• 24.02.2010

Ein Tag Generalstreik

Griechenland steht still

Alle Flüge von und nach Griechenland wurden gestrichen, Schulen und Behörden bleiben für einen Tag zu: aus Protest gegen den Sparkurs. Premier Papandreou erklärt, er habe "Verständnis", nur "kein Geld".

  • 28.02.2010 20:49 Uhr

    von Karl Ilnyzckyj:

    1. Die Streikenden sind nicht an der Finanzkrise schuld.
    2. Die schuldigen Politiker sind immer noch auf freiem Fuss.
    3. Die programmierte Verarmung der lohnabhängigen Bevölkerung und der Rentner wird nicht ausreichen um die Schulden bei den Banken zu tilgen. Eine verarmte Bevölkerung zahlt eben auch weniger Steuern und Sozialversichrungsbeiträge.

    Wozu ist eigentlich die EZB da?

  • 25.02.2010 21:05 Uhr

    von denninger:

    Sag mal, "das selbst", gibt es da auch nur ein einziges reales Argument, das Deine Forderung untermauert?

  • 25.02.2010 14:59 Uhr

    von das Selbst:

    Sozialismus für Europa!!!

  • 25.02.2010 11:35 Uhr

    von Orwell:

    Oktober 2010: Angesichts der Tatsache, dass sich die Krise mittlerweile auf den gesamten Euroraum ausgeweitet hat, sich die Wettbewerbslage in bezug auf Indien und China weiter verschlechter hat, beschliesst die Komission der Eu für alle Mitgliedstaaten:
    1. Heraufsetzung der Rente auf 75 Jahre
    2. Lohnkürzungen von 45%
    3. Privatisierung von allen öffentlichen Einrichtungen
    4. Zwangsimpfungen zur Unterstützung der Pharmaindustrie; (letztere hat besonders unter den niedrigen Lohnstückpreisen Indiens gelitten)

    Das Streikrecht ist bis auf weiteres aufgehoben

  • 24.02.2010 19:59 Uhr

    von Der Klaus ganz fein:

    @von das selbst: "wie wir alle über ihre verhältnisse gelebt"... wirft das nicht sofort ein bescheidenes licht auf diese "verhältnisse", die es ein angenehmes leben in wohlstand verhindern? Und mit Demos lässt sich sicherlich kein Systemwandel umsetzen, man kann vielleicht die öffentliche Meinung etwas beeinflussen, meist eher noch positiv solang gewaltfrei. Das was die Menschen vom Reichtum trennt ist das Geld, (wir haben fast vollautomatische fabriken und überproduktion), und Geld erhält man durch den Lohn. Der Lohn ist aber aufgrund dieser "Verhältnisse" (wachstum, profite machen ..) und der austauschbarkeit des lohnabhängigen mit subjekten der industriellen reservearmee (lohn ist in unserer wirtschaft kostfaktor, also eher störend)so gering wie möglich. durch streiks wird doch gerade unterbunden dass das kapital aus den arbeitern mehrwert schafft, aber ich gebe dir in der hinsicht recht, solang die streiks nicht ernsthaft politisch motiviert sind sondern anstatt 5 euro halt 10 euro fordern, und danach alles weiter geht wie bisher sind sie nutzlos

  • 24.02.2010 15:32 Uhr

    von das Selbst:

    Trotzdem haben sie, wie wir alle über ihre Verhältnisse gelebt und müssen jetzt halt dafür bezahlen. Uns kann es genau so gehen. Das dann gestreikt wird finde ich nicht gerechtfertigt. Wenn man einen Politikwechsel oder einen Systemwechsel anstrebt soll man das mit Demos oder sonstigen Methoden umsetzen aber Streiken weil man nicht mehr so viel kriegt und den Rest so beibehalten wollen, ist inakzeptabel.

  • 24.02.2010 13:24 Uhr

    von Rudolf:

    Die Griechen haben betrogen um in die Euro Zone zu kommen, sie sollten ihre Fehler eingestehen und ihre Schulden nicht noch vermehren durch diese sinnlosen Streiks.

    Glaubt wirklich jemand dass die Regierung einlenken wird?
    Ja?
    Glaubt ihr auch noch an den Weihnachtsmann?

  • 24.02.2010 12:57 Uhr

    von Hupe:

    Ja Gummiball, dem stimme ich absolut zu. Jedoch scheint der Leidensdruck in Deutschland noch nicht groß genug zu sein. Warten wir einfach zwei bis fünf Jahre ab. Es wird bestimmt auch hier noch spannend werden.

  • 24.02.2010 12:27 Uhr

    von Sepp Schilehrer:

    Können Sie bitte ein bisschen konkreter werden...? Welche Alternativen hat Griechenland Ihrer Meinung nach...?

    Oder sind Sie nur dagegen, weil man stets gegen das System sein muss...?

  • 24.02.2010 11:49 Uhr

    von Stefan Thiesen:

    Leider scheint die Alternative zum "radikalen Sparkurs" in Griechenland im real existierenden europäischen Kapitalismus (verkürzt) die zu sein, daß den Sozialhilfeempfängern im übrigen Europa die Zahlungen gekürzt werden, um ein korruptes und marodes Griechenland zu stützen. DAS kanns auch nicht sein. Aber der Fall Griechenland zeigt zumindest, wohin auf Dauer das Zins- und Verschuldungsprinzip führt, auf dem die komplette Weltwirtschaft basiert. Den alten Griechen war das durchaus bewußt.

  • 24.02.2010 10:16 Uhr

    von GonZoo:

    Griechische Beamte streiken - das ist, so weit ich Griechenland kenne, eher die Regel als die Ausnahme. Das Beamtengehalt ist das garantierte Grundeinkommen, das abertausende Planstelleninhaber sich einmal im Monat abholen und das ihnen durch Freunde und Verwandte verschafft wurde. Die eigentliche Berufstätigkeit findet außerhalb des Amtes statt. Wie gesagt, das ist nicht die Ausnahme, das ist der Normalzustand. In diesem Punkt ist Griechenland schlimmer als Albanien und Indien zusammen.

    Die Sparmaßnahmen der Regierung sehen so aus, daß für je 50 in Rente gehende Beamte nur noch 15 neue angestellt werden sollen. Das sind immer noch 14 zu viel für das, was tatsächlich geleistet wird.

    Aber ein Generalstreik wird Griechenland ganz bestimmt wieder auf die Beine bringen, da bin ich mir ganz sicher....

  • 24.02.2010 09:19 Uhr

    von Gummiball:

    UNGLAUBLICH! Gibt es denn so etwas? Eine derart großflächige Soldiarität eines gesamten Volkes? Ich ziehe meinen Hut vor den Griechen! Welche eine Mut und Einsicht! Endlich gibt es Menschen die verstanden haben, wie man ohne Gewalt eine gekaufte Regierung innerhalb kurzer Zeit in die Knie zwingen kann.
    Es gibt IMMER andere Alternativen zum radikalen Sparkurs. Man muss nur genug Mut für Neues haben. Statt dessen wird dem Volke vorgetäuscht, man müsse alte, morsche Balken, dessen Lebenserwartung schon längst abgelaufen ist, mit viel Geld in Stand halten.

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