DuMont will Subventionen
Der Löwe von Köln hat gebrüllt
Der Verleger fordert in seinen wichtigsten Blättern Staatshilfe für Zeitungen - und wünscht sich den preußischen Presseoffizier zurück. Sein Lamento ist Teil eines Vater-Sohn-Konflikts.von S. Grimberg
Leserkommentare
14.12.2009 17:53 Uhr
von Onlineleser:
Ja, ja, ja ... erst die komeplette Redaktion der zum Berliner Verlag gehörenden Netzeitung entlassen und dann jammern, dass sich die Leser abwenden ...
Vielleicht sollten sich die Herren Du Mont mehr um Qualität UND Online kümmern ... Großes Lamentieren und sich als barmherzige Samariter der professionellen Journalisten aufspielen auf der einen und eine komplette Onlineredaktion (Netzeitung.de) entlassen auf der anderen Seite ... Wer soll den Worten glauben ... egal ob sie von Neven oder Konstantin kommen ... der ganze Verein ist sowas von unglaubwürdig ...
14.12.2009 09:23 Uhr
von Rhein länder:
Wenn dem Löwen von Köln die Leser weglaufen, was ein generelles Problem bei Tageszeitungen zu sein scheint, die sich gerne als "unabhängig" oder "überparteilich" betiteln und es nicht wirklich sind, weil sie über den Umweg großer Verlagsgruppen irgendwelchen Parteien gehören oder in erster Linie an die Gewinnmaximierung denken, dann ist er es selber schuld.
Wenn man Personal streicht, weil man die Redaktionen verkleinert und zusammenlegt, freie Mitarbeiter auf geringfügig beschäftigter Basis anstellt anstatt ausgebildete Journalisten und vor allem wenn man sich stur an die Grenzen des Verbreitungsgebietes hält und in keiner Weise über den Tellerrand schaut, dann ist wohl alles klar.
14.12.2009 06:48 Uhr
von Michael H.:
Dass NevenDuMont nun ausgerechnet Subventionen für seine monopolistische Lokalpresse fordert ist geradezu tragisch und lächerlich. Sein lokaler Flottenverbandsführer, der Kölner Stadt-Anzeiger ist in Punkto Meinungsvielfalt gerade ein besonders schlechtes Beispiel für die angemahnte 'Pressefreiheit'. Würden nicht gelegentlich in der TAZ oder auch in der Süddeutschen gewisse kapitalismustypische
Vorgänge aus der Kölner Lokalpolitik, genannt auch 'Kölscher Klüngel', abgedruckt, so blieben sie unveröffentlicht. In DuMonts eigenen Blättern nach wirklicher Meinungsvielfalt zu suchen, ist jedenfalls ein von vorneherein völlig unmögliches Unterfangen, spricht doch aus den Kommentaren des Kölner Stadt-Anzeiger immer nur eine, nämlich die wirtschaftsliberale Stimme. Weitere politische Farben und Meinungen bleiben dort ungedruckt und werden mithin systematisch unterdrückt.