• 20.03.2010

Erfundene "Neon"-Interviews

Die Butter verriet ihn

Gespräche mit Beyoncé Knowles oder Snoop Dogg im hippen Junge-Leute-Magazin "Neon"? Alles nur ausgedacht, wurde jetzt bekannt. Und der fabulierende Journalist prompt gefeuert.von Luise Strothmann

  • 24.03.2010 20:01 Uhr

    von Oli:

    @starstar
    Das fragst Du noch?
    Ist doch einfach: Lass Dich nicht erwischen, säge am Stuhl Deines Nachbarn und jeder, der mit 65 Jahren aus einer Redaktion noch in Rente gehen kann, darf über Los und 10.000 EURO einziehen. Die anderen müssen nochmals zurück in Rudi-Dutschke-Straße oder zur Ballermannzeitung nach Malle ...

  • 22.03.2010 19:11 Uhr

    von starstar:

    so fucking what?

  • 21.03.2010 08:08 Uhr

    von mausi:

    klingelhella, war er dein freund oder dein sohn, der "herr journalist"? so was geht gar nicht, egal welches thema! oder willst du ein klingelhella interview gefälscht wissen nur weil jemand dich als nicht wo wichtig erachtet?
    lg mausi

  • 20.03.2010 22:54 Uhr

    von Puck:

    Das ist ja gar erschöcklich!
    Glaubt eigentlich irgendwer, daß diese ganzen Interviews mit Stars (?) tatsächlich statt finden?
    Das ist doch ein tolles Kartell: Lifestyle-Magazine haben was zu drucken, und die "Stars" sind glücklich, mal wieder in der Zeitung zu stehen.

    Ich frage mich sowieso schon lange, wer diese Magazine eigentlich kauft. Ich glaube, die können sich nur noch halten, weil es immer mehr Ärzte, Rechtsanwälte und Friseure gibt - die den wartenden Klienten diese Käseblättchen zur Überbrückung der Wartezeit andienen.

  • 20.03.2010 20:53 Uhr

    von Zaras:

    Der Inszenierung des Spektakels müssen mehr solcher Steine in den Weg geworfen werden.

  • 20.03.2010 10:25 Uhr

    von F for Fake:

    HAHAHA!!! YO Mister Mocek!!! My compliments to the chef.

    Ick ziehe meinen Hut vor Dir.
    Endlich ehrliche Lügen.

  • 20.03.2010 09:59 Uhr

    von Tussidelite:

    Tja, da hat sich das Management von Beyoncé wohl als erbsenzählerische Spassbremse herausgestellt und den kreativen Autor verpetzt. Statt sich zu freuen, dass über ihre langweilige Künstlerin ein möglicherweise interessantes Interview stattgefunden hat, tun jetzt PR-Department und Neon-Chefredakteur so, als ginge es ihnen am Ende noch wirklich um Promi-News, oder besser, als gäbe es so etwas wie Promi-News. Droht nun ein PR-Desaster? Oder geht es hier um die Auswüchse des Aufmerksamkeitsterrors?

    Aber wer von den Lesern nimmt den Kram denn schon ernst? Und welche Redaktion erst? Und warum hat das böse böse Management den Autor nicht gleich besser mit Infos versorgt?

    Hier geht es doch wieder mal um die Frage, wer Dienstleister zu sein hat: der Journalist. Er hat beflissen dem Star hinterher zu schreiben, damit sich alle auf die vermeintlichen Insiderstory fluffy einen runterholen können. Wem das als Autor zu wenig ist, den kann ich gut verstehen. Hier wurde wohl der Mut zur kreativen Lücke etwas übertrieben, und schon folgt die Strafaktion. Du, du, du - du darfst über den Star nicht so einfach was schreiben! Das muss alles autorisiert sein!!!

    Egal, welchen Pups der Star lässt, er muss in Foto, Film und Ton dokumentiert werden. Nein, sie verfolgen uns nicht nur mit ihren Roten Teppichen, sondern sie nerven uns auch mit ihren Banalitäten aus dem Aufnahmestudio und terrorisieren uns mit ihrem uninteressanten Privatleben, und das nicht nur permanent im Radio, wo man ständig hören kann, wie geil sich die Moderator/innen finden, weil sie marginale Infos über irgendwelche bescheuerten Alben bekommen haben (boah ey, bin ich toll!) oder der Star gleich neben ihnen im Studio sitzt. Dabei sind das doch alles nur Worthülsen, die schon vorher abgesprochen sind.

    Hier bedarf es auch noch einer umfassenden Textkritik. Hegemann, übernehmen Sie!

  • 20.03.2010 09:43 Uhr

    von reblek:

    "Die NEON-Chefredaktion hat den Autoren mit dem Vorwurf konfrontiert, dass er die Antworten der Sängerin erfunden habe."

    "den Autoren"? Einen solch affektierten Akkusativ benutzen Leute, die sich für ein Sprachgenie halten, zum Beispiel Tom Buhrow. Für vernünftige Menschen heißt der immer noch "den Autor".

  • 20.03.2010 09:33 Uhr

    von Matttheshit:

    Da kann ich nur sagen: genau.

  • 20.03.2010 06:55 Uhr

    von HUBER tus:

    Da hätte sich der NEON-Journalist mal lieber bei der "Wahrheit" der TAZ erkundigt. Das Tagebuch von Carla Bruni zeigt, wie man's richtig macht.

  • 20.03.2010 04:48 Uhr

    von Kallike:

    Sowas als Top-Schlazeile?!? Die Taz macht sich doch wirklich on tag zu tag laecherlicher! An sich ist der Artikel ja okay, aber vor Afghanistan et al. doch wirklich nicht zu ueberbieten an Nichtigkeit!

  • 20.03.2010 00:53 Uhr

    von dahinter steckt manchmal ein kluger Kopf:

    An Frau Klingelhella

    Im Gegensatz zu diesem Schmierblatt trennt die Frankfurter zwischen Meinung bzw. Kommentar und eigentlicher Meldung. Kritische Stimmen zu Gewinnstreben mit der Schweinegrippe erschien dort, aber ebenso wurde mit mit Esoterisch angehauchten Impfgegner, die grobfahrlässig die Volksgesundheit in Gefahr bringen sich auseinander gesetzt.

    Angst, Hysteria und Fehlinformationen, zum Beispiel zu den Themen biotechnisch aufgebesserte Nahrung, durch Eingriffe in das Erbgut, verbreit doch gerade die TAZ.

  • 20.03.2010 00:05 Uhr

    von Nonamenoblame:

    Das mit der Butter war doch bloss eine Anspielung auf Marlon Brando -- der letzte Flipflop in Bengasi, oder so, oder was ?

  • 19.03.2010 23:52 Uhr

    von Oertzen:

    Na und? Ob jemand ein Interview mit Beyonce tatsächlich führt oder erfindet ist doch vollkommen egal. Im Zweifelsfalle wäre mir ein gut gefälschtes Interview sogar lieber als eines von diesen üblichen, langweilig-dummen Kurzinterviews.

    Eigentlich aber vollkommen egal. Ist doch eh alles dieselbe neoliberale Ablenkungsmaschinerie, so oder so.

  • 19.03.2010 22:31 Uhr

    von Max Mustermann:

    perfekter gonzo-journalismus. weiss nich warum die da so ein trara draus machen

  • 19.03.2010 21:01 Uhr

    von Taz-O-Mat:

    Das erinnert alles fatal an den amerikanischen Ex-Schreiberling Stephen Glass: http://de.wikipedia.org/wiki/Shattered_Glass

    Interessantes Thema, das auf der einen Seite als solches durchaus fasziniert, auf der anderen aber bei jedem aufgeklärten Individuum nur Abscheu für den überführten Betrüger hinterlassen kann.

  • 19.03.2010 20:53 Uhr

    von FranzV:

    Aus zwei Grunden ist die Story erschreckend:
    a) Die Interviews mit Stars und solchen, die es werden sollen, sind scheinbar austauschbar und belanglos. Anders ist es nicht zu erklären, dass man einfach 5 Interviews fälschen kann und nur durch Dummheit das Ganze rauskommt.

    b) Journalismus ist oft erschreckend unseriös.
    (Das Gleiche gilt für Pauschalurteile ;) )

  • 19.03.2010 19:20 Uhr

    von Andreaas:

    Ich will diesen Ingo Mocek nicht verteidigen, aber er hat in der Redaktion etwas bedient, was vorhanden ist. Hätte er nicht so viele Superpromis an der Angel gehabt, dann wäre schnell das Wort des Mittelmaß gekommen und das killt jeden Journalisten. Ich denke mal, dass die gelben Geschichten voller Lügen sind. Dieser hier ist einfach nur zu dick aufgetreten. Und er dürfte jetzt in diesem Beruf Probleme haben, dabei stehen schon drei weitere Wortpoeten bereit, die gleichen Seiten mit den gleichen Methoden zu füllen.
    Diese Sorte von Journalismus ist jahrelang gewachsen, so viele Prominente kann es gar nicht geben, da sind schon echte B- und C-Klasse Leute wie Verona Poth sehr begehrt gewesen, zumal da gleich eine PR-Agentur bereit steht, um deren Unsinn in die Öffentlichkeit zu radiieren.
    Ein Klaus Kinski, Marlon Brando, Brad Pitt, Paul Newmann oder eine Sophia Loren sind eben ein anderes Kaliber und da sind inzwischen Tausende Anfragen unterwegs - wie soll das gehen?
    Es geht mit viel Phantasie und eine gesunden Spur echter Dreistheit.
    Solche Leute wie Mocek überleben das Redaktionsmobbing, die haben eine ganz eigene Art von Survival im Programm ...

  • 19.03.2010 18:44 Uhr

    von Christian Alexander Tietgen:

    Ich bin schockiert.

  • 19.03.2010 18:00 Uhr

    von Jens:

    Ich dachte, das sei der hundsgewöhnliche Alltag im Boulevard-Gewerbe. Und was die Essenz eines Neon-Interviews angeht, ist es doch sogar letztlich egal, ob echt oder unecht. Da geht es um Unterhaltung mittels irrelevanten Klatsches.

    In einer Neon fände ich "gut gefälscht" vermutlich hundertmal spannender und hochwertiger als "langweilig authentisch".

    Vielleicht hat der zuständige Regisseur mit der Kohle einfach vernünftigere Dinge gemacht. Ein Buch geschrieben - oder teure Feldenkrais-Stunden genommen.

  • 19.03.2010 17:43 Uhr

    von Klingelhella:

    Die Dummheit verriet sie

    Bedrohung durch die Schweinegrippe, Seuchen- und Horrorszenarien im hippen Alte-Leute-Magazin "FAZ"? Alles nur eine Riesen-Abzocke gewesen, wurde jetzt bekannt. Und die Journalisten...?

    ----------

    Ganz im Ernst, taz, wen interessiert denn so ein Blödsinn mit Beyoncé et al.? Wenn ihr journalistische Ethik auf den Prüfstand stellen wollt, dann bitte da, wo es auch wehtun kann. Und wo z.B. die Staatskasse um ein paar hundert Millionen geschröpft wurde.

Ihr Name (wird angezeigt):*

Email (wird nicht angezeigt):*

Kommentar* - bitte beachten Sie unsere Netiquette:

Bitte geben Sie hier das Wort ein, das im Bild angezeigt wird. Dies dient der Spamvermeidung Wenn Sie das Wort nicht lesen konnten, bitte hier klicken.

CAPTCHA Bild zum Spamschutz

Wenn Sie auf "Abschicken" klicken, wird ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an taz.de verschickt. Er wird veröffentlicht, sobald einRedakteur ihn freigeschaltet hat. taz.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus ähnlichen Gründen unangemessene Beiträge nicht zu publizieren.

*Pflichtfelder