Wenn die Autoren China in einem Atemzug mit Bolivien, Venezuela oder auch nur Kuba nennen, müssen sie entweder völlig uninformiert, von Sinnen oder zur Tarnung unfähige Machtmenschen sein. China ist kein Modell eines reformierten Sozialismus, es ist im Gegenteil die Kombination von schrankenlosem Kapitalismus und Demokratieverneinung, also eher der Zukunfstraum renditeorientierter Ausbeuter, die sich dort daher auch so wohlfühlen.
27.04.2009 21:23 Uhr
von C. Johannes:
Immer, wenn man denkt, man habe schon alles gelesen, kommt wieder etwas, was einem wieder richtig den Atem nimmt: dass in der TAZ des Jahres 2009 ganz offen die Terror- und Willkürherrschaft eines Stalin, eines Mao, einer DDR entschuldigt und verharmlost wird und ganz offen die Opfer der Diktatur zu Tätern gemacht werden - das überrascht dann doch. Den Autoren zu Folge dürfen sich die Völker, die nach 1945 unter die sowjetische Knute kamen und viele Jahrzehntelang ihre Freiheit abgeben mussten (Man denke nur an Budapest 1956, Prag 1968) also nicht beklagen: es gilt vielmehr, die Gefängniswärter zu bemitleiden, die sich gegen die "Kapitalverbrecher" zur Wehr setzten. Was würde eigentlich die TAZ sagen, wenn in, sagen wir, der Welt oder der FAZ mit ähnlicher Argumentation von den Nazis gesprochen würde???
Leserkommentare
30.04.2009 09:03 Uhr
von Jengre:
Wenn die Autoren China in einem Atemzug mit Bolivien, Venezuela oder auch nur Kuba nennen, müssen sie entweder völlig uninformiert, von Sinnen oder zur Tarnung unfähige Machtmenschen sein. China ist kein Modell eines reformierten Sozialismus, es ist im Gegenteil die Kombination von schrankenlosem Kapitalismus und Demokratieverneinung, also eher der Zukunfstraum renditeorientierter Ausbeuter, die sich dort daher auch so wohlfühlen.
27.04.2009 21:23 Uhr
von C. Johannes:
Immer, wenn man denkt, man habe schon alles gelesen, kommt wieder etwas, was einem wieder richtig den Atem nimmt: dass in der TAZ des Jahres 2009 ganz offen die Terror- und Willkürherrschaft eines Stalin, eines Mao, einer DDR entschuldigt und verharmlost wird und ganz offen die Opfer der Diktatur zu Tätern gemacht werden - das überrascht dann doch. Den Autoren zu Folge dürfen sich die Völker, die nach 1945 unter die sowjetische Knute kamen und viele Jahrzehntelang ihre Freiheit abgeben mussten (Man denke nur an Budapest 1956, Prag 1968) also nicht beklagen: es gilt vielmehr, die Gefängniswärter zu bemitleiden, die sich gegen die "Kapitalverbrecher" zur Wehr setzten. Was würde eigentlich die TAZ sagen, wenn in, sagen wir, der Welt oder der FAZ mit ähnlicher Argumentation von den Nazis gesprochen würde???