Friseur-Discounter gegen kleine Geschäfte
Der Kampf um die Köpfe
Hart Zeiten für Friseure: Vor allem kleine Salons sehen ihr Geschäft von Discountanbietern bedroht - wie der von Andrea Melte. Sie setzt auf persönlichen Service gegen Dumpingpreise.von Christoph Gurk
Leserkommentare
02.09.2010 21:38 Uhr
von Christina Kühnel:
Wieso ich vor Jahren zur Anhängerin der Discountfriseure geworden bin? Weil ich dort nicht nach Geschlecht zu zahlen hatte, sondern nach Haarlänge! Meiner Meinung nach hat das Friseurgewerbe sich die Abwanderung der Kunden auch ein Stück weit selbst zuzuschreiben. Muffige, altbackene Salons und Tarife, nach denen ich als Frau mit (damals) maschinenschnitt-tauglicher Kurzhaarfrisur trotzdem das Doppelte zu zahlen hatte wie männliche Kunden...
02.09.2010 17:15 Uhr
von diplom_hartzi:
Als das vorletzte Mal im Discounter so eine kaugummikauende, nach Zigarettenqualm stinkende 18jährige angelatscht kam und mich anpflaumte: "Ab oder nicht ab, habe ich gefragt!" und beim letzten Mal die Friseuse an meinem Kopf langtastete, weil sie die Brille vergessen hatte, werfe ich lieber zu Hause die Maschine an. Schließlich soll Hartz IV die Eigeninitiative steigern. Zum richtigen Friseur gehe ich nur noch vor einem Vorstellungsgespräch, sollte das mal erfolgreich ausfallen, auch wieder öfter.
01.09.2010 17:41 Uhr
von emil:
ich bevorzuge die lustigen discountketten. dort zahle ich immerhin 15 euro, für wen auch immer.
die vorteile für mich sind, dass ich in völliger anonymität einen haarschnitt bekomme.
ich muss kaum mit den leuten reden, die sind mitunter seit dem letzten besuch andere und überhaupt ist mir persönlich ein kühler distanzierter, ja gerne mit grässlicher musik beladener hochglanzsalon lieber als eine tratschnudel wo ich mich nicht wohlfühle, weil die atmosphäre eher familiär ist, in welcher ich aber in einer für mich intimen situation so gar nicht sein will.
das also, was die nichtketten nach diesem artikel machen könnten, ist genau das, was mich von ihnen abschreckt. irgendeine bindung.