• 24.11.2011

Für die Prävention gegen rechten Terror gibt es keine geeignetere Einrichtung als die Schule. Hier entscheidet sich, welchen Werten Menschen folgen.

Die Schule kann es richten

KOMMENTARvon S. Kleff & E. Seidel

  • 29.11.2011 23:10 Uhr

    von Stefan:

    Warum muss man denn Menschen explizit "gegen rechts" schulen? Wichtiger wäre doch eine Schulung FÜR Demokratie und freiheitliche Werte.

  • 28.11.2011 17:11 Uhr

    von AntiFunt:

    "Kriminelle sind und waren zu knapp achtzig Prozent extrem junge Männer."

    Oja, lasst uns doch noch nach ein paar weiteren Gemeinsamkeiten Krimineller suchen.
    Aber dann wäre man wohl ganz fix beim nicht zulässigen Rassismus, statt beim zulässigen Sexismus, und das geht ja wohl nicht...

  • 27.11.2011 07:54 Uhr

    von @ Andreas:

    Na, Leute, die ihre schulische Sozialisation noch vollständig durch die DDR erlebt haben sind heute 40 Jahre alt und älter.

    Ist es jetzt nicht so direkt das typische Alter für rechtsradikale Schlägertrupps / Mörderbanden.

    (Es ist überhaupt für die allermeisten Delikte nicht das typische Alter. Knapp 80 % aller Straftaten, die zu Haftstrafen führen, werden von Männern UNTER 25 begangen, ob in Ost oder West , ob heute oder vor 20 Jahren spielt da gar keine Rolle. Kriminelle sind und waren zu knapp achtzig Prozent extrem junge Männer. Und weil sich für diesen bemerkenswerten Umstand keine Sau weiter interssiert, wird es auch in 20 Jahren immer noch so sein.)

  • 25.11.2011 13:53 Uhr

    von drubi:

    Sporadisch treffe ich Bekannte, die mir von ihrer Ausbildung zum Lehrer an deutschen Hochschulen erzählen. Wenn ich mir unter diesem Eindruck versuche, ein Seminar mit dem Titel "Demokratische Werte" oder "Anti-totalitäre Erziehung" vorzustellen, kann ich mir kaum noch vorstellen, wie aus Schülern gute freiheitlich und demokratisch gesinnte Bürger werden können. Wie soll ein System, das sich wie unser Bildungssystem so sehr von entsprechenden Werten wegbewegt, diese vermitteln können.
    Sicherlich kann mir das der ein oder andere Volksversicherungsvertreter erklären, er sollte aber besser nicht erwarten, dass ich seine Erklärung für nachvollziehbar oder gar vernünftig halte.

  • 25.11.2011 12:16 Uhr

    von antiantiantianti:

    @andreas

    Was viele Ostalgiker und Kommunismusromatiker gerne verschweigen, ist dass Jugendbewegungen eben immer das Gegenteil von dem ausmachen, was der Staat ihnen vorgibt. Sie sind ein Sammelbecken für Außenseiter, Eigenbrödler und sonstige die resistent gegen Indoktrinierung sind. So war es eben natürlich, dass in einem antifaschistischen Staat die Jugendbewegungen einem faschistischen Gedankengut näher standen.

    Genauso wie in unserem Land die Jugend in Markenjeans gegen den Kapitalismus und Globalisierung demonstriert ..

  • 25.11.2011 09:47 Uhr

    von reblek:

    "Es ist nur folgerichtig, dass sich die Republik in diesen Tagen quer durch alle Parteien und gesellschaftlichen Lager in Aktionismus stürzt." - Wahrscheinlich waren 50 Prozent - oder waren es gar zwei Drittel? - der Bundestagsabgeordneten, als sich sich hätten "beschämt" zeigen sollen, gerade "aktionistisch" unterwegs. Im Bundestag waren sie jedenfalls nicht. Das war ein beschämender Anblick.

  • 25.11.2011 08:08 Uhr

    von drubi:

    Ich finde es immer ärgerlich, wenn sich rechtsextreme Gewalttaten ereignen, und frustrierend, wenn das in Ostdeutschland passiert. Aber ich finde es sehr unfair, deswegen pauschal allen Ostdeutschen irgendeinen totalitären Hau anzudichten. Ich bin bisher fast nur solchen begegnet, deren politische Werte sich von jenen der Westdeutschen kaum unterscheiden. Indem man nach Sündenböcken und Watschenmännern sucht, ist noch nie irgendein Problem wirklich gelöst worden.

    Zweiter Punkt: Ich stehe politisch mit Sicherheit nicht auf Seiten der NPD. Aber wenn unseren großartigen demokratischen Volksparteien kein besseres Mittel als ein Verbot einfällt, kann's mit deren demokratischer und freiheitlichen Gesinnung nicht wirklich weit her sein. Und in der Tat sieht die politische Alltagspraxis der etablierten Parteien gelinde gesagt erbärmlich aus. Solange sich unsere Parteien keinerlei Gedanken um eine bessere Vertretung der Interessen eines größeren Teils der Bevölkerung machen, solange es fast ausschliesslich um die Bewahrung und Erweiterung von Privilegien der Beamten, "freien Berufe" und Unternehmer geht, solange haben diese Parteien eigentlich gar keine Legitimation vom Staat Unterstützung zur Parteienfinanzierung zu fordern. Doch die Praxis sieht bekanntlich komplett anders aus. Das hierin unser demokratisches System nicht endlich gründlicher auf den Prüfstand gestellt wird, zeigt deutlich, dass jene, die davon am meisten profitieren, tatsächlich auch jene sind, die sich im politischen Machtgefüge unserer Gesellschaft die sichersten Plätze erobert haben. An diesen Privilegien rütteln nicht einmal Grüne und SPD, und womöglich fühlen sich auch schon etliche Amtsträger der Linken in diesem Kuschekfilz reichlich wohl.
    Ich vermute, dass ein Gefühl enormer Ohnmacht demgegenüber einen erheblichen Teil der Frustrationen in der Bevölkerung ausmacht und auch künftig extremistischen politischen Richtungen einigen Zulauf verschaffen wird.

  • 25.11.2011 08:04 Uhr

    von Herrlich:

    Schulindoktrination wird nicht funktionieren.

    In der Schule machen ethnisch dt. Kinder grausame Erfahrungen, da hilft keine Propaganda.

    Ich habe mehr über unsere Integrationsprobleme durch Lehrer in der Freizeit, als durch die Presse erfahren.

    Vergessen sie´s!

  • 25.11.2011 03:24 Uhr

    von TeaRex:

    Bei uns im Westen (Rheinland) gab's in der Kleinstadt außer Nazis nicht "kommunale Jugendarbeit", sondern die Offene Tür der katholischen Gemeinde, den Jugendtreff der evangelischen Gemeinde, drei Pfadfinderstämme, zwei Sportvereine, einen Karnevalsverein, die freiwillige Feuerwehr, Spielmannszug und Musikverein, Junggesellenvereine, diverse Kegelclubs, Kleingärtner und Schützenvereine hatten Jugendabteilungen, etc. In den umliegenden Dörfern genauso, eines der Dörfer hatte sogar schon in den 80ern einen sehr umtriebigen Computer-Club gegründet. Partei-Jugendgruppen und Antifa gabs natürlich auch, waren aber eher Randgruppen.

    Vielleicht sollten mal ein paar tausemd "Vereinsmeier" dabei unterstützt werden, so etwas im Osten verstärkt (wieder)aufzubauen. Dann kann der Staat sich auch wieder etwas zurückziehen. Merke: Besser spießig als Nazi!

  • 25.11.2011 02:56 Uhr

    von Semilocon:

    Schade, dass gerade Schule das undemokratischste, autoritärste und schlechteste ist, was man in dem Alter zu dem Thema bekommen kann.

    In der Schule gibt es kein Streikrecht, die Kinder dürfen nicht partizipieren, es gibt kein Schülerparlament, es gibt keine Schülerinteressensvertretung, und wenn man mit einem Lehrer Probleme hat, kann man nichts machen, da der einem mit sechsen droht. Das erfüllt zwar den Tatbestand der Erpressung, aber man ist ja Kind und darf auch nicht klagen.

    Wenn also Kinder zu Demokraten erzogen werden sollen - bringt die Demokratie endlich in die Schule!

  • 25.11.2011 00:02 Uhr

    von psycho:

    @andreas:

    kann nur zustimmen. "erziehung" im sinne des aufdrückens von einstellungen kann nicht klappen.

    empfehlenswert dazu: holzkamp (1993). antirassistische erziehung als änderung rassistischer "einstellungen"?

  • 24.11.2011 18:09 Uhr

    von willy:

    Warum sollte die Schule bei den Jungnazis richten, was sie bei euch nicht hingekriegt hat?

  • 24.11.2011 16:44 Uhr

    von AntiFunt:

    Liebe taz, lieber Zensor, liebe Mitkommentatoren,

    - eine Hannoveraner Krankenschwester wird von ihrem iranischen Nachbarn erstochen. Keine Zeile dazu in der taz.

    - eine Bande irakischer Jugendlicher belästigt 13-15jährige Mädchen sexuell. Die taz berichtet nicht.

    - ein junger Sportler wird von türkischen Jugendlichen ins Wachkoma geprügelt. Für die taz nicht interessant.

    - in den an ein Schweizer Asylbewerberheim grenzenden Gemeinden hat sich seit Eröffnung des Heims die Einbruchsrate verdoppelt. Die taz schweigt.

    - gewisse Soziologen und Politiker wollen mehr geld und Befugnisse. Die taz schreibt einen langen Artikel über Rassismus und dessen vorgebliche Ursachen.

    Ein Schelm, wer böses dabei denkt.

  • 24.11.2011 15:52 Uhr

    von cyctologie:

    @andreas: im osten ist es einfach scheiße. das heute noch der ddr anzulasten lächerlich. als ich '92 aufs gymnasium kam hatte man schon aufgehört fragen an den neuen staat zu richten. und alle hatten das gefühl es nützt jetzt auch nichts mehr, dem neuen staat zu erklären, dass es so ganz innen drin eigentlich nicht er war den man gerufen hatte.

    ich musste jedenfalls nicht nach auschwitz oder sonstwohin fahren weil ich weder im deutsch noch geschichte LK war. was für eine bestechende begründung!
    auch nicht nach weimar.
    nach holland durften wir nicht mehr. denn da hatten vorher - man stelle sich das vor - gymnasiasten gras geraucht. das ging nun wirklich nicht.

    ich bekam von den leuten mein zeug die erst sprühten, dann kifften, dann die kioske auf dem markt aufbrachen und schließlich rechts wurden.
    das war 1994/95.

    1996/97 nach der 10. klasse musste uns die ganze bande verlassen. sie kamen alle vom dorf und verließen die schule als geistige nahrung am nötigsten gewesen wäre.

    in den späten 2000er jahren hab ich ne radtour von brandenburg havel nach bremen gemacht. schön durch die altmark und dann lüneburger heide...im Ohrekreis über die grenze. mit gedenkschild so mitten in der pampa - nett.
    ab sofort gab es gepflegte fußballvereine für die kinder und gemeindehäuser, gaststätten und allen scheiß den son dorf braucht. erst jetzt fiel mir auf dass ich solches auf der teilstrecke im osten nicht vermisst, nicht bemerkt hatte.
    meine heimat sah anders aus.

    der osten ist nicht verloren oder sowas...ihr wessis wisst doch eh alle grad nicht wohin mit eurem geld. kauft was hübches im osten. bringt nen klavier mit. und ne aretha franklin lp aus den 60ern als sie noch niemand kannte. steckt geld in all die kleinen underground / anarchiekinos und versteckte subkultur fern von rechts und fern von diesem staat. ihr solltet diese kultur kennen lernen - sie ist der schlüssel zum neuen deutschland oder abgeschaften deutschland oder womit sich das westlerhirn gerade wieder rumplagt.

  • 24.11.2011 14:38 Uhr

    von andreas:

    Wie oft muß man das eigentlich noch wiederholen ?!

    Die Damen und Herren Rechtsterroristen wurden durch die SCHULE in der DDR geprägt und erzogen !!!

    Also in einer selbsternannten LINKEN-Republik.
    Mann müßte folgend annehmen das aus diesen Menschen stramme Kommunisten geworden wären.
    War aber nich...

    Schule macht Menschen nicht automatisch zu Hummanisten.

    Wenn dann war die Schule in der LINKEN-DDR eine Abschreckung dahingehend , das hier die Welt in "GUT und BÖSE" aufgeteilt wurde und daß konsequent...
    Und genau da liegt der Hase im Pfeffer!

    P.S. Die Mauermörder hatten ja auch keine Probleme auf Menschen zu schießen.


  • 24.11.2011 14:24 Uhr

    von antiantiantianti:

    Also soll die Schule Kinder mit Migrationshintergrund integrieren und Kinder ohne, Werte vermitteln.

    Erhalten dann beim nächsten Bambi ex-Nazis die in einem Dönerladen arbeiten den für Integration?

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