Fake gegen Fake
Wie die Horst-Köhler-Satire verschwand
Unter dubiosen Umständen wurde eine Köhler-kritische Homepage aus dem Netz getilgt. Nun wird aus dem Vorgang ein Kriminalfall. Die Spur führt ins Bundesverwaltungsamt - eine nachgeordnete Behörde des Innenministeriums.von Martin Kaul
Leserkommentare
07.06.2010 12:32 Uhr
von Nils:
mein erster flattr :)
07.06.2010 12:17 Uhr
von Johanne:
*Worüber man sich so alles aufregen kann...*
Da war wohl ein Pro-Köhler-Aktivist im Amt. Eine von den Fachleuten war es wohl kaum - bei der Vorgehensweise.
07.06.2010 12:16 Uhr
von nils:
gibt es eine Möglichkeit zu erfahren warum ein Kommentar nicht veröffentlicht wird? Habe in dem Kommentar eigentlich nur der Kritik in einem anderen widersprochen.
Nils
Anmerkung der Redaktion: Die Kommentare werden vor der Veröffentlichung von der Redaktion gelesen. Deshalb kommt es zur zeitlichen Verzögerungen der Freischaltung.
07.06.2010 10:03 Uhr
von Josef Riga:
Skandal! Schon wieder wird uns die Wahrheit über Horst vorenthalten. wie damals als er gegen Gesine antrat.Jeder der die Gesichter von Gesine und Horst verglich, musste feststellen, die beiden sind Geschwister. Zwillinge, bei der Geburt getrennt! Das gleich breite Grinsen, der selbe unverwüstliche Köhler-Glaube an das Gute im Menschen, die gleiche Bereitschaft, sich von Strippenziehern in CDUSPDFDP als Stromann/frau aufstellen und dann abwatschen zu lassen. Unterhalb der Augenbrauen das gleiche Gesicht. Nur das Schwanennest auf dem Scheitel von Gesine machte den Unterschied, immerhin so signifikant, dass bereits im 1. Wahlgang genug er-schrockene Abgeordnete ihr Kreuz lieber bei Horst machten, als sich vorwerfen lassen zu müssen, dem Land eine solche optisch unmögliche Repräsentanz verschafft zu haben. Eine Lachnummer, eine Zirkussclownesse... Doch jetzt hat auch Horst seiner problematischen Herkunft Tribut gezollt. Der Apfel fällt halt nicht weit aus dem Kuckucks-Schwanen-Nest.
06.06.2010 22:22 Uhr
von Roger Metor:
Das würde doch bedeuten, ein deutscher Beamter hätte während seines der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland gewidmeten Dienstes genug Zeit, auf eigene Faust eine Satireseite aus dem Netz zu drohen. Unmöglich.
Ich tippe auf einen ausländischen Geheimdienst: Ziel ist die weitere Destabilisierung des Landes kurz vor der Fussball-WM.
06.06.2010 18:48 Uhr
von Nils:
Danke für diesen gelungenen Artikel. Die (flattr) Leserinnen scheinen die scheinbaren handwerklichen Fehler zu verzeihen :) "Wieso Peters mit angeblichen Strafkosten von bis zu einer Million Euro rechnen sollte, durfte der Satiriker laut dem Schreiben mit dem Absender des Bundesverwaltungsamtes also gar nicht nachprüfen." Peters - Satiriker. Ist doch prima.
06.06.2010 12:29 Uhr
von Joe:
Die Seite ist stinklangweilig und schlecht gemacht - so what?
06.06.2010 11:24 Uhr
von Carschti:
So gut der Artikel auch sein mag, handwerklich gesehen ist er Mist.
Grund: "Wieso Peters mit angeblichen Strafkosten von bis zu einer Million Euro rechnen sollte,..." im 7. Absatz, obwohl man bis zu diesem Zeitpunkt nicht weiß, wer Peters ist, noch wie der Ersteller der Satireseite heißt. Man kann es sich natürlich zusammenreimen, aber der oben erwähnte Satz ergibt nur Sinn, wenn vorher im Text schonmal erwähnt wurde, dass der Satireseiteersteller Peters heißt.
Das wird in diesem Fall aber erst im vorletzten Absatz getan.
06.06.2010 11:06 Uhr
von reblek:
"Der gefakte Einschüchterungsversuch..." Nur mal als Frage: Wie kann aus "Fake" das Adjektiv "gefakt" werden? Wenn schon, dann "gefaket".
"... dass nun auch das Bundesverwaltungsamt genau wissen will, wer da in ihrem Namen abgemahnt hat." So wird aus einem Amt eine Frau?
06.06.2010 09:26 Uhr
von Torsten:
2000 Klicks pro Sekunde hat die Seite wohl kaum erreicht - 2000 pro Stunde erscheinen mir realistisch...
05.06.2010 17:51 Uhr
von Jonas:
Haha, ich hab mich schon gefragt, was da los war, als die plötzlich offline war.
Aber eine Anmerkung hab ich noch: Der Student Jean Peters sollte vielleicht auch in diesem Text eingeführt werden, als Urheber der Seite.
Das fehlt nämlich leider (er taucht einfach als Peters auf), und nicht mal bei den treuen taz-Lesern kann man erwarten, dass sie auf "Mehr zum Thema" klicken, um das dort zu erfahren.
05.06.2010 17:08 Uhr
von derda:
Beim Webspace-Provider angerufen um die persönlichen Daten des Website-Betreibers der Internetseite zu erfahren? Aus Datenschutzrechtlichen Gründen nicht telefonisch? Die komplette Anschrift gibts ganz legal bei der DENIC im Internet, dazu muss man den Provider nicht anrufen, für alle zugänglich.
05.06.2010 16:46 Uhr
von Ute Gerhardt:
"Zu viel Vertrauen in die Beamten unseres Staates ist offensichtlich schädlich."
Na, na, na! Wenn das mal nicht auch wieder als Mangel an Respekt vor den Staatsämtern ausgelegt wird... ^^
05.06.2010 15:46 Uhr
von davidly:
vom Artikel:
"Glaubt man den Aussagen des Bundesverwaltungsamtes, macht es den Anschein, dass ein Staatsbediensteter auf eigene Faust und unter Ausnutzung seines Amtes mit einem Fake gegen die gefakte Köhler-Website vorgegangen ist."
Glaubt man den Aussagen des Bundesverwaltungsamtes? Dies Verfahren ist so gut wie Geschichte.
05.06.2010 13:12 Uhr
von arribert:
Die Seite ist nicht mehr online. Stattdessen kommt ein leeres Fenster in dem normalerweise Fehlermeldungen für XHMTL-Seiten gepostet werden. Die Seite enthält auch keinen Quelltext...
05.06.2010 11:49 Uhr
von Joachim:
Das Bundesverwaltungsamt (das übrigens auch Schäubles Abhörzentrale werden sollte) ist schon im Mai 2009 mit einem sehr ähnlichen Fall in Erscheinung getreten:
http://blog.pantoffelpunk.de/zermatschtes/wie-das-mit-pifobiz-lief
Damals war das Opfer der Pantoffelpunk, Reste der Seite, um die es damals ging, sind hier zu finden:
http://www.pifo.biz/index_old.php
Vom BVA kam damals der grenzwertige Vorwurf, die Seite ahme den Auftritt des BMI nach, der Provider nahm die Seite ebenfalls ohne weitere Rückfragen vom Netz.
05.06.2010 11:40 Uhr
von Google Cache:
Die Seite gibt es im Cache:
http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:mvHkzh-c2QsJ:www.horst-koehler-consulting.de/+horst-koehler-consulting&cd=3&hl=de&ct=clnk&gl=de