• 22.01.2012

Christian Wulff repräsentiert den Teil der Bevölkerung, der das Gemeinwesen als Schnäppchenmarkt begreift. Mit absehbaren Folgen.

Costa Germania

KOMMENTARvon Ambros Waibel

  • 24.01.2012 13:38 Uhr

    von Karl K :

    @jedem sein Schwein quiekt 2.0

    sorry, hatte wohl meine Brille nicht auf:

    "... gesellschaftliche Niveau..."

    'tschuldigung; dieser Satzteil erreichte meine grauen Gehirnzellen nicht!

    Wenn damit gemeint ist, dass die
    (langfristigen) gesellschaftlichen Auswirkungen:

    des " Sparterrors" zugunsten der Banken, gehebelter Rettungsschirm, Ausspielen der Euro-Staaten usw

     nicht ausreichend hinsichtlich der aktuellen wie der langfristigen gesellschaftlichen UND staatlichen Verwerfungen runtergebrochen wird.

    Dann meinen wir insoweit das gleiche:
    Die Schleifung DER Errungenschaft Europas - im Sinne von Bourdieu -gegenüber dem Rest der Welt : dem Sozialstaat.

    Ja dieser Vorgang wird wahrlich nicht ausreichend en detail begreifbar gemacht.
    Statt dessen kann mühelos ein mehrheitlicher Konsens ûber Rauchverbot und die Häme ûber einen unpräsidianlen kleinbürgerlichen Raffke  erzielt werden!

    " Brot und Spiele" - Geschichte wiederholt sich in solcher Gestalt
     - wiedermal - als Farce.

    Eine Abwehr dieser fundamentalen Angriffe auf eine eine mühsam in Ansätzen gewonnene Kultur kann nur ûber  entsprechend sensibilisierte Bürger gelingen

    That's the job! Let's do it.



  • 23.01.2012 18:14 Uhr

    von Karl K :

    @iquique

    ", wenn doch nur die Berichterstattung der taz in wirtschaftspolitischen Bereichen dieses weitsichtige gesellschaftliche Niveau erreichen würde."

    Bitte?
    tja: jedem sein Schwein quiekt 

    Hab zwar nur 5 Semester Zweitstudium mit Diss-Angebot in Volkers Wirtschaft.
    Sieht man mal von Hannes Koch ab - "het sich mitm Kaiser vertürnt, kiek mit en Oug na Utland(Spiegel, Zeit et al.)" - finde ich vor allem die Weibercombo à la bonne heure , auch die Gastbeiträge!

    Gewiß, Michael Jungblut 
    - Die Zeit 60/70 plus - ist anders .
    Aber wenn einer schon im Kohlenkeller Schatten wirft, was soll der in der taz ?

    Ok, durch die rasur designé finde ich die Beiträge häufig etwas verknappt, aber das gilt allgemein.

  • 23.01.2012 11:27 Uhr

    von kroete:

    Dieser Bundespräsident inszeniert sich wie ein Kapitän am "Traumschiff".
    Jetzt versenkt er sich selbst in der politischen rauhen See, das Schiff, das von der Regierunsströmung navigiert wird werden soll, nimmt in Wirklichkeit jedoch immer ,von starken Winden der Wirtschaft beliebig angetrieben, Kurs auf Gier, Macht und Gewinn.
    Fischt die Medienlandschaft in diesen styxchen Gewässern, so betreibt sie Piraterie, entert den "tragischen Titanen auf der Titanic", dabei soll Presse- und Meinungsfreiheit gleich mit ihm von Bord gehen, um die Wogen zu glätten.

  • 23.01.2012 11:17 Uhr

    von mephiske:

    Ja, dem Kapitän der leckgeschlagenen "DD" (Dampfschiff Deutschland) sind fatale Navigationsfehler unterlaufen.
    Seinen "Steuermann" hat er schon mal über die Planken geschickt; abgesichert durch einen finanziellen Rettungsring. Jetzt hängt das ehemals stolze Schiff an den Klippen, "Kai Störtebecker" hat leichtes Spiel und die "Lorelei" auf dem Kanzlerfelsen kriegt keinen Ton mehr raus.
    "Rette sich, wer kann!"

  • 23.01.2012 11:09 Uhr

    von BiBo:

    Nun, die Frage ist doch auch, wenn der Zustand der Gesellschaft so ist, wie sie ist, und wenn die Politiker nur ein Teil dieser Gesellschaft sind, wer wäre dann integer genug um das Amt zu übernehmen.

    Ich will jetzt nicht fragen, wer denn den ersten Stein schmeißen könne, weil er frei von Schuld ist (nur als Zitat, bin jetzt nicht wirklich religiös). Aber wenn die derzeitige gesellschaftliche Situation eine Folge der Entwicklung ist, und die Politiker hat, die die Gesellschaft hervorbringt, dann frage ich mich auch, wer denn Wulff beerben kann...

    Oder anders gefragt, was muß mit der Gesellschaft passieren, dass die Leute, die sie für die Politik hervorbringt dem Amt entsprechen, und nicht andersrum.

  • 23.01.2012 03:53 Uhr

    von ion:

    Danke für diesen Kommentar !!!
    Es gibt noch Lesenswertes in der taz !

  • 22.01.2012 23:56 Uhr

    von wuff:

    An Oberlehrer DUSA:

    Genau so wie Du es korrigierst, steht es doch im Text, Du rennst also offene Türen ein.

    Sehr schöner Kommentar, wie lange wird Wulff noch für Schlagzeilen sorgen?

    Ich tippe, er sitzt es durch!

  • 22.01.2012 21:22 Uhr

    von MANFREDO HOHESIEL:

    hALLO werte blockleser,
    bevor sich jemand mit Majestätsbeleidigung die Finger schmutzig macht-völlig unnötig, das hat derjenige schon selbst bis zum Ueberdruss erledigt, und er
    hört nicht damit auf, nein - macht er nicht, da beweist er Rückgrat, auch wenn es sonst niemand glauben mag-
    weil es nicht zu ihm passt,
    aber egal, sagen Sie, seitwann nehmen die Deutschen Ihren Ersatzkaiser wieder so wichtig- und vor allem warum ? Hat Bruno Jonas darauf eine Antwort-nein, aber lustige Beitraege dazu- echt zum schmunzeln

  • 22.01.2012 20:01 Uhr

    von Karl K :

    Ambrosia & danke!

    Der Waibel Ambros is scho a Hund, gell!

  • 22.01.2012 19:41 Uhr

    von Ela:

    ...was für eine never-ending Schlammschlacht. Früher waren Pop-Stars Fressen für die Boulevard-Presse. Heutzutage die Politiker und der Papst... Da helfen auch dien Voice of Germany, DSDS, X-Factor und Co. Würde mich nicht wundern, wenn demnächst die Bravo bei der CDU klingelt...

  • 22.01.2012 17:26 Uhr

    von Troeltsch:

    Was soll es? Der Fall hat zwei Ebenen:
    Einmal weiß ein Bundespräsident nicht, was sich "schickt". Schade, aber leider nicht zu ändern und notfalls bis 2015 zu ertragen. Zum zweiten aber ist es jetzt spannend zu sehen, ob SPRINGERFAZSPIEGEL gewinnen oder Wulff einfach bleibt. Es geht dem Amtsinhaber und seinen medialen Häschern eben schon lange nicht mehr um Würde - obwohl es eigentlich das Thema wäre, sondern um cojones. Männer halt.

  • 22.01.2012 17:24 Uhr

    von Berndt:

    Wir werden in unserer Republik von der Generation "unverschämt" (z.B. Althaus, Merkel, Guttenberg, Wulff, ...) regiert, und viele sagen "mir doch egal".

  • 22.01.2012 17:19 Uhr

    von iquique:

    Hallo!!!

    Ein brillianter Kommentar, wenn doch nur die Berichterstattung der taz in wirtschaftspolitischen Bereichen dieses weitsichtige gesellschaftliche Niveau erreichen würde.

  • 22.01.2012 16:19 Uhr

    von dirk di natale:

    Zurücktreten? Ach quatsch, wieso denn? Der hat doch nichts gemacht. Hat Guttenberg irgendwas gemacht? Ist irgendwas beim (schlechtesten) Koalitionspartner (aller Zeiten) los? Nee... Ist doch alles in Ordnung bei den Konservativen. Für Merkel alles kein Problem. Einfach weitermachen. Hauptsache Macht. Findet euch damit ab: Da tritt keiner zurück. Die ziehen das bis zum Ende durch. Und dann werden Sie 2013 wahrscheinlich wieder gewählt. Von den 15% Ahnungslosen die 2009 in Zeiten der grössten Krise eine neoliberale Regierung wählen. Selber Schuld Deutschland.

  • 22.01.2012 15:46 Uhr

    von Dusa:

    "Vada a bordo, cazzo" heißt aber "Geh AN Bord" und NICHT "Geh VON Bord". Das war die Aufforderung des Hafenmeisters an den Kapitän, gefälligst wieder AN Bord zu gehen und sich um die Evakuierung zu kümmern.

  • 22.01.2012 15:03 Uhr

    von Enzo Aduro:

    Deutschlands Gesellschaft, Wirtschaft, Staat und Bevölkerung erhalten immerhin 8,0 von 10 Punkten im TI-Ranking, das ist Platz 14 von 182 Ländern. Deutschland hat es schlichtweg nicht verdient von einem Menschen wie Christian Wulff repräsentiert zu werden. Seine Würde ist nicht genügend für die Würde des Amtes. Er muss zurücktreten!

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