Seitdem ich nicht mehr fernsehe, grundversorge ich mich anderswo. Und stehe damit nicht allein: Die Nichtfernseher werden immer mehr, denn Fernsehen ist zwar nicht böse, macht aber blöde.von Arno Frank
Mein schönstes Erlebnis war auch mit der GEZ, kurz nachdem ich bei meinen Eltern in meine erste eigene Wohnung eingezogen bin:
GEZ: Warum haben Sie sich denn nicht gemeldet? ich: Weil ich nichts zu melden habe? G: Sie haben keinen Fernseher? i: Nein. G: Sie haben kein Radio? i: Nein. G: Aber sie haben ein Autoradio! (triumphierend) i: Ich hab nicht mal ein Auto! (skilled) G: Hand aufs Herz. Sie haben wirklich NICHTS?!
Hab die gute Dame dann reingebeten. Sie guckt sich um:
G: Ist das bei Ihnen so eine Glaubenssache? i: O_o
Damals standen PCs noch nicht auf der Liste. Mittlerweile bezahle ich sogar freiwillig für meinen PC, da ich die ARD und ZDF Mediatheken dann doch ab und zu mal für Nachrichten oder "Neues aus der Anstalt" nutze. Aber die privaten vermisse ich echt nicht!
Das Leben kann so schön sein...
12.09.2009 10:44 Uhr
von N.A. Eichler:
Peter Sloterdijk, der seit der "Kritik der zynischen Vernunft" nichts Vernünftiges mehr zustande gebracht, das kognitive Handtuch geworfen hat und als Ausweg, nach eigenem Bekunden, nur noch "postmodern" Spatzenhirn-schwafelt und -deliert, hat trotzdem in einem seiner Essays versehentlich noch einen wichtigen Schlüsselgedanken formuliert; sinngemäß: "Man muß diese Kultur einmal für eine Weile verlassen haben, um sie richtig zu sehen und in ihrer begrenzt-beengenden Idiotie und Geistlosigkeit zu erkennen." Und damit zu einer atmungsaktiven, freien und gesund-lichtvollen Geisteshaltung zurückzufinden. Wem dieses "Aussteigen" nicht einmal auf Zeit möglich ist, für den bietet der Bruch mit der täglichen mentalen Laufstallgitter-Erneuerung zur Aufrechterhaltung der omphaloskopischen Verblödungsparadigmen als "intaktes Weltbild" eine gute Option, sich von der ignorant-kognitionsunfähigen "embedded idiocy" des ach-so-kritisch-bewußten Konsum-Zeitgenossen, wie sie sich in den vielen negativen Kommentaren von den Jens Schlegels, Rolffs, vics, radolins und Konsorten als eben genau das darstellt, zu befreien und zur erweiterten und klareren Weltsicht und Daeinshaltung des "Entbundenen" zurückzufinden, mit allen Lebens- und Selbstverwirklichungsoptionen, die nur ein befreites Denken überhaupt erst erkennen kann.
12.09.2009 01:03 Uhr
von glotzTV:
Da sag ich nur: Throw away your Television! Yeah!
04.09.2009 16:30 Uhr
von egon:
ich verstehe deinen punkt hto, aber es ist doch auch so, wenn man sich mit einem hammer auf dem kopf rumklopft kommt vielleicht auch die erleuchtung. dann sieht man vielleicht auch wieder fern, denn kapitulieren ist nicht drin, auch nicht vor dem systemrational! eher wird der hammer geklopft bis wir fernsehen mit paradiesblick bzw. keinem paradiesblick wie du.
01.09.2009 13:57 Uhr
von hto:
Das Problem mit euch leichtfertigen Konsumautisten im Glauben an "Individualbewußtsein" ist, ihr seid dermaßen demoralisiert, frustriert, abgestumpft und bis in die Tiefe eures Bewußtseins durch die gewöhnliche Überproduktion von systematischem Kommunikationsmüll konfus-gespalten, so daß ihr immer leichtfertig systemrational kapituliert, vor allen manipulativen Symptomen dieses zeitgeistlich-"freiheitlichen" Systems im Wettbewerb um ..., und dann eure manipulativen Neurosen und Psychosen in blödsinnigen Forderungen und Aktionen auslebt.
Die Glotze könnte spannend, konstruktiv / bewußtseinsentwickelnd sein, wenn ihr die euch selbst gegebenen Grenzen der Bewußtseinsbetäubung im geistigen Stillstand seit der "Vertreibung aus dem Paradies" / der gebildeten Suppenkaspermentalität auf Sündenbocksuche bereit wäret zu überschreiten - allein es fehlt der Mut für Glaube an eindeutige Wahrheit!?
30.08.2009 22:39 Uhr
von Guntram:
Als mich auch South-Park nicht mehr wirklich interessierte kam der Apparat in die Garage; weiß nicht mehr wann das war. Das Radio auch zwecks GEZ-Hygiene. Seither lohnt sich der teure Plattenspieler. Bücher werden nicht mehr nur gekauft, kann man auch lesen oder z B mal wieder Klavierspielen. Eine Diskussion des Phänomens "Nichtgucker" fände ich spannend. Würde mich freuen in der Zeitung darüber zu lesen.
30.08.2009 13:54 Uhr
von Chris M:
Ich bin bekennender Fernsehgucker. Und, auch wenn es mir hier viele nicht glauben werden, ich bin glücklich dabei! Ich unterhalte mich trotzdem mit meiner Frau. Ich lese trotzdem. Und höre Musik. Und habe auch soziale Kontakte. Wie hieß es doch in einem der Kommentare: Es wird also nur der Content bereit gestellt und dann kann sich der Konsument das angucken - oder eben auch nicht. Das ist doch beim Fernsehen genau so. Nur eben mit dem Unterschied, daß der Content zeitlich begrenzt ist. Das verdutzte Gesicht des netten Herrn von der GEZ habe ich auch gesehen, als ich ihm sagte, daß ich bereits zahle und daß er gerne von der Straße aus überprüfen könne, ob es unangemeldete Geräte in meiner Wohnung gibt. Der Schrott im Internet wird immer mehr. Die Werbung auch. Und die "erst-Bezahlen-dann-gucken-Seiten" werden auch immer mehr. Der Unterschied zum Fernsehen schwindet. Es kommt die Zeit, da wird es ein neues Medium geben. Und dort wird es die stolzen Internet-Abstinenzler geben.
30.08.2009 13:04 Uhr
von Ilona:
Jeder kann selbst entscheiden, was er sich ansehen möchte. Ich lese, gehe ins Kino, schaue auch fern. Auf 'aspekte' oder 'kulturzeit' möchte ich nicht verzichten.
29.08.2009 20:05 Uhr
von radolin:
Ihren Kommentar hier eingeben Hallo Herr Frank, ein guter Therapeut sollte Ihnen helfen können, wenn Sie sich beim Einschalten eines Fernsehgeräts wie unsittlich berührt fühlen.Da scheint einiges in Unordnung zu sein. Wer löffelt schon ein ganzes Glas Nutella aus?! Offensichtlich bereitet Ihnen der maßvolle Umgang mit den Gegenständen und Dingen des täglichen Lebens einige Schwierigkeiten. Kommentator Schlegel hat oben schon darauf hingewiesen, "Askese hilft nur denen, die nicht mündig mit einem Medium umgehen können." Und ja: Alles ist halt blöde, nur man selber nicht. Ein solcher nennt sich dann "Kulturoptimist".
29.08.2009 15:09 Uhr
von Max:
Wirklich revolutionär wäre es doch ohne Internet zu leben. Aber das ist leider nicht wirklich möglich will man kein Einsiedler sein.
Zeit verdaddeln kann man online mindestens genauso gut wie mit der Glotze und das Internet wird zunehmend wie das Fernsehen. Klar, Qualität gibt es auch ab und zu aber der Schrott wird immer mehr.
29.08.2009 02:10 Uhr
von vic:
@ Johann: "Ich bin mündig genug, um aus dem vorhandenen Fernsehprogramm selbst das Sinnvolle herauszufiltern und mir anzusehen."
Dem schließe ich mich an!
28.08.2009 21:49 Uhr
von Achim:
Aus drei Probemonaten "ohne" wurden soeben drei glückliche Jahre. Es werden wohl noch viel folgen.
28.08.2009 21:10 Uhr
von Küstenstelze:
Seit Jahren kommt mir diese schriftliche Anfrage der GEZ ins Haus, ob ich nicht vielleicht vergessen hätte, den Fernseher anzumelden. Anfangs habe ich noch brav geantwortet, ich hätte keinen mehr und würde auch wahrscheinlich nie wieder einen besitzen. Inzwischen schreibe ich Kommentare auf das Formular, wie z. B. ob man sich ein Leben ohne Fernseher nicht vorstellen könne, ob man nun Mitleid mit mir habe usw. Ohne Briefmarke, mit dem Vermerk "Porto zahlt Empfänger" geht dann das Papier unterschrieben zurück. Scheint auch anzukommen. Aber man verfolgt mich nun auch am zweiten Wohnsitz. Dabei habe ich zwei Radios gemeldet. Was passiert, wenn ich die nun auch noch abschaffe? Dann erhalte ich mit Sicherheit eine Vorladung und muss an den Lügendetektor. Aber wenn der dann piept, hat er gelogen, nicht ich.
28.08.2009 19:35 Uhr
von brot:
ab heute ohne tv anschluss, mal sehn obs schlimmer wird als mit dem rauchen aufhoeren.
der hdtv wird trotzdem bleiben, immerhin gibt es filme nicht nur ueber kabel/sat/dvbt.
28.08.2009 18:03 Uhr
von BoeltZwoelf:
Vor etwa zehn Jahren habe ich meinen Fernsehapparat gegen einen guten Plattenspieler eingetauscht. Da hatte die Glotze bereits ca. fünf Jahre ungenutzt bei mir herumgestanden. Womöglich liegt es daran, daß ich mit sogenannten „Push-Medien“ nicht gut zurechtkomme: ich möchte jederzeit Zugriff auf die Medieninhalte haben können, die mich interessieren. Dafür umständlich Programmzeitschriften zu studieren und einen Recorder zu „programmieren“ ist mir viel zu aufwendig. An nur mit solchem Aufwand gezielt und frei auszuwählender „Unterhaltung“ bin ich nicht interessiert. Allerdings ist mir die „Aufbereitung“ vieler Inhalte des Mediums Fernsehen – soweit ich das gelegentlich in befreundeten Haushalten unfreiwillig mitbekomme – mittlerweile auch viel zu „krawallig“, zu schrill, zu sensationsheischend.
Mir gefällt ein Zitat des berühmten Komikers Groucho Marx (sinngemäß wiedergegeben): „Ich finde, Fernsehen bildet ungemein. Wenn jemand im Raum das Fernsehgerät einschaltet, gehe ich sofort in die Bibliothek und lese ein Buch.“
Fernsehen, du fehlst mir ... nicht im mindesten.
28.08.2009 17:15 Uhr
von ich:
seit dem Frühjahr 96 zähle auch ich mich zu den Tiefseewürmern. Anfangs war´s schon mal schwer, da stand schon mal ein Besuch bei Muttern auf dem Programm wenn "rein zufällig" etwas live übertragen wurde, was ich damals noch glaubte unbedingt sehen zu müssen. Na ja, inzwischen hat sich mein gesamter Freundeskreis damit abgefunden, über gewisse Sachen mit mir nicht reden zu können. Schadet nix, das macht die Gespräche keineswegs uninteressanter (hoffe ich mal...).
28.08.2009 16:32 Uhr
von Jonathan:
Meine Abstinenz hat mir dem Einmarsch in Afghanistan angefangen. Seit dem bin ich Typ2 Abstinenzler. Da ich aus schulischen Gründen auf weltweiten Newsseiten rumsurfen musste, hatte ich damals mitbekommen wie einseitig die deutsche Berichterstattung war und immer noch ist. Nicht das sie direkt gelogen hätten. Aber durch weglassen von Nachrichten und Details kann man auch ganz bestimmt Meinungen Provozieren. Die ÖR sind dabei leider alles andere als "neutral".
28.08.2009 16:24 Uhr
von Philos Hippos:
toll, wenn jemand den Schritt geht, die Glotze gänzlich zu entsorgen. Wieso fällt mir`s so schwer? Der Zeitkiller ist für mich Sinnbild für Abschalten - paradox. Ich habe gerade den Film Underdogs gesehen und ich muss sagen, es war schön einen Fernseher zu besitzen und diesen wunderbaren Film zu sehen. Oder die Konzertmitschnitte auf arte liebe ich. Wieso beschleichen mich aber nur so große Zweifel an der Glaubhaftigkeit des Artikels? Er kennt mehr Sendungen und Soaps als ich je in den letzten zwei Jahren gesehen habe. Geht er nun beim Nachbarn schaun?
28.08.2009 16:23 Uhr
von Jens Schlegel:
Ich besitze einen Fernseher. Ich benutze ihn manchmal recht gerne. JA, es gibt viel -sagen wir wie es ist- beschissenes. Pseudoberichte über "Themen" die keine sind. Sender die das Klima retten wollen zeigen wie gut der Hummer im alltag zurechtkommt, mir Reportern die um die Welt fliegen um ekliges zu essen, Menschen die sich erblöden um in Containern zu leben oder vor Jurys zu singen, kochen, tanzen...
Aber es gibt auch noch gute Beiträge. Künstlerisch witzige Sendungen, Sendungen die gut und mit Hintergrund informieren und auch solche die Unterhalten.
Alkohol macht auch doof, ich trinke trotzdem Wein.
Dass Internet ist voller Pornographie, von Nazis durchsetzt und überhaupt voller Propaganda.
Askese hilft nur denen, die nicht mündig mit einem Medium umgehen können. Es ist die Auswahl des Angebots das man zu überblicken hat. Es gibt hier allerdings kein Google. Man muss alleine suchen und sich informieren.
Ich lese viel. Ich höre Musik. Mehrmals die Woche mache ich Sport. Täglich sehe ich fern.
28.08.2009 15:54 Uhr
von wolf1366:
5 Jahre ohne Flimmerkiste und fühl mich sauwohl!Der einzige Nachteil,mein Bücherregal beschwert sich über die mehr und mehr werdende Last.Immer mehr Freunde/innen schaffen die Volksverdummungsmattscheibe ab,gut so und weiter so!!
28.08.2009 15:36 Uhr
von Maxana:
Ja, ich gehöre auch zu den glücklichen, die was Besseres zu tun haben als sich der Volksverdummung anzuschliessen! Ich unterhalte mich viel lieber mit meinem Mann oder gehe Spazieren als mir diesen Schrott anzuschauen. Fernsehen ist für mich Zeitverschwendung und verhindert Kommunikation in der Familie.
28.08.2009 15:24 Uhr
von Klaus Keller:
das suchtmittelersatz internet hat sich bei mir eingeschlichen, damit muß ich auch die öffentlich rechtlichen mitfinanzieren. vielleicht lohnt es sich dafür zu plädieren nur das zu bezahlen was man via internet von ard und zdf wirklich sehen will, ich sehe schon ... entzugssymptome.
wenn das fernsehen böse und damit der teufel ist, muß das internet sein großer bruder sein da dort der sender wahrscheinlich tatsächlich erfährt was ich persönlich sehen will.
der datensammler no.1 ist vermutlich google mit youtube noch vor schäuble.
den imternetzugang kündigen, ich weiß nicht.
ich kann es ja mal versuchen, es gibt ja internetambulanzen in denen man sich seinen suchtstoff besorgen kann.
sssss ich trau mich nicht, aber zur Not kann ich ja einen neuen anschöuß beantragen.
klaus keller hanau
28.08.2009 15:19 Uhr
von Johann:
Ich bin mündig genug, um aus dem vorhandenen Fernsehprogramm selbst das Sinnvolle herauszufiltern und mir anzusehen.
28.08.2009 15:17 Uhr
von the_librarian:
Ach ja... Es gibt also doch noch andere Menschen, die keinen Fernseher bzw. keinen Kabelanschluss etc. haben. Welch Wohltat!
28.08.2009 14:53 Uhr
von SiC:
Ich schalte den Fernseher nur entweder für Tierdokus ein oder mein Rechner Produziert ein Bild über die Glotze!:D (Benutze mein Fernseher eher als Bilderrahmen, schön alle Bilder als Bildschirmschoner und denn laufen die da Tag täglich mit entspannter Musik im Hintergrund) während ich mit Freunden über die Welt und anderen Bullshit philosophiere, natürlich nur wenn ich mal wirklich zu Hause seine sollte.
28.08.2009 14:28 Uhr
von Yanneck:
Wie aus der Seele gesprochen... Mein Fernseher verstaubt unter einem Haufen Topfpflanzen, denen er als Regalersatz dient. Höchstens zum Fußballschauen wird er dann und wann noch einmal eingeschaltet, oder wenn tatsächlich mal ein guter Film kommt, den ich noch nicht kenne und sehen will. Vermissen würd ich ihn trotzdem nie, wozu gibt es Livestream und Videotheken/Kino ;-)
28.08.2009 14:24 Uhr
von aka:
"Irgendwann fühlte ich mich schon beim Einschalten dieser Zeitvernichtungsmaschine und Bullshitschleuder wie unsittlich berührt." Hihi, genau! Sehr schön! aka (12 Jahre Fernsehfrei!)
28.08.2009 14:10 Uhr
von c008:
Ein wunderbarer Artikel!
Endlich outet sich mal jemand.
28.08.2009 14:07 Uhr
von Rolff:
Durch so ein Verhalten werden ja die neuen Arbeitslosen produziert. Für Will, Kerner und wen es da sonst noch gibt muss dann wohl Hartz 5 geschaffen werden mit Gutscheinen für Feinkostläden. Ach schöne fernsehfreie Zukunft, wie bist Du so fern, aber der Ausschaltknopf am Fernsehempfänger ist ganz nah - hier auf der Fernbedienung oben links oder rechts.
28.08.2009 13:56 Uhr
von Klaus:
Vielen Dank fuer diese herrliche, "Beichte". Sie haben sich wiedereingeschaltet!
28.08.2009 13:52 Uhr
von Johanna Buß:
Danke! Danke! Danke! Der Artikel ist mir aus dem Herz gesprochen und ich kann nur bestätigen, dass die Nicht-Seher immer mehr werden - jedenfalls in meinem Bekanntenkreis. Eines meiner schönsten Erlebnisse war das Gesicht des netten Herrn von der GEZ, dem ich voller Genuß erklären konnte, dass keine/r meiner MitbewohnerInnen einen Fernseher besitzt, keiner ein Radio. Als ich auf die Frage, wie das denn im Nachbarhaus sei, aus dem ich vor kurzem ausgezogen war und wo wir mit 9 Leuten gewohnt haben, erklärte, dass auch dort niemand fernsehe und Radio höre, war es ein Erlebnis, seinen Gesichtsausdruck zu beobachten. Ein anderes schönes Erlebnis: Ein Kollege macht einen Witz über eine Fernsehsendung und aus dem umstehende KollegInnenkreis versteht keiner den Witz, weil keiner fernsieht - und wohlgemerkt, es handelt sich hier um voll im Leben stehende Akademiker - das sind Momente, die mir zeigen, dass das Abendland vielleicht doch noch nicht dem Untergang geweiht ist und dankenswerterweise hilft das Fernsehen bei seinem eigenen Untergang mit dieser unsäglichen Programmauswahl tatkräftig mit.
28.08.2009 13:48 Uhr
von Manfred Bsirske:
Seit mittlerweile etwa 6 Jahren besitze ich auch keinen Fernseher mehr.
Ich habe ihn bis heute nicht vermisst.
Alles, was ich brauche, gibt es auch im Internet. Entweder kostenlos oder als Video-On-Demand Angebot (auch wenn das noch sehr stark verbesserungswürdig ist).
Zudem habe ich ein prall gefülltes Regal mit günstig bei ebay erstandenen und guten Filmen.
Der Weg sollte auch auf jeden Fall dort hingehen und sich ins Netz verlagern.
Man kann dort bestimmen, was man sehen möchte, wann man es sehen möchte, wie viel man sehen möchte.
Es wird also nur der Content bereit gestellt und dann kann sich der Konsument das angucken - oder eben auch nicht.
Ich fände dies auch im übrigen für die Marktforschung durchaus sinnvoller, weil man dabei exakte Zahlen hätte.
Zudem ist dies Ressourcenschonender und bequemer - und unter dem Strich sollte dies auch billiger sein.
Man sieht heute schon bei den Jugendlichen, dass diese ihre Informationen zum größten Teil aus dem Netz ziehen.
Ein Trend, den ich nur befürworten kann.
In diesem Zusammenhang empfinde ich es als fatale Entscheidung, dass die Öffentlich Rechtlichen Sendeanstalten ihr Internetangebot nicht erweitern dürfen - oder es sogar noch zurück stufen müssen.
Da wird doch wieder ein sinnvoller Trend verschlafen.
28.08.2009 13:30 Uhr
von Svenja-and-the-City:
Ich habe meinen Fernseher vor drei Jahren verschenkt. Seitdem lese ich endlich wieder und gehe auch wieder häufiger ins Kino. In bin richtig glücklich mit meiner Entscheidung und vermisse nichts.
Leserkommentare
30.09.2009 13:02 Uhr
von hanjok:
Schöner Bericht. Steh ich voll hinter.
Mein schönstes Erlebnis war auch mit der GEZ, kurz nachdem ich bei meinen Eltern in meine erste eigene Wohnung eingezogen bin:
GEZ: Warum haben Sie sich denn nicht gemeldet?
ich: Weil ich nichts zu melden habe?
G: Sie haben keinen Fernseher?
i: Nein.
G: Sie haben kein Radio?
i: Nein.
G: Aber sie haben ein Autoradio! (triumphierend)
i: Ich hab nicht mal ein Auto! (skilled)
G: Hand aufs Herz. Sie haben wirklich NICHTS?!
Hab die gute Dame dann reingebeten. Sie guckt sich um:
G: Ist das bei Ihnen so eine Glaubenssache?
i: O_o
Damals standen PCs noch nicht auf der Liste. Mittlerweile bezahle ich sogar freiwillig für meinen PC, da ich die ARD und ZDF Mediatheken dann doch ab und zu mal für Nachrichten oder "Neues aus der Anstalt" nutze. Aber die privaten vermisse ich echt nicht!
Das Leben kann so schön sein...
12.09.2009 10:44 Uhr
von N.A. Eichler:
Peter Sloterdijk, der seit der "Kritik der zynischen Vernunft" nichts Vernünftiges mehr zustande gebracht, das kognitive Handtuch geworfen hat und als Ausweg, nach eigenem Bekunden, nur noch "postmodern" Spatzenhirn-schwafelt und -deliert, hat trotzdem in einem seiner Essays versehentlich noch einen wichtigen Schlüsselgedanken formuliert; sinngemäß: "Man muß diese Kultur einmal für eine Weile verlassen haben, um sie richtig zu sehen und in ihrer begrenzt-beengenden Idiotie und Geistlosigkeit zu erkennen." Und damit zu einer atmungsaktiven, freien und gesund-lichtvollen Geisteshaltung zurückzufinden.
Wem dieses "Aussteigen" nicht einmal auf Zeit möglich ist, für den bietet der Bruch mit der täglichen mentalen Laufstallgitter-Erneuerung zur Aufrechterhaltung der omphaloskopischen Verblödungsparadigmen als "intaktes Weltbild" eine gute Option, sich von der ignorant-kognitionsunfähigen "embedded idiocy" des ach-so-kritisch-bewußten Konsum-Zeitgenossen, wie sie sich in den vielen negativen Kommentaren von den Jens Schlegels, Rolffs, vics, radolins und Konsorten als eben genau das darstellt, zu befreien und zur erweiterten und klareren Weltsicht und Daeinshaltung des "Entbundenen" zurückzufinden, mit allen Lebens- und Selbstverwirklichungsoptionen, die nur ein befreites Denken überhaupt erst erkennen kann.
12.09.2009 01:03 Uhr
von glotzTV:
Da sag ich nur: Throw away your Television! Yeah!
04.09.2009 16:30 Uhr
von egon:
ich verstehe deinen punkt hto, aber es ist doch auch so, wenn man sich mit einem hammer auf dem kopf rumklopft kommt vielleicht auch die erleuchtung. dann sieht man vielleicht auch wieder fern, denn kapitulieren ist nicht drin, auch nicht vor dem systemrational! eher wird der hammer geklopft bis wir fernsehen mit paradiesblick bzw. keinem paradiesblick wie du.
01.09.2009 13:57 Uhr
von hto:
Das Problem mit euch leichtfertigen Konsumautisten im Glauben an "Individualbewußtsein" ist, ihr seid dermaßen demoralisiert, frustriert, abgestumpft und bis in die Tiefe eures Bewußtseins durch die gewöhnliche Überproduktion von systematischem Kommunikationsmüll konfus-gespalten, so daß ihr immer leichtfertig systemrational kapituliert, vor allen manipulativen Symptomen dieses zeitgeistlich-"freiheitlichen" Systems im Wettbewerb um ..., und dann eure manipulativen Neurosen und Psychosen in blödsinnigen Forderungen und Aktionen auslebt.
Die Glotze könnte spannend, konstruktiv / bewußtseinsentwickelnd sein, wenn ihr die euch selbst gegebenen Grenzen der Bewußtseinsbetäubung im geistigen Stillstand seit der "Vertreibung aus dem Paradies" / der gebildeten Suppenkaspermentalität auf Sündenbocksuche bereit wäret zu überschreiten - allein es fehlt der Mut für Glaube an eindeutige Wahrheit!?
30.08.2009 22:39 Uhr
von Guntram:
Als mich auch South-Park nicht mehr wirklich interessierte kam der Apparat in die Garage; weiß nicht mehr wann das war. Das Radio auch zwecks GEZ-Hygiene. Seither lohnt sich der teure Plattenspieler. Bücher werden nicht mehr nur gekauft, kann man auch lesen oder z B mal wieder Klavierspielen. Eine Diskussion des Phänomens "Nichtgucker" fände ich spannend. Würde mich freuen in der Zeitung darüber zu lesen.
30.08.2009 13:54 Uhr
von Chris M:
Ich bin bekennender Fernsehgucker. Und, auch wenn es mir hier viele nicht glauben werden, ich bin glücklich dabei! Ich unterhalte mich trotzdem mit meiner Frau. Ich lese trotzdem. Und höre Musik. Und habe auch soziale Kontakte.
Wie hieß es doch in einem der Kommentare: Es wird also nur der Content bereit gestellt und dann kann sich der Konsument das angucken - oder eben auch nicht.
Das ist doch beim Fernsehen genau so. Nur eben mit dem Unterschied, daß der Content zeitlich begrenzt ist.
Das verdutzte Gesicht des netten Herrn von der GEZ habe ich auch gesehen, als ich ihm sagte, daß ich bereits zahle und daß er gerne von der Straße aus überprüfen könne, ob es unangemeldete Geräte in meiner Wohnung gibt.
Der Schrott im Internet wird immer mehr. Die Werbung auch. Und die "erst-Bezahlen-dann-gucken-Seiten" werden auch immer mehr. Der Unterschied zum Fernsehen schwindet. Es kommt die Zeit, da wird es ein neues Medium geben. Und dort wird es die stolzen Internet-Abstinenzler geben.
30.08.2009 13:04 Uhr
von Ilona:
Jeder kann selbst entscheiden, was er sich ansehen möchte. Ich lese, gehe ins Kino, schaue auch fern. Auf 'aspekte' oder 'kulturzeit' möchte ich nicht verzichten.
29.08.2009 20:05 Uhr
von radolin:
Ihren Kommentar hier eingeben
Hallo Herr Frank, ein guter Therapeut sollte Ihnen helfen können, wenn Sie sich beim Einschalten eines Fernsehgeräts wie unsittlich berührt fühlen.Da scheint einiges in Unordnung zu sein. Wer löffelt schon ein ganzes Glas Nutella aus?! Offensichtlich bereitet Ihnen der maßvolle Umgang mit den Gegenständen und Dingen des täglichen Lebens einige Schwierigkeiten. Kommentator Schlegel hat oben schon darauf hingewiesen, "Askese hilft nur denen, die nicht mündig mit einem Medium umgehen können." Und ja: Alles ist halt blöde, nur man selber nicht. Ein solcher nennt sich dann "Kulturoptimist".
29.08.2009 15:09 Uhr
von Max:
Wirklich revolutionär wäre es doch ohne Internet zu leben. Aber das ist leider nicht wirklich möglich will man kein Einsiedler sein.
Zeit verdaddeln kann man online mindestens genauso gut wie mit der Glotze und das Internet wird zunehmend wie das Fernsehen. Klar, Qualität gibt es auch ab und zu aber der Schrott wird immer mehr.
29.08.2009 02:10 Uhr
von vic:
@ Johann:
"Ich bin mündig genug, um aus dem vorhandenen Fernsehprogramm selbst das Sinnvolle herauszufiltern und mir anzusehen."
Dem schließe ich mich an!
28.08.2009 21:49 Uhr
von Achim:
Aus drei Probemonaten "ohne" wurden soeben drei glückliche Jahre. Es werden wohl noch viel folgen.
28.08.2009 21:10 Uhr
von Küstenstelze:
Seit Jahren kommt mir diese schriftliche Anfrage der GEZ ins Haus, ob ich nicht vielleicht vergessen hätte, den Fernseher anzumelden. Anfangs habe ich noch brav geantwortet, ich hätte keinen mehr und würde auch wahrscheinlich nie wieder einen besitzen. Inzwischen schreibe ich Kommentare auf das Formular, wie z. B. ob man sich ein Leben ohne Fernseher nicht vorstellen könne, ob man nun Mitleid mit mir habe usw. Ohne Briefmarke, mit dem Vermerk "Porto zahlt Empfänger" geht dann das Papier unterschrieben zurück. Scheint auch anzukommen.
Aber man verfolgt mich nun auch am zweiten Wohnsitz. Dabei habe ich zwei Radios gemeldet. Was passiert, wenn ich die nun auch noch abschaffe? Dann erhalte ich mit Sicherheit eine Vorladung und muss an den Lügendetektor. Aber wenn der dann piept, hat er gelogen, nicht ich.
28.08.2009 19:35 Uhr
von brot:
ab heute ohne tv anschluss, mal sehn obs schlimmer wird als mit dem rauchen aufhoeren.
der hdtv wird trotzdem bleiben, immerhin gibt es filme nicht nur ueber kabel/sat/dvbt.
28.08.2009 18:03 Uhr
von BoeltZwoelf:
Vor etwa zehn Jahren habe ich meinen Fernsehapparat gegen einen guten Plattenspieler eingetauscht. Da hatte die Glotze bereits ca. fünf Jahre ungenutzt bei mir herumgestanden. Womöglich liegt es daran, daß ich mit sogenannten „Push-Medien“ nicht gut zurechtkomme: ich möchte jederzeit Zugriff auf die Medieninhalte haben können, die mich interessieren. Dafür umständlich Programmzeitschriften zu studieren und einen Recorder zu „programmieren“ ist mir viel zu aufwendig. An nur mit solchem Aufwand gezielt und frei auszuwählender „Unterhaltung“ bin ich nicht interessiert. Allerdings ist mir die „Aufbereitung“ vieler Inhalte des Mediums Fernsehen – soweit ich das gelegentlich in befreundeten Haushalten unfreiwillig mitbekomme – mittlerweile auch viel zu „krawallig“, zu schrill, zu sensationsheischend.
Mir gefällt ein Zitat des berühmten Komikers Groucho Marx (sinngemäß wiedergegeben): „Ich finde, Fernsehen bildet ungemein. Wenn jemand im Raum das Fernsehgerät einschaltet, gehe ich sofort in die Bibliothek und lese ein Buch.“
Fernsehen, du fehlst mir ... nicht im mindesten.
28.08.2009 17:15 Uhr
von ich:
seit dem Frühjahr 96 zähle auch ich mich zu den Tiefseewürmern. Anfangs war´s schon mal schwer, da stand schon mal ein Besuch bei Muttern auf dem Programm wenn "rein zufällig" etwas live übertragen wurde, was ich damals noch glaubte unbedingt sehen zu müssen.
Na ja, inzwischen hat sich mein gesamter Freundeskreis damit abgefunden, über gewisse Sachen mit mir nicht reden zu können. Schadet nix, das macht die Gespräche keineswegs uninteressanter (hoffe ich mal...).
28.08.2009 16:32 Uhr
von Jonathan:
Meine Abstinenz hat mir dem Einmarsch in Afghanistan angefangen. Seit dem bin ich Typ2 Abstinenzler. Da ich aus schulischen Gründen auf weltweiten Newsseiten rumsurfen musste, hatte ich damals mitbekommen wie einseitig die deutsche Berichterstattung war und immer noch ist. Nicht das sie direkt gelogen hätten. Aber durch weglassen von Nachrichten und Details kann man auch ganz bestimmt Meinungen Provozieren. Die ÖR sind dabei leider alles andere als "neutral".
28.08.2009 16:24 Uhr
von Philos Hippos:
toll, wenn jemand den Schritt geht, die Glotze gänzlich zu entsorgen. Wieso fällt mir`s so schwer? Der Zeitkiller ist für mich Sinnbild für Abschalten - paradox. Ich habe gerade den Film Underdogs gesehen und ich muss sagen, es war schön einen Fernseher zu besitzen und diesen wunderbaren Film zu sehen. Oder die Konzertmitschnitte auf arte liebe ich.
Wieso beschleichen mich aber nur so große Zweifel an der Glaubhaftigkeit des Artikels? Er kennt mehr Sendungen und Soaps als ich je in den letzten zwei Jahren gesehen habe. Geht er nun beim Nachbarn schaun?
28.08.2009 16:23 Uhr
von Jens Schlegel:
Ich besitze einen Fernseher. Ich benutze ihn manchmal recht gerne. JA, es gibt viel -sagen wir wie es ist- beschissenes. Pseudoberichte über "Themen" die keine sind. Sender die das Klima retten wollen zeigen wie gut der Hummer im alltag zurechtkommt, mir Reportern die um die Welt fliegen um ekliges zu essen, Menschen die sich erblöden um in Containern zu leben oder vor Jurys zu singen, kochen, tanzen...
Aber es gibt auch noch gute Beiträge. Künstlerisch witzige Sendungen, Sendungen die gut und mit Hintergrund informieren und auch solche die Unterhalten.
Alkohol macht auch doof, ich trinke trotzdem Wein.
Dass Internet ist voller Pornographie, von Nazis durchsetzt und überhaupt voller Propaganda.
Askese hilft nur denen, die nicht mündig mit einem Medium umgehen können. Es ist die Auswahl des Angebots das man zu überblicken hat. Es gibt hier allerdings kein Google. Man muss alleine suchen und sich informieren.
Ich lese viel. Ich höre Musik. Mehrmals die Woche mache ich Sport. Täglich sehe ich fern.
28.08.2009 15:54 Uhr
von wolf1366:
5 Jahre ohne Flimmerkiste und fühl mich sauwohl!Der einzige Nachteil,mein Bücherregal beschwert sich über die mehr und mehr werdende Last.Immer mehr Freunde/innen schaffen die Volksverdummungsmattscheibe ab,gut so und weiter so!!
28.08.2009 15:36 Uhr
von Maxana:
Ja, ich gehöre auch zu den glücklichen, die was Besseres zu tun haben als sich der Volksverdummung anzuschliessen! Ich unterhalte mich viel lieber mit meinem Mann oder gehe Spazieren als mir diesen Schrott anzuschauen. Fernsehen ist für mich Zeitverschwendung und verhindert Kommunikation in der Familie.
28.08.2009 15:24 Uhr
von Klaus Keller:
das suchtmittelersatz internet hat sich bei mir eingeschlichen, damit muß ich auch die öffentlich rechtlichen mitfinanzieren.
vielleicht lohnt es sich dafür zu plädieren nur das zu bezahlen was man via internet von ard und zdf wirklich sehen will, ich sehe schon ... entzugssymptome.
wenn das fernsehen böse und damit der teufel ist,
muß das internet sein großer bruder sein da dort der sender wahrscheinlich tatsächlich erfährt was ich persönlich sehen will.
der datensammler no.1 ist vermutlich google mit youtube noch vor schäuble.
den imternetzugang kündigen, ich weiß nicht.
ich kann es ja mal versuchen, es gibt ja internetambulanzen in denen man sich seinen suchtstoff besorgen kann.
sssss ich trau mich nicht, aber zur Not kann ich ja einen neuen anschöuß beantragen.
klaus keller hanau
28.08.2009 15:19 Uhr
von Johann:
Ich bin mündig genug, um aus dem vorhandenen Fernsehprogramm selbst das Sinnvolle herauszufiltern und mir anzusehen.
28.08.2009 15:17 Uhr
von the_librarian:
Ach ja... Es gibt also doch noch andere Menschen, die keinen Fernseher bzw. keinen Kabelanschluss etc. haben. Welch Wohltat!
28.08.2009 14:53 Uhr
von SiC:
Ich schalte den Fernseher nur entweder für Tierdokus ein oder mein Rechner Produziert ein Bild über die Glotze!:D
(Benutze mein Fernseher eher als Bilderrahmen, schön alle Bilder als Bildschirmschoner und denn laufen die da Tag täglich mit entspannter Musik im Hintergrund) während ich mit Freunden über die Welt und anderen Bullshit philosophiere, natürlich nur wenn ich mal wirklich zu Hause seine sollte.
28.08.2009 14:28 Uhr
von Yanneck:
Wie aus der Seele gesprochen... Mein Fernseher verstaubt unter einem Haufen Topfpflanzen, denen er als Regalersatz dient. Höchstens zum Fußballschauen wird er dann und wann noch einmal eingeschaltet, oder wenn tatsächlich mal ein guter Film kommt, den ich noch nicht kenne und sehen will. Vermissen würd ich ihn trotzdem nie, wozu gibt es Livestream und Videotheken/Kino ;-)
28.08.2009 14:24 Uhr
von aka:
"Irgendwann fühlte ich mich schon beim Einschalten dieser Zeitvernichtungsmaschine und Bullshitschleuder wie unsittlich berührt."
Hihi, genau! Sehr schön! aka (12 Jahre Fernsehfrei!)
28.08.2009 14:10 Uhr
von c008:
Ein wunderbarer Artikel!
Endlich outet sich mal jemand.
28.08.2009 14:07 Uhr
von Rolff:
Durch so ein Verhalten werden ja die neuen Arbeitslosen produziert. Für Will, Kerner und wen es da sonst noch gibt muss dann wohl Hartz 5 geschaffen werden mit Gutscheinen für Feinkostläden. Ach schöne fernsehfreie Zukunft, wie bist Du so fern, aber der Ausschaltknopf am Fernsehempfänger ist ganz nah - hier auf der Fernbedienung oben links oder rechts.
28.08.2009 13:56 Uhr
von Klaus:
Vielen Dank fuer diese herrliche, "Beichte". Sie haben sich wiedereingeschaltet!
28.08.2009 13:52 Uhr
von Johanna Buß:
Danke! Danke! Danke! Der Artikel ist mir aus dem Herz gesprochen und ich kann nur bestätigen, dass die Nicht-Seher immer mehr werden - jedenfalls in meinem Bekanntenkreis. Eines meiner schönsten Erlebnisse war das Gesicht des netten Herrn von der GEZ, dem ich voller Genuß erklären konnte, dass keine/r meiner MitbewohnerInnen einen Fernseher besitzt, keiner ein Radio. Als ich auf die Frage, wie das denn im Nachbarhaus sei, aus dem ich vor kurzem ausgezogen war und wo wir mit 9 Leuten gewohnt haben, erklärte, dass auch dort niemand fernsehe und Radio höre, war es ein Erlebnis, seinen Gesichtsausdruck zu beobachten.
Ein anderes schönes Erlebnis: Ein Kollege macht einen Witz über eine Fernsehsendung und aus dem umstehende KollegInnenkreis versteht keiner den Witz, weil keiner fernsieht - und wohlgemerkt, es handelt sich hier um voll im Leben stehende Akademiker - das sind Momente, die mir zeigen, dass das Abendland vielleicht doch noch nicht dem Untergang geweiht ist und dankenswerterweise hilft das Fernsehen bei seinem eigenen Untergang mit dieser unsäglichen Programmauswahl tatkräftig mit.
28.08.2009 13:48 Uhr
von Manfred Bsirske:
Seit mittlerweile etwa 6 Jahren besitze ich auch keinen Fernseher mehr.
Ich habe ihn bis heute nicht vermisst.
Alles, was ich brauche, gibt es auch im Internet.
Entweder kostenlos oder als Video-On-Demand Angebot (auch wenn das noch sehr stark verbesserungswürdig ist).
Zudem habe ich ein prall gefülltes Regal mit günstig bei ebay erstandenen und guten Filmen.
Der Weg sollte auch auf jeden Fall dort hingehen und sich ins Netz verlagern.
Man kann dort bestimmen, was man sehen möchte, wann man es sehen möchte, wie viel man sehen möchte.
Es wird also nur der Content bereit gestellt und dann kann sich der Konsument das angucken - oder eben auch nicht.
Ich fände dies auch im übrigen für die Marktforschung durchaus sinnvoller, weil man dabei exakte Zahlen hätte.
Zudem ist dies Ressourcenschonender und bequemer - und unter dem Strich sollte dies auch billiger sein.
Man sieht heute schon bei den Jugendlichen, dass diese ihre Informationen zum größten Teil aus dem Netz ziehen.
Ein Trend, den ich nur befürworten kann.
In diesem Zusammenhang empfinde ich es als fatale Entscheidung, dass die Öffentlich Rechtlichen Sendeanstalten ihr Internetangebot nicht erweitern dürfen - oder es sogar noch zurück stufen müssen.
Da wird doch wieder ein sinnvoller Trend verschlafen.
28.08.2009 13:30 Uhr
von Svenja-and-the-City:
Ich habe meinen Fernseher vor drei Jahren verschenkt. Seitdem lese ich endlich wieder und gehe auch wieder häufiger ins Kino. In bin richtig glücklich mit meiner Entscheidung und vermisse nichts.