Wissen ist mühsam, aber den Schlüssel zum islamischen Extremismus hat die Konfliktforschung. Ein Essay über den Missbrauch des Religiösen nach dem 11. September 2001.von Ralf Bönt
achso, jetzt hab ich's endlich verstanden: die lesen zuhause die scharia, es macht pling, dann gehen sie raus und töten sich und andere. ist es so?
08.03.2010 17:09 Uhr
von Oberhart:
@ twix:
Vielleicht solltest du mal lieber genauer lesen, was ich schreibe. Dann müsste ich es auch nicht so oft wiederholen. Jetzt zum dritten Mal, damit auch du es verstehst:
Unter Berufung auf Erkenntnisse der Konfliktforschung stellt Herr Bönt hier islamistischen Terror als eine Folge mangelnder Aufstiegschancen wegen eines Überschusses junger Männer zwischen 16 und 25 Jahren in islamischen Ländern dar.
Und das ist Blödsinn, denn viele der Attentäter haben gar nicht in islamischen Ländern gelebt. Mehr noch, ein paar von ihnen, zB die Glasgow Attentäter haben als Ärzte bestimmt nicht unter mangelhaften Aufstiegschancen gelitten. Die These greift also nicht. Was sehr wohl alle Attentäter gemeinsam haben ist allerdings der Wille zum Dschihad. Es wäre also angebracht, da mal anzusetzen und nicht mit ständig neuen (V)Erklärungsversuchen zu kommen. Insbesondere wenn sie ganz offensichtlich für einen guten Teil der Attentäter nicht greifen.
Ich hoffe, das ist jetzt so klar formuliert, dass sogar du es verstehen kannst. Und deine dreisten Unterstellungen und Vermutungen bezüglich meines Weltbildes kannst du dir sparen. Aber das kennt man ja, wenn die Argumente ausgehen oder man nicht mitkommt, schnell persönlich werden...
08.03.2010 12:16 Uhr
von twix:
Oberhart: Es ist nicht unzureichende Bildung. Ihr simples Feindbild ist so fertig, dass sie nicht einmal den Artikel lesen, über den Sie hier vorgeben zu reden. Oder vielleicht geben Sie nicht einmal das vor, sondern wiederholen nur das so liebevoll eingeschliffene Hassbild, wahrscheinlich ist es das. Guten Tag.
08.03.2010 11:10 Uhr
von Oberhart:
Es bleibt die Frage, wieso so viele junge Männer, die überhaupt nicht in Ländern mit Jugendüberschuss aufwuchsen - etwa die komplette Sauerland-Gruppe - zu Terroristen wurden. Wer hier einen Zusammenhang mit der Religion negiert, verschliesst die Augen vor der Wirklichkeit. Davon gehen Probleme - und der islamistische Terror ist ganz fraglos ein gewaltiges - aber seltenst weg.
Mich würde tatsächlich mal interessieren, wieso einige Menschen so herbe Probleme haben, die Ursache für den Terror in der Religion zu suchen. Schaut euch die Biographien der Attentäter an: Es sind weder unzureichende Bildung, noch eine schlimme Kindheit, noch erlebter Rassismus, noch Armut: die große Gemeinsamkeit war der Wille zum Djihad.
Wer meint, hier mit Rücksicht auf moderate Moslems das Offensichtliche nicht ansprechen zu wollen, macht einen Riesenfehler. Denn wer schweigt, akzeptiert. Hilft das irgendwem, moderate Moslems eingeschlossen?!
06.03.2010 20:19 Uhr
von H. Martin:
Wenn ich mal meine Vorurteile hier pflegen darf: Die abgeschlossene Schauspielstudentin, der ein Gott (welcher eigentlich?) beisteht, ist bestimmt eine Zugezogene. Unter Zugezogenen gibt es z.T. die merkwürdigsten Ansichten.
06.03.2010 14:48 Uhr
von Twix:
Oberhart: Schönes Vokabular haben Sie da, es zeigt, dass Sie über anders lebende Menschen aktiv nachdenken und nicht zu jedem schon eine fertige Meinung zum um die Ohren hauen haben. Ich empfehle die Kommunikation zu lesen, welche die Sauerlandgruppe im Innern hatte. Da sieht man wie austauschbar die Phrasen sind: Beliebig. Dem Paranoiden kommt eben jedes Pamphlet gerade recht. Leider.
05.03.2010 17:34 Uhr
von Oberhart:
@ Twix:
Wieso wird mir Hass unterstellt?! Was soll das?! Das ist ja wohl eine bodenlose Frechheit.
Zur Sache: Natürlich gibt es die Scharia schon lange. Ist ja auch ein kohärentes und einigermaßen probates Rechtssystem. Das Problem: Es ist inkompatibel mit den Menschenrechten wie sie in der allgemeinen Erklärung der selbigen 1948 formuliert sind. Da gibt es also eine West-Islam-Friktion. Weiterhin ist festzustellen, dass viele islamische Länder eine Kolonialisierungsgeschichte haben, sei es unter europäischer Führung oder unter dem osmanischen Reich, das ja seit Atatürk den Einfluss religiöser Kräfte einzuschränken versuchte. Das heisst in diesen Ländern galt offiziell die Rechtssprechung des Besatzerlandes. Ist übrigens immer wieder faszinierend Bilder von Kabul aus den 1960ern zu sehen. Unglaublich, was die Taliban in den paar Jahren ihrer Terrorherrschaft aus der Stadt gemacht haben. Da gab es tatsächlich mal rasierte Männer und Frauen ohne Burkagefängnis, aber das nur als Nebenbemerkung. Das heisst, das überhaupt erst nach 1945 die Scharia in einigen Ländern wieder zum Tragen kam.
Übel wurde es dann ab den Spätachzigern und Neunzigern als in fast allen Religionen ein deutlicher Rechtsruck stattfand, ausgelöst vermutlich durch den Zusammenbruch des Ostblocks. Noch in den frühen 1980ern hatte zB der Demokrat Jimmy Carter eine leichte Mehrheit der evangelikalen Christen hinter sich. In diesem Jahrtausend kann sich das rechte Republikanerpack blind auf die Bibelzombies verlassen. Während allerdings auch evangelikale Kräfte in aller Regel nicht auf die wahnwitzige Idee kommen, etwa das Deuteronomium als Grundlage eines christlichen Rechtssystems zu nehmen (Schwule können aufatmen), sieht das in der islamischen Welt anders aus. Und weil der Westen Rechte propagiert, die nicht mit der Scharia kompatibel sind, wird er eben von fundamentalistischen Kräften angegriffen.
05.03.2010 17:12 Uhr
von Stefanie Moldenhauer:
Bravo! Endlich lüftet jemand die verrauchte Bude aus, in der sich alle Seiten gegenseitig mit Bedeutung aufladen, die sie anders nicht bekommen können.
05.03.2010 10:47 Uhr
von Marti:
Wer vom "Missbrauch des Religiösen" spricht, weist der Religion einen ganz bestimmten normativen Platz und Umfang zu und zwar nach eurozentrischen Maßstäben: Religion hat so etwas Ähnliches zu sein wie ein modernes aufgeklärtes Christentum oder ein als persönlicher, friedlicher Heilsweg gesehener Buddhismus.
Orthodox-sunnitischer Islam schert sich aber nicht um westliche Vorgaben, sondern verteidigt seine eigene, authentische Weltsicht.
Danach ist Islam - über die normativen Sätze des Korans hinaus - vor allem das, was dem Brauch, der Sunna, Mohammeds entspricht.
Alles Handeln Mohammeds, nicht nur das, was ein Westler als religiös wahrnimmt, wird so zur Richtschnur für den gläubigen Sunniten.
Wer sich auch nur ein wenig mit der Geschichte des Islam auskennt, weiß, dass Mohammed einen Staat in Medina gegründet hat, eine Vielzahl von Angriffkriegen geführt hat, die noch zu seinen Lebzeiten zu Eroberung der gesamten arabischen Halbinsel geführt haben und dass er Staatsmann und Gesetzgeber war - alles nach westlichen Maßstäben genuin politisches Handeln, das so zu einem integralen Bestandteil des Islams geworden ist.
Diesen starken politischen Anteil aus dem Islam entfernen zu wollen sehen viele orthodoxe Muslime als eine Verstümmelung und Zerstörung des Islam, gegen den sie sich vehement wehren.
Der Angriff gegen nichtmuslimisches Gebiet, gegen den dar al-harb, ist ein integraler Teil des klassischen Normensystems des Islams. Es regelt genau, wann ein Muslim das Recht und die Pflicht hat, Nichtmuslime anzugreifen.
Der Autor sollte sich einmal mit diesem wichtigen Gebiet des klassischen islamischen Rechts auseinandersetzen, bevor er leichtfertig von "Missbrauch des Religiösen" spricht.
04.03.2010 21:00 Uhr
von Twix:
Oberhart: Die Scharia gibt es bekanntlich schon sehr lange, den islamischen Terrorismus nicht so. Einfach mal vom Hasstrip runterkommen fürn Moment und hinhören. Toller Artikel, ruhiger, sachlicher Ton.
04.03.2010 18:56 Uhr
von T. Müller:
Aber es gibt eben sehr viele Texte in denen vermeintlich dummes oder dumm auszulegendes Zeug steht, ohne dass es zu Exzessen kommt. Wieso also gerade islamische Länder? Dazu habe ich jetzt zum ersten Mal eine Erklärung gehört. Vielen kommt der neue Gegner aber eben auch gerade recht, Ihnen auch?
04.03.2010 18:32 Uhr
von Udo Radert:
"Es ist schon beeindruckend zu sehen, welchen öffentlichen Raum die Religion mittlerweile wieder einnimmt." _____
Also, ich verkneife es mir sonst ja wirklich auf Rechtschreibfehler hinzuweisen aber hier kann ich einfach nicht anders:
"beeindruckend" ist natürlich falsch, es muss "beängstigend" heißen.
04.03.2010 18:27 Uhr
von pinetop:
Werter Herr Bönt, was haben Sie denn da zusammengeschrieben? Die mangelnde Stringenz macht es geradezu unmöglich, eine sachliche Kritik zu üben. Dies ist auch aus einem anderen Grund nicht möglich. Ihre Behauptung, der 11. September habe nichts mit dem Islam zu tun, hat bei mir zu einem heftigen Lachen geführt. Schreiben Sie weiter. Ich lache gern.
04.03.2010 13:01 Uhr
von Oberhart:
Tja, die Konfliktforschung könnte hier schlüssig sein, wenn nicht mehr als genug der Attentäter gar nicht in arabischen Ländern mit den ekelerregend vielen Jugendlichen großgeworden wären...
Ausserdem sind es ja nicht nur die Terroristen, die Frieden und Menschenrechte bedrohen. Es ist die Scharia. Und da lässt sich eben der religiöse Bezug nicht so leicht wegdiskutieren.
Jetzt haben sie, Herr Bönt, so viel geschrieben und ich bin nachher genau so schlau wie vorher.
Leserkommentare
10.03.2010 18:13 Uhr
von Oberhart:
@ twix:
Nee, ich glaub das wird nix mehr.
10.03.2010 11:47 Uhr
von twix:
achso, jetzt hab ich's endlich verstanden: die lesen zuhause die scharia, es macht pling, dann gehen sie raus und töten sich und andere. ist es so?
08.03.2010 17:09 Uhr
von Oberhart:
@ twix:
Vielleicht solltest du mal lieber genauer lesen, was ich schreibe. Dann müsste ich es auch nicht so oft wiederholen. Jetzt zum dritten Mal, damit auch du es verstehst:
Unter Berufung auf Erkenntnisse der Konfliktforschung stellt Herr Bönt hier islamistischen Terror als eine Folge mangelnder Aufstiegschancen wegen eines Überschusses junger Männer zwischen 16 und 25 Jahren in islamischen Ländern dar.
Und das ist Blödsinn, denn viele der Attentäter haben gar nicht in islamischen Ländern gelebt. Mehr noch, ein paar von ihnen, zB die Glasgow Attentäter haben als Ärzte bestimmt nicht unter mangelhaften Aufstiegschancen gelitten. Die These greift also nicht. Was sehr wohl alle Attentäter gemeinsam haben ist allerdings der Wille zum Dschihad. Es wäre also angebracht, da mal anzusetzen und nicht mit ständig neuen (V)Erklärungsversuchen zu kommen. Insbesondere wenn sie ganz offensichtlich für einen guten Teil der Attentäter nicht greifen.
Ich hoffe, das ist jetzt so klar formuliert, dass sogar du es verstehen kannst. Und deine dreisten Unterstellungen und Vermutungen bezüglich meines Weltbildes kannst du dir sparen. Aber das kennt man ja, wenn die Argumente ausgehen oder man nicht mitkommt, schnell persönlich werden...
08.03.2010 12:16 Uhr
von twix:
Oberhart: Es ist nicht unzureichende Bildung. Ihr simples Feindbild ist so fertig, dass sie nicht einmal den Artikel lesen, über den Sie hier vorgeben zu reden. Oder vielleicht geben Sie nicht einmal das vor, sondern wiederholen nur das so liebevoll eingeschliffene Hassbild, wahrscheinlich ist es das. Guten Tag.
08.03.2010 11:10 Uhr
von Oberhart:
Es bleibt die Frage, wieso so viele junge Männer, die überhaupt nicht in Ländern mit Jugendüberschuss aufwuchsen - etwa die komplette Sauerland-Gruppe - zu Terroristen wurden. Wer hier einen Zusammenhang mit der Religion negiert, verschliesst die Augen vor der Wirklichkeit. Davon gehen Probleme - und der islamistische Terror ist ganz fraglos ein gewaltiges - aber seltenst weg.
Mich würde tatsächlich mal interessieren, wieso einige Menschen so herbe Probleme haben, die Ursache für den Terror in der Religion zu suchen. Schaut euch die Biographien der Attentäter an: Es sind weder unzureichende Bildung, noch eine schlimme Kindheit, noch erlebter Rassismus, noch Armut: die große Gemeinsamkeit war der Wille zum Djihad.
Wer meint, hier mit Rücksicht auf moderate Moslems das Offensichtliche nicht ansprechen zu wollen, macht einen Riesenfehler. Denn wer schweigt, akzeptiert. Hilft das irgendwem, moderate Moslems eingeschlossen?!
06.03.2010 20:19 Uhr
von H. Martin:
Wenn ich mal meine Vorurteile hier pflegen darf: Die abgeschlossene Schauspielstudentin, der ein Gott (welcher eigentlich?) beisteht, ist bestimmt eine Zugezogene. Unter Zugezogenen gibt es z.T. die merkwürdigsten Ansichten.
06.03.2010 14:48 Uhr
von Twix:
Oberhart: Schönes Vokabular haben Sie da, es zeigt, dass Sie über anders lebende Menschen aktiv nachdenken und nicht zu jedem schon eine fertige Meinung zum um die Ohren hauen haben. Ich empfehle die Kommunikation zu lesen, welche die Sauerlandgruppe im Innern hatte. Da sieht man wie austauschbar die Phrasen sind: Beliebig. Dem Paranoiden kommt eben jedes Pamphlet gerade recht. Leider.
05.03.2010 17:34 Uhr
von Oberhart:
@ Twix:
Wieso wird mir Hass unterstellt?! Was soll das?! Das ist ja wohl eine bodenlose Frechheit.
Zur Sache: Natürlich gibt es die Scharia schon lange. Ist ja auch ein kohärentes und einigermaßen probates Rechtssystem. Das Problem: Es ist inkompatibel mit den Menschenrechten wie sie in der allgemeinen Erklärung der selbigen 1948 formuliert sind. Da gibt es also eine West-Islam-Friktion. Weiterhin ist festzustellen, dass viele islamische Länder eine Kolonialisierungsgeschichte haben, sei es unter europäischer Führung oder unter dem osmanischen Reich, das ja seit Atatürk den Einfluss religiöser Kräfte einzuschränken versuchte. Das heisst in diesen Ländern galt offiziell die Rechtssprechung des Besatzerlandes. Ist übrigens immer wieder faszinierend Bilder von Kabul aus den 1960ern zu sehen. Unglaublich, was die Taliban in den paar Jahren ihrer Terrorherrschaft aus der Stadt gemacht haben. Da gab es tatsächlich mal rasierte Männer und Frauen ohne Burkagefängnis, aber das nur als Nebenbemerkung. Das heisst, das überhaupt erst nach 1945 die Scharia in einigen Ländern wieder zum Tragen kam.
Übel wurde es dann ab den Spätachzigern und Neunzigern als in fast allen Religionen ein deutlicher Rechtsruck stattfand, ausgelöst vermutlich durch den Zusammenbruch des Ostblocks. Noch in den frühen 1980ern hatte zB der Demokrat Jimmy Carter eine leichte Mehrheit der evangelikalen Christen hinter sich. In diesem Jahrtausend kann sich das rechte Republikanerpack blind auf die Bibelzombies verlassen. Während allerdings auch evangelikale Kräfte in aller Regel nicht auf die wahnwitzige Idee kommen, etwa das Deuteronomium als Grundlage eines christlichen Rechtssystems zu nehmen (Schwule können aufatmen), sieht das in der islamischen Welt anders aus. Und weil der Westen Rechte propagiert, die nicht mit der Scharia kompatibel sind, wird er eben von fundamentalistischen Kräften angegriffen.
05.03.2010 17:12 Uhr
von Stefanie Moldenhauer:
Bravo! Endlich lüftet jemand die verrauchte Bude aus, in der sich alle Seiten gegenseitig mit Bedeutung aufladen, die sie anders nicht bekommen können.
05.03.2010 10:47 Uhr
von Marti:
Wer vom "Missbrauch des Religiösen" spricht, weist der Religion einen ganz bestimmten normativen Platz und Umfang zu und zwar nach eurozentrischen Maßstäben: Religion hat so etwas Ähnliches zu sein wie ein modernes aufgeklärtes Christentum oder ein als persönlicher, friedlicher Heilsweg gesehener Buddhismus.
Orthodox-sunnitischer Islam schert sich aber nicht um westliche Vorgaben, sondern verteidigt seine eigene, authentische Weltsicht.
Danach ist Islam - über die normativen Sätze des Korans hinaus - vor allem das, was dem Brauch, der Sunna, Mohammeds entspricht.
Alles Handeln Mohammeds, nicht nur das, was ein Westler als religiös wahrnimmt, wird so zur Richtschnur für den gläubigen Sunniten.
Wer sich auch nur ein wenig mit der Geschichte des Islam auskennt, weiß, dass Mohammed einen Staat in Medina gegründet hat, eine Vielzahl von Angriffkriegen geführt hat, die noch zu seinen Lebzeiten zu Eroberung der gesamten arabischen Halbinsel geführt haben und dass er Staatsmann und Gesetzgeber war - alles nach westlichen Maßstäben genuin politisches Handeln, das so zu einem integralen Bestandteil des Islams geworden ist.
Diesen starken politischen Anteil aus dem Islam entfernen zu wollen sehen viele orthodoxe Muslime als eine Verstümmelung und Zerstörung des Islam, gegen den sie sich vehement wehren.
Der Angriff gegen nichtmuslimisches Gebiet, gegen den dar al-harb, ist ein integraler Teil des klassischen Normensystems des Islams. Es regelt genau, wann ein Muslim das Recht und die Pflicht hat, Nichtmuslime anzugreifen.
Der Autor sollte sich einmal mit diesem wichtigen Gebiet des klassischen islamischen Rechts auseinandersetzen, bevor er leichtfertig von "Missbrauch des Religiösen" spricht.
04.03.2010 21:00 Uhr
von Twix:
Oberhart: Die Scharia gibt es bekanntlich schon sehr lange, den islamischen Terrorismus nicht so. Einfach mal vom Hasstrip runterkommen fürn Moment und hinhören.
Toller Artikel, ruhiger, sachlicher Ton.
04.03.2010 18:56 Uhr
von T. Müller:
Aber es gibt eben sehr viele Texte in denen vermeintlich dummes oder dumm auszulegendes Zeug steht, ohne dass es zu Exzessen kommt. Wieso also gerade islamische Länder? Dazu habe ich jetzt zum ersten Mal eine Erklärung gehört. Vielen kommt der neue Gegner aber eben auch gerade recht, Ihnen auch?
04.03.2010 18:32 Uhr
von Udo Radert:
"Es ist schon beeindruckend zu sehen, welchen öffentlichen Raum die Religion mittlerweile wieder einnimmt."
_____
Also, ich verkneife es mir sonst ja wirklich auf Rechtschreibfehler hinzuweisen aber hier kann ich einfach nicht anders:
"beeindruckend" ist natürlich falsch, es muss "beängstigend" heißen.
04.03.2010 18:27 Uhr
von pinetop:
Werter Herr Bönt,
was haben Sie denn da zusammengeschrieben? Die mangelnde Stringenz macht es geradezu unmöglich, eine sachliche Kritik zu üben. Dies ist auch aus einem anderen Grund nicht möglich. Ihre Behauptung, der 11. September habe nichts mit dem Islam zu tun, hat bei mir zu einem heftigen Lachen geführt. Schreiben Sie weiter. Ich lache gern.
04.03.2010 13:01 Uhr
von Oberhart:
Tja, die Konfliktforschung könnte hier schlüssig sein, wenn nicht mehr als genug der Attentäter gar nicht in arabischen Ländern mit den ekelerregend vielen Jugendlichen großgeworden wären...
Ausserdem sind es ja nicht nur die Terroristen, die Frieden und Menschenrechte bedrohen. Es ist die Scharia. Und da lässt sich eben der religiöse Bezug nicht so leicht wegdiskutieren.
Jetzt haben sie, Herr Bönt, so viel geschrieben und ich bin nachher genau so schlau wie vorher.