Laut einer Tagesschau-Nachricht vom 23.06.09 setzten deutsche Firmen in 2008 4 Milliarden Euro im und mit dem Iran um. 80 bis 100 Firmen mit eigenen Niederlassungen (2006: insgesamt 12.000 Firmen mit Geschäftskontakten)sind beteiligt. Dazu gehören auch Mittelständler, aber vor allem die Großen sind freudig engagiert - trotz Embargo und natürlich sinkender Umsätze im Iran.
Gesetzt der Fall, die Lage im Iran ist so, wie sie in der Mainstream-Presse dargestellt wird. Wie verhalten sich diese Unternehmen dort, deren Ziele natürlich wirtschaftlicher und nicht politisch-demokratischer Natur sind? Die Knauf Gips KG ist da fast nur ein Fußnote im Gebahren zum Erhalt der Profite. Und auch, wenn die Kündigungsdrohung eine Gegenleistung zur Freilassung des eigenen Firmenmitarbeiters (Demonstranten) aus dem Gefängnis war, zeigt sich hier in beschämender Weise, wie "internationaler Handel" ("globalisiert" kann ich nicht mehr hören...) sich von Embargen, politischen Systemen und menschlichen Rechnten nicht beeindrucken lässt.
01.08.2009 22:22 Uhr
von Küstenstelze:
Wo bleibt zum Thema, das durch die Überschrift angekündigt wird, eine eigene Stellungnahme der taz? Auf diesen Gemischtwarenartikel hätte man besser verzichtet.
01.08.2009 11:47 Uhr
von Gottfried Ohnmacht:
Unglaublich, dass eine deutsche Firma im Iran das Geschäft der Mullahs und der Repressionskräfte betreibt. Ob es sich dabei wohl um einen Einzelfall handelt ?
01.08.2009 06:38 Uhr
von vic:
Maulkorb-Erlass für MitarbeiterInnen im Ausland. Dreistes Verhalten eines Arbeitgebers das Freizeitverhalten von MitarbeiterInnen zu reglementieren. Über den "guten Namen" dieses Unternehmens gibt es auf Wiki viel zu lesen. In diesem Zusammenhang wundert dieses Verhalten nicht, hätte man doch bei Zuwiderhandlung finanzielle Einbußen erlitten, oder gar den Mitarbeiter freikaufen müssen?
31.07.2009 18:47 Uhr
von bichette:
die nachträgliche rechtfertigung der kündigungsdrohung ist heuchelei. wenn knauf mit den diktaturen weiter geschäfte machen will, dann muss diese "welt-"firma weiter so kuschen. dass sie im iran drohungen aussprach, macht ihr unverblümtes einverständnis mit den mullahs mehr als deutlich.
mit gipsköpfen lassen sich weiter gewinne machen, mit querdenkenden anhängern der demokratie leider nicht. man kann solche heuchler nur boykottieren.
31.07.2009 18:33 Uhr
von Bionca Knowless:
Passt doch zum Habitus dieses Unternehmens!
Wiki-Knowledge: 2002 wurde das Unternehmen im Rahmen der Aufdeckung des Gipsplattenkartells zu einem Bußgeld von 85,8 Millionen Euro verurteilt.
und
Im März 2009 wurden im Zusammenhang mit korrodierenden Gipsplatten gegen drei chinesische Partnerunternehmen der Knauf Gips KG eine Sammelklage in Miami, Florida (USA) eingereicht. Diese betroffenen Platten beschädigen Kupferleitungen durch korridierende Dämpfe.
Leserkommentare
02.08.2009 13:58 Uhr
von bedacht:
Laut einer Tagesschau-Nachricht vom 23.06.09 setzten deutsche Firmen in 2008 4 Milliarden Euro im und mit dem Iran um. 80 bis 100 Firmen mit eigenen Niederlassungen (2006: insgesamt 12.000 Firmen mit Geschäftskontakten)sind beteiligt. Dazu gehören auch Mittelständler, aber vor allem die Großen sind freudig engagiert - trotz Embargo und natürlich sinkender Umsätze im Iran.
Gesetzt der Fall, die Lage im Iran ist so, wie sie in der Mainstream-Presse dargestellt wird. Wie verhalten sich diese Unternehmen dort, deren Ziele natürlich wirtschaftlicher und nicht politisch-demokratischer Natur sind?
Die Knauf Gips KG ist da fast nur ein Fußnote im Gebahren zum Erhalt der Profite. Und auch, wenn die Kündigungsdrohung eine Gegenleistung zur Freilassung des eigenen Firmenmitarbeiters (Demonstranten) aus dem Gefängnis war, zeigt sich hier in beschämender Weise, wie "internationaler Handel" ("globalisiert" kann ich nicht mehr hören...) sich von Embargen, politischen Systemen und menschlichen Rechnten nicht beeindrucken lässt.
01.08.2009 22:22 Uhr
von Küstenstelze:
Wo bleibt zum Thema, das durch die Überschrift angekündigt wird, eine eigene Stellungnahme der taz? Auf diesen Gemischtwarenartikel hätte man besser verzichtet.
01.08.2009 11:47 Uhr
von Gottfried Ohnmacht:
Unglaublich, dass eine deutsche Firma im Iran das Geschäft der Mullahs und der Repressionskräfte betreibt. Ob es sich dabei wohl um einen Einzelfall handelt ?
01.08.2009 06:38 Uhr
von vic:
Maulkorb-Erlass für MitarbeiterInnen im Ausland.
Dreistes Verhalten eines Arbeitgebers das Freizeitverhalten von MitarbeiterInnen zu reglementieren.
Über den "guten Namen" dieses Unternehmens gibt es auf Wiki viel zu lesen.
In diesem Zusammenhang wundert dieses Verhalten nicht, hätte man doch bei Zuwiderhandlung finanzielle Einbußen erlitten, oder gar den Mitarbeiter freikaufen müssen?
31.07.2009 18:47 Uhr
von bichette:
die nachträgliche rechtfertigung der kündigungsdrohung ist heuchelei. wenn knauf mit den diktaturen weiter geschäfte machen will, dann muss diese "welt-"firma weiter so kuschen. dass sie im iran drohungen aussprach, macht ihr unverblümtes einverständnis mit den mullahs mehr als deutlich.
mit gipsköpfen lassen sich weiter gewinne machen, mit querdenkenden anhängern der demokratie leider nicht. man kann solche heuchler nur boykottieren.
31.07.2009 18:33 Uhr
von Bionca Knowless:
Passt doch zum Habitus dieses Unternehmens!
Wiki-Knowledge:
2002 wurde das Unternehmen im Rahmen der Aufdeckung des Gipsplattenkartells zu einem Bußgeld von 85,8 Millionen Euro verurteilt.
und
Im März 2009 wurden im Zusammenhang mit korrodierenden Gipsplatten gegen drei chinesische Partnerunternehmen der Knauf Gips KG eine Sammelklage in Miami, Florida (USA) eingereicht. Diese betroffenen Platten beschädigen Kupferleitungen durch korridierende Dämpfe.