Die Freifunk-Initiative hat in Berlin das größte öffentliche Netz der Welt aufgebaut. Nun will sie mit der Piratenpartei die Idee weiterentwickeln.von S. Otto Und A. Krieger
Die rechtliche Betrachtung in lang: http://retosphere.de/publikationen/diss.php?menu_id=20 Und ein Blog vom gleichen Author: http://www.offenenetze.de/ Die FAQ bei Freifunk: http://wiki.freifunk.net/FAQ_Rechtliches
Angst essen Seele auf. Freifunk statt Angst!
02.09.2009 09:09 Uhr
von Christian Weßel:
Warum nur Berlin? Es gibt doch FON. Und die haben den Ansatz die ganze Landoberfläche der Erde mit einem Mitmachnetz zuz überspannen. Dann entsteht auch wieder Freiheit. Was sogenannte Profis nicht schaffen, schaffen eben die vielen kleinen Leute. Klotzen, nicht kleckern (oder muß es heißen 'meckern'?). Bei mir steht eine Fonera und ist öffentlich zugänglich. Und wann wurde schon mal ein Provider zur Verantwortung gezogen, weil sich ein Kunde illegale Inhalte aus dem Netz gezogen hat? Also, schon weiter freifunken!
01.09.2009 14:15 Uhr
von ab cd:
Hauptsache, wir bekommen noch mehr Elektrosmog, es kann gar nicht genug geben
01.09.2009 11:31 Uhr
von Wellenreiter:
Ich finde die Idee des Wlan-Sharings sehr interessant und profitiere davon auch regelmäßig auf Reisen. Aber die TAZ sollte hier doch auf die rechtlichen Probleme hinweisen.
Etwa die Mitstörer-Haftung. Nach der Ansicht mancher Richter (OLG Hamburg) haftet grundsätzlich der Betreiber des offenen Netzwerks für alle darüber begangenen Rechtsverletzungen. Andere Richter sehen das wieder anders (OLG Frankfurt). Letzten Endes bleibt einem als Betreiber dennoch ein erheblicher Aufwand nachzuweisen, dass man selbst keine Rechtsverletzung begangen hat - falls das überhaupt möglich ist, im Normalfall hat man privat keine Logs über längere Zeiträume, hoffentlich war man zur Tatzeit nachgewiesen nicht zuhause.
Abgesehen davon gabs Ende letzten Jahres erst einen Fall, in dem über ein offenes Wlan eine (nicht ernst gemeinte) Amok Drohung in einem Chat ausgesprochen wurde. Die Folge: die Wohnungstür des Wlan Betreibers hielt der Stürumung durch das SEK nicht stand.
Nicht zuletzt haben auch die Provider was gegen das Internet-Sharing. Ein Schlag gegen "kommerzieles" Wlan-Sharing ist ihnen schon mal geglückt (OLG Köln). Verklagt wurde dort FON. Ein Dienst bei dem jeder Nutzer sein Wlan zur Verfügung stellen kann, dafür kostenlos Wlans Anderer nutzen kann. Nutzer die ihren Zugang nicht zur Verfügung stellen, bezahlen einen geringen Betrag, der unter anderem auch dem Betreiber des Wlans zu gute kommt (wirklich viel verdient man damit allerdings nicht).
Solange in Deutschland so ein feindliches Klima herrscht werde ich meinen Zugang, so gerne ich möchte nicht zur Verfügung stellen. Ich habe keine Lust all meinen Internet Verkehr über VPN (evtl noch kostenpflichtig) ins nicht-EU-Ausland zu leiten um vor den abmahngeilen Paragraphenreitern sicher zu sein. Jemand sagte mal, Internet ist die Infrastruktur der Zukunft, so wie es jetzt Straßen und Autobahnen sind.
Mit so einem feindlichem Klima wird jedenfalls jede private Initiative im Keim erstickt.
31.08.2009 23:09 Uhr
von Werner:
Hoffentlich macht es keinen schädlichen Elektrosmog.
Ansonsten: So ein Freinetz kann Freiheit schaffen, am besten wenn es global über Satellit möglich wäre. Dann täten sich Zensursula nebst Ahmadinedschad etwas schwerer mit der Informationsabschneidung.
31.08.2009 19:37 Uhr
von noX:
Wie sieht es bei dem Projekt mit Abmahnungen & Co. aus? Die gehen dann doch an die Personen, die den konkreten Zugang zur Verfügung stellen oder nicht? Besteht da nicht die Gefahr, dass Anwälte das ganze Projekt in kurzer Zeit kaputt machen können?
Leserkommentare
22.09.2009 12:19 Uhr
von alx:
Die rechtliche Betrachtung in lang: http://retosphere.de/publikationen/diss.php?menu_id=20
Und ein Blog vom gleichen Author: http://www.offenenetze.de/
Die FAQ bei Freifunk: http://wiki.freifunk.net/FAQ_Rechtliches
Angst essen Seele auf.
Freifunk statt Angst!
02.09.2009 09:09 Uhr
von Christian Weßel:
Warum nur Berlin? Es gibt doch FON. Und die haben den Ansatz die ganze Landoberfläche der Erde mit einem Mitmachnetz zuz überspannen. Dann entsteht auch wieder Freiheit.
Was sogenannte Profis nicht schaffen, schaffen eben die vielen kleinen Leute. Klotzen, nicht kleckern (oder muß es heißen 'meckern'?).
Bei mir steht eine Fonera und ist öffentlich zugänglich. Und wann wurde schon mal ein Provider zur Verantwortung gezogen, weil sich ein Kunde illegale Inhalte aus dem Netz gezogen hat?
Also, schon weiter freifunken!
01.09.2009 14:15 Uhr
von ab cd:
Hauptsache, wir bekommen noch mehr Elektrosmog, es kann gar nicht genug geben
01.09.2009 11:31 Uhr
von Wellenreiter:
Ich finde die Idee des Wlan-Sharings sehr interessant und profitiere davon auch regelmäßig auf Reisen. Aber die TAZ sollte hier doch auf die rechtlichen Probleme hinweisen.
Etwa die Mitstörer-Haftung. Nach der Ansicht mancher Richter (OLG Hamburg) haftet grundsätzlich der Betreiber des offenen Netzwerks für alle darüber begangenen Rechtsverletzungen. Andere Richter sehen das wieder anders (OLG Frankfurt). Letzten Endes bleibt einem als Betreiber dennoch ein erheblicher Aufwand nachzuweisen, dass man selbst keine Rechtsverletzung begangen hat - falls das überhaupt möglich ist, im Normalfall hat man privat keine Logs über längere Zeiträume, hoffentlich war man zur Tatzeit nachgewiesen nicht zuhause.
Abgesehen davon gabs Ende letzten Jahres erst einen Fall, in dem über ein offenes Wlan eine (nicht ernst gemeinte) Amok Drohung in einem Chat ausgesprochen wurde. Die Folge: die Wohnungstür des Wlan Betreibers hielt der Stürumung durch das SEK nicht stand.
Nicht zuletzt haben auch die Provider was gegen das Internet-Sharing. Ein Schlag gegen "kommerzieles" Wlan-Sharing ist ihnen schon mal geglückt (OLG Köln). Verklagt wurde dort FON. Ein Dienst bei dem jeder Nutzer sein Wlan zur Verfügung stellen kann, dafür kostenlos Wlans Anderer nutzen kann. Nutzer die ihren Zugang nicht zur Verfügung stellen, bezahlen einen geringen Betrag, der unter anderem auch dem Betreiber des Wlans zu gute kommt (wirklich viel verdient man damit allerdings nicht).
Solange in Deutschland so ein feindliches Klima herrscht werde ich meinen Zugang, so gerne ich möchte nicht zur Verfügung stellen. Ich habe keine Lust all meinen Internet Verkehr über VPN (evtl noch kostenpflichtig) ins nicht-EU-Ausland zu leiten um vor den abmahngeilen Paragraphenreitern sicher zu sein. Jemand sagte mal, Internet ist die Infrastruktur der Zukunft, so wie es jetzt Straßen und Autobahnen sind.
Mit so einem feindlichem Klima wird jedenfalls jede private Initiative im Keim erstickt.
31.08.2009 23:09 Uhr
von Werner:
Hoffentlich macht es keinen schädlichen Elektrosmog.
Ansonsten: So ein Freinetz kann Freiheit schaffen, am besten wenn es global über Satellit möglich wäre. Dann täten sich Zensursula nebst Ahmadinedschad etwas schwerer mit der Informationsabschneidung.
31.08.2009 19:37 Uhr
von noX:
Wie sieht es bei dem Projekt mit Abmahnungen & Co. aus? Die gehen dann doch an die Personen, die den konkreten Zugang zur Verfügung stellen oder nicht?
Besteht da nicht die Gefahr, dass Anwälte das ganze Projekt in kurzer Zeit kaputt machen können?