den Finanzberater gleich nach dem Finanzbetrug weggesperrt, wäre sowohl dem Finanzberater als auch den rührigen Rentnern einiges erspart geblieben. Da die Rentner wußten, daß unsere Justiz den Abzocker frei und ungestraft laufen und weiter handeln läßt, ist Selbstjustiz das einzig wahre und geeignete Mittel, unsere Mitbürger vor weiteren Betrügereien zu verschonen.
    Es ist schlimm, zu wissen: Da sitzen ein paar Couragierte in U-Haft, während der Finanzberater sein Unwesen ungestraft weiter treiben kann.

  • 08.02.2010 17:25 Uhr

    von Amos:

    Wie wäre es mit dem Bundesverdienstkreuz für diese
    couragierten Opas? Anstatt, das Gericht diese Opas verurteilt, sollte es lieber die "Boni-Jäger" mal zu
    Sozialstunden verurteilen-, denn die wissen gar nicht
    mehr was sozial bedeutet.

  • 08.02.2010 16:55 Uhr

    von Melanie Gatzke:

    Mit solchen Zwischenfällen werden wir in Zukunft weiter rechnen müssen. Nach allem , was die letzten Jahre gelaufen ist, alles nur noch eine Frage der Zeit.
    Der Schock bei vielen über verlorene Altersreserven löst sich irgendwann auf, dann kommt der blanke Zorn zum Vorschein. Dann fangen viele erst an zu begreifen was da passiert ist. Dann, wenn die Schockstarre verschwindet, wird es kritisch.
    Wer nichts mehr zu verlieren hat , ist bekanntlich zu allem fähig.
    Viele werden sich noch nach Rache sehnen und Rache suchen.
    Es kommen noch prekäre Zeiten.
    So mancher sollte sich warm anziehen.
    die nächstze große Geldvernichtungswelle ist doch schon im Anmarsch.
    Für beide Seiten gilt natürlich auch: Mitgefangen mitgehangen.Wer sich aus diesem momentan Finanzmarkt beteiligt, muß wissen, was ihn möglicherweis.e erwartet. Heute kann es jeder wissen.

  • 08.02.2010 16:53 Uhr

    von Nicht Bernd:

    @Kasimir Hübner : Dann lernt er/sie daß 12% nur mit horrendem Risiko möglich sind, oder eben mit Betrug.

    Holla, sind Sie Bänker? Horrendes Risiko bei 12%? So ein Schwachsinn!!!Bei horrendem Risiko reden wir von ca 60-70%, Mann! Bei 12% hat man im Normalfall höchstens ein mittleres Risiko. Ach ja, meine Frau ist Anlageberaterin (unabhängig), ich selbst habe jahrelang Bankberater getestet, daher mein fundiertes Wissen. Bankangestellte und abhängige Anlageberater können einem Kunden allerdings oft nur mittelmäßigen Kram verkaufen.

  • 08.02.2010 16:50 Uhr

    von Robby:

    Der Staat schafft es schon lange nicht mehr, seine Bürger zu schützen. Also bleibt nichts anderes übrig, Recht und Ordnung in die eigene Hand zu nehmen. Ob Mietnomaden, ausländische Kriminelle oder Bankster, alle geniessen sie den Schutz unseres Staates. Schon seltsam. Das die Justitz immer noch ein Urteil "im Namen des Volkes" abgibt finde ich schlichtweg einen Skandal.

  • 08.02.2010 11:43 Uhr

    von Meinname:

    Es kann doch nicht sein, dass diese Bande von Finanzhaien mit ihrem Treiben immer wieder durchkommt. Irgendwie geschieht es ihm doch ganz recht. Wenn man dann sagt, die Opfern hätten bekommen was sie verdienen, nur weil sie reich waren und ihre Vermögen gewinnbringend anlegen wollten, dann klingt das arg nach reinem Sozialneid. Die meisten Leute würden das doch auch versuchen, ihr Vermögen - egal wie hoch oder geringfügig es nun ist, gewinnbringend anzulegen. Außerdem zocken die Finanzberater in der Regel genauso auch arme Rentner ab, die einfach ihr magere ersparte Rente anlegen wollen. Moralisch betrachtet ist es imho NICHT das Gleiche, was beide Parteien getan haben.

  • 07.02.2010 07:59 Uhr

    von saalbert:

    "Fünf Renter entführen Finanzberater" - Echt - "Renter"?

  • 07.02.2010 01:33 Uhr

    von Martin:

    Wie der Artikel schon sagt: Der Finanzberater war nicht gieriger als seine Kunden. Moralisch ist da niemand fein raus.

  • 07.02.2010 01:10 Uhr

    von Daniel F.:

    "smarten Bankern und aalglatten Finanzberatern" wird so lange gerne geglaubt, wie sie das eigene vermögen (hier 2,4 millionen: nicht gerade ein kleinanlegerbetrag oder?!) zu vermehren wissen. auf kosten von natur und anderen menschen, denn: irgendwer muss die zeche ja logischerweise zahlen, geld und güter entstehen nicht einfach aus dem nichts!

    misslingt das magische geldherbeizaubern aber, gilt es als gerechtfertigt und bisweilen heroisch, sich an den fiesen "betrügern" und "schurken" an der börse schimpfend zu stoßen oder wie im vorliegenden fall noch weiter zu gehen.

    für mich gibt es keinen großen unterschied zwischen banker, finanberater und co. sowie deren kunden, den anlegern. alle samt versuchen sie auf unehrliche und egoistische art und weise ihren eigenen vorteil- und pfeifen auf alles und alle die drunter zu leiden haben.

    ich habe genug davon, dass das "casino" nur dann bemäkelt wird, bleiben die gewinne aus.

    das ist schizophren und einfach nur zum kotzen.

    wer an der börse mitmischt, kann nicht opfer genannt werden. die stilisierung dieser möchtegern aktienmillionäre zu postmodernen robin hoods ist ein fetter griff ins moralische klo.

    helden sind die, die beim ausbeuterzirkel börse gar nicht erst mitmachen und ihre resourcen für solidarische und ökologische zwecke einsetzen.

  • 06.02.2010 15:38 Uhr

    von Andi:

    Wer frei von aller Schuld,
    der werfe ersten Stein.


  • 06.02.2010 13:32 Uhr

    von jimmygjan:

    @Kasimir Hübner

    anstatt hier "kluge" Sprüche abzugeben, sollten Sie sich einmal fragen wer denn hier die kriminelle Ursprung gesetzt hat. Das war ja wohl der Finanzberater! Weiterhin zu erklären, dass die "Opas" dumm seien, weil Sie an eine Rendite von 12% geglaubt haben, ist noch mehr daneben. Wenn ein Berater diese Rendite als sicher und seriös bezeichnet, dann ist das ein glatter und verachtenswerter Betrug an diese älteren Menschen, die darüber hinaus aufgrund ihres alters einen besonderen Schutz bedürfen.

    Selbst mit diesem Beitrag werden Sie es nicht schaffen Sympathien für diese asozialen Finanz- und Bankberater zu wecken. Es hat auch den Anschein, als wenn Sie auch zu dieser Gruppe von Menschen gehören.

    Für mich gehören dieser Betruger ins Gefängnis und aufgrund der schwere der Schuld auch für eine sehr lange Zeit ohne irgendwelche Vergünstigungen im Strafvollzug zu erfahren. In diesem Fall schreiben leider unsere Gesetze vor, dass dennoch eine Starfaussetzung zur Bewährung für eine Reststrafe möglich ist. Nach meinem Empfinden haben das diese Bank- und Finanzberater in keiner Weise verdient. Nach meiner Auffassung sind diese kriminellen Bank- und Finanzberater in der Haft zu behandeln, dass gerade so ein menschenwürdiger Strafvollzug möglich ist.

    Dieses asoziale "Gesocks" verdient keinerlei Verständnis unserer Gesellschaft, weil die Gesellschaft letztendlich für den Schaden aufkommen muss, den diese Kriminellen verursacht haben.

    Die Opas hingegen verdienen unser Verständnis und ich bin mir sicher, dass bei der Strafzumessung gewürdigt wird, das die Opas vom "Opfer" betrogen wurden.

  • 06.02.2010 10:24 Uhr

    von Jared J. Myers:

    Da bieten sich doch als Besondere Erzieherische Maßnahme für alle Beteiligten ein paar Jahre Sozialarbeit im Asyl für Obdachlose an - unter strenger Aufsicht, versteht sich, damit niemandem mehr die Hemden zerrissen werden...

  • 06.02.2010 07:45 Uhr

    von Kenilej:

    Deutschland braucht viel mehr dieser "Gesetzlosen".
    Unsere Justiz hat sich in zahlreichen Urteilen der Vergangenheit selbst die Befähigung abgesprochen, tatsächlich und in angebrachter Form 'Recht' zu sprechen. Damit stellt die Justiz den Gewaltmonopolanspruch des Staates selbst in Frage und muß sich über die Konsequenzen nicht wundern.

    Mein persönlicher Respekt für die beiden Rentner und jede Menge Verachtung für die Justiz.

    eine Infagrestellungist kein geeignetes Instrumentarium, um

  • 06.02.2010 07:18 Uhr

    von Chris:


    ...das ist schon eine etwas eigenwillige Form von Zivilcourage, die auf den ersten Blick sympathisch wirkt, aber mir allem Angst macht.

    Wenn solche Aktionen allgemein Sympathien auslösen, muss man sich ernsthaft fragen, woher das kommt. Ist es einfach nur die 'witzige' Geschichte, oder hat eine Großzahl der Menschen bereits das Gefühl, dass unser Rechtsstaat nichts mehr mit Moral und Anstand zu tun hat, sondern mehr ein Instrument für Lobbys, Banker, Hoteliers, Betrüger und andere Kriminelle ist.

  • 06.02.2010 01:51 Uhr

    von robert:

    pack schlägt sich, pack verträgt sich

  • 05.02.2010 22:41 Uhr

    von Fritz Teich:

    Schoene Geschichte ohne nur Gute und nur Boese

  • 05.02.2010 20:51 Uhr

    von transit:

    VolksMafia rächt sich an MiniGanoven.

  • 05.02.2010 19:29 Uhr

    von Kasimir Hübner:

    Der Anlageberater ist ein Krimineller und die Betrogenen spielen die Opferrolle gut. Aber mildernde Umstände sind nicht drin. Wer viel Geld anzulegen hat, muss mal ein Buch über Anlage lesen. Dann lernt er/sie daß 12% nur mit horrendem Risiko möglich sind, oder eben mit Betrug. Garantierte 12% gibt es nicht, nie, nirgends. Sich erst dumm stellen und wenn es dann schief geht das Opfer geben - schon das ist blöd. Aber jemand entführen? Das ist kriminell.

  • 05.02.2010 15:54 Uhr

    von guapito:

    Ohne grenzenlose kapitalistische Gier würde es solche Probleme gar nicht geben.
    Hoffentlich schlägt sich diese Seuche im Rausch des sinnentleerten Materialismus gegenseitig kaputt.

  • 05.02.2010 14:31 Uhr

    von fabian:

    Die Robin Hood Dame lässt grüßen! ;-)

  • 05.02.2010 14:21 Uhr

    von H0wkeye:

    Irgendwie scheint da jeder zu bekommen, was er verdient hat. Und das gleich doppelt. Steuerhinterzieher werden um ihr Hinterzogenes geprellt, Anlagebetrüger werden entführt und am Ende gibt's dann vielleicht ein Showdown vor Gericht, in dem alle hinter Gittern landen.

    Mitleid oder gar Sympathie empfinde ich allerdings für keine der beteiligten Personen.

  • 05.02.2010 13:53 Uhr

    von Nicht Bernd:

    Klasse haben die das gemacht.

  • 05.02.2010 13:47 Uhr

    von Udo Radert:

    Daraus könnte, sollte und wird man vielleicht sogar mal einen Film machen. :-)

    Natürlich ist Entführung absolut kein Spaß, sondern schon ein richtiges Verbrechen, aber ich zumindest würde den Opas *in diesem speziellen Falle* doch (reichlich) mildernde Umstände geben. :-)

    Ich persönlich bin nun alles andere als ein Radikalinski aber trotzem, wenn ich sowas lese, dann flüstert mir der etwas dunklere Engel auf meiner einen Schulter doch zu:

    "Gut zu wissen, dass selbst bei uns kriminelle Betrüger mitunter immer noch gefährlich leben - wenn auch nicht etwa dank des Staates, bzw. unserer Justiz."

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