• 28.10.2009

Dänemark warnt

Chemie wirkt wie Hormone

Die staatliche Umweltbehörde in Dänemark warnt vor der schleichenden Gefahr durch hormonähnliche Schadstoffe. Wohnumfeld, Kleidung und Essen bergen ein Risiko für die Menschen.von Reinhard Wolff

  • 05.11.2009 11:53 Uhr

    von Andi B.:

    @ Sarah: Selbstverständlich sind Öko-Themen wichtig. Aber sie setzen das Links-Rechts-Schema eben nicht außer Kraft! Ich denke sehr wohl mit, deswegen kommentiere ich ja. Nur hat, wenn man sich Gedanken darüber macht, offenbart die dänische Initiative eben mehr Facetten, als nur den Verbraucherschutz.

    1. Dänemark hätte gemeinsam mit den anderen skandinavischen Staaten - wenn sie es wirklich so ernst mit dem Verbraucherschutz meinen - entsprechend lasche Gesetzgebungen im EU-Ministerrat verhindern können. Warum haben sie das nicht getan? Ähnliches erleben wir bei der CSU in Bayern. Die CSU-Europaabgeordneten sind in Brüssel FÜR Gentechnik und daheim gegen Gentechnik, aber sagen, das böse Brüssel hätte sei nun mal FÜR Gentechnik. Das ist unglaubwürdig - in Bayern ebenso, wie in Dänemark.

    2. Die erzeitige dänische Regierungskonstellation aus Konservativen und Liberalen regiert seit 2001. Sie hat auch der EU-Chemikalienrichtlinie REACH und der Neufassung der Kosmetikrichtlinie 2003 zugestimmt. Warum hat Dänemark sich im Rat nicht zu Wort gemeldet und das Gesetz verhindert, bzw. versucht, schärfere Regeln durchzusetzen? Wo waren die Änderungsanträhe der Dänen im Parlament? Da war von Dänemakt nichts zu hören!

    3. Wenn die Dänen also vollmundig tönen, aber auf EU-Ebene nicht handeln, warum hinterfragt die taz das nicht und welches Ziel hat dann die Verbraucherschutzinitiative der Rechtsliberalen dänischen Regierung?

    Ich hätte im Zuge der Initiative den dänischen Konservativen und den dänischen Liberalen, sowie von der dänischen Regierung gerne gehört: "Ja, wir setzen uns auf europäischer Ebene konsequent für einen besseren Verbraucherschutz ein". Stattdessen höre ich: "Wir machen einen nationalen Alleingang." (der wahrscheinlich spätestens vor dem EUgH scheitert). Ich bin gespannt, wie Dänemark auf EU-Ebene künftig agiert. Ich fürchte jedoch, dass Sie daheim auf die populistische Pauke hauen und in der EU fleißig mitstimmen. SO kann es aber nicht funktionieren mit dem Verbraucherschutz!

  • 02.11.2009 11:03 Uhr

    von Sarah:

    @Andi B.

    Du verfolgst den vollkommen falschen Ansatz. Die Umwelt und Gesundheit kenne kein kleingeistiges und strukturkonservatives Links und Rechts. Öko-Themen sind zu wichtig, um sie durch oberflächliche Relativierungsparolen abzuschwächen zu versuchen, dass passiert in der Politik schon konstant, daher versuche bitte mitzudenken.

  • 31.10.2009 07:57 Uhr

    von silv:

    ... ja schon lange bekannt diese Geschichte. Ich dachte nur, in Dänemark wären Weichmacher in Lebensmittelverpackungen verboten. Dann wird es wohl noch kommen. Die Menschen leben dort bewusster als wir.

  • 30.10.2009 16:04 Uhr

    von Andi B.:

    Rechtspopulisten haben ein Herz für Verbraucher?

    Richtig, die dänische Regierung informiert lediglich. Was die Gesetzesinitiative angeht: Ein nationaler Alleingang wird in diesem Punkt gar nicht möglich sein, die Angelegenheit betrifft EU-Recht. Zudem stammt die Initiative nicht von der dänischen Regierung, sondern von den Koalitionsfraktionen aus Rechtsliberalen und Konservativen, sowie von der rechtspopulistischen Dansk Folketparti, die die rechtsliberal-konservative Regierung toleriert.

    Und ich stelle mir die Frage: warum entwickelen die Rechtsliberalen, die Konservativen und die Rechtspopulisten eine solche Initiative? Weil ihnen wirklich der Verbraucherschutz am Herzen liegt? Wohl kaum! Hier geht es darum, den rechten EU-Skeptikern vorzuführen, dass die EU für Gifte ist und alles Böse aus Brüssel kommt.

    Wer wirklich etwas für den Verbraucherschutz tun will, der muß auf europäischer Ebene ansetzen. So sind die politischen Realitäten. Die ganze Gesetzesinitiative der dänischen Rechten ist Schaumschlägerei.

    Was die taz angeht: das ein Artikel so blind einer rechtslastigen Initiative auf den Leim geht, habe ich selten erlebt. Bitte recherchiert auch die politischen Hintergründe!!!!

  • 29.10.2009 13:51 Uhr

    von Anna Luehse:

    Auch Schweden warnt (KRASS!):

    "... Höchstens 20 Prozent des eingenommenen Tamiflu werden nämlich vom Körper verwertet, die restlichen 80 bis 90 Prozent als so genanntes „Oseltamivircarboxylat“ (OC) wieder ausgeschieden. Über die Kanalisation erreichen sie zunächst die Klärwerke. ... "

    http://www.ksta.de/html/artikel/1246884014517.shtml

    Hierzu paßt:

    "Schweinegrippe-Medikament: Experten befürchten gravierende Nebenwirkungen
    Sollte es zu einer massiven Schweinegrippe-Pandemie kommen, plant man hierzulande den Einsatz des Anti-Grippe-Mittels Tamiflu.

    Hiervor warnen nun viele Experten. In Japan, wo das Medikament seit Jahren verwendet wird, soll es zu massiven Nebenwirkungen gekommen sein. So wird berichtet, dass es bei etwa drei Prozent aller japanischen Jugendlichen durch die Tamiflu-Einnahme zu starken Nebenwirkungen wie beispielsweise Halluzinationen gekommen sei. Außerdem könne man viele Unfälle auf Persönlichkeitsveränderungen bei Tamiflu-Patienten zurückführen. Nun sei es laut Pharma-Experten höchste Zeit, das Medikament neutral untersuchen zu lassen, schließlich hätten die Behörden bereits mehrere Millionen Einheiten eingelagert. Der herstellende Pharma-Konzern bestreitet die gravierenden Nebenwirkungen seines Verkaufsschlagers."

    http://www.shortnews.de/start.cfm?id=793912

    Das Internet vergißt (fast) nichts.

    "TOD DURCH TAMIFLU®"

    "18.11.2005, 08:12: Guten Morgen!

    Hat einer von euch heute die Süddeutsche gelesen??
    12 Leute sind an Tamiflu gestorben!!!
    WHO überlegt sofortiges verbot!"

    http://www.symptome.ch/vbboard/bakterien-viren-parasiten/2296-tod-tamiflu.html

    P.S.: Und immer schön gegen CO2 "kämpfen", wie von der Elite befohlen ... GöttInnen, laßt Hirn regnen.

  • 29.10.2009 10:24 Uhr

    von Meyer:

    Wir erleben jetzt, weshalb Völker plötzlich von der Erde verschwinden. Sie sind es nicht mehr wert hier zu leben. Sie ruinieren alles, sich selbst und ihre Umwelt.

  • 29.10.2009 10:19 Uhr

    von hetty:

    Die staatliche Umweltbehörde in Dänemark warnt vor der schleichenden Gefahr durch hormonähnliche Schadstoffe. Wohnumfeld, Kleidung und Essen bergen ein Risiko für die Menschen. Das ganz besonders die nachgemachten Arzneimittel die nur aus chemisch hergestellten Substanzen bestehen ebensolche Nebenwirkungen haben wird in diesem Artikel natürlich nich angeführt. Welche verheerenden Wirkungen dadurch entstehen werden wir aber noch erleben. Alles andere ist doch schon seit langem bekannt. Besonders die künstlichen Hormone der Antibabypillen die ja auch noch im Trinkwasser nachgewiesen werden.

  • 29.10.2009 07:03 Uhr

    von Tschörp:

    Der Film: Wirklich anschaulich und äußerst informativ.

    Auch nett, wie man in einfachen Worten Synergieeffekte erklärt. Sagt die überraschte Wissenschaftlerin: 0+0+0 kann schon mal 7 ergeben.

    Bei Hormonen und hormonähnlich wirksamen Stoffen gibt es keine ungefährlichen Grenzwerte.

    Wir bedanken uns bei der chemischen Industrie für die flächendeckende Verseuchung der Welt mit hormonell wirksamen Pestiziden und der ubiquitären Verseuchung vieler Gebrauchsgegenstände durch Phtalate usw. Bei den Chemie-Lobbyisten bedanken wir uns, dass sie die Probleme schon jahrzehntelang immer wieder klein geredet haben.
    Und bei den Regierungen (BASF-Kohl!)der verschiedenen Ebenen bedanken wir uns, dass sie die Probleme rechtzeitig und nachhaltig ignoriert und nichts Zielführendes veranlasst haben.

  • 28.10.2009 11:00 Uhr

    von korruptas ministerias:

    Hab hier für interessierte eine Doku zu dem Thema...

    http://www.youtube.com/watch?v=nFBbbItpdc8

  • 28.10.2009 06:57 Uhr

    von BertX:

    Wow!

    Bei einer Regierung die wirklich (zumindest im großen und ganzen) im Interesse des Volkes handelt, kann man als deutscher nur neidisch gen Skandinavien blicken.

    Ich bin mal gespannt wie die deutsche Politik eine ähnliche Studie interpretiert und abgehandelt hätte.

    Denn bei uns steht das Interesse der Unternehmen oftmals an erster Stelle.

  • 28.10.2009 03:50 Uhr

    von kneipenteufel:

    "[...] und startete gleichzeitig mit deren Veröffentlichung eine Kampagne, mit der Eltern und Erziehungsinstitutionen besser über die überall lauernden Chemiegefahren informiert werden sollen."

    INFORMIERT!

    "Da die Situation bei Lebensmitteln und Lebensmittelverpackungen für den Laien unübersichtlich sei, empfiehlt die dänische Regierung für Kinder ein so variables Essen wie möglich, um so einer möglichen Konzentration immer gleicher Schadstoffe zu entgehen und so den Gefahrencocktail zu "verdünnen"."

    Wie lange seid ihr noch dabei? Wann hört ihr endlich auf zu grinsen und jagt mit uns zusammen dieses Drecks-System zum Teufel? Schleyer war nur ein Anfang. Hate the game, not the player.

  • 28.10.2009 02:27 Uhr

    von Kanen:

    Chemie wirkt wie Hormone? Hormone sind doch auch Chemie.. etwas ungünstig gewählter Titel.

  • 27.10.2009 22:25 Uhr

    von klaus baum:

    Was Phthalate betrifft, so sollte man einmal darauf achten, wie schwer es ist, im Supermarkt Lebensmittel zu kaufen, die nicht in Plastikbehälter oder Plastikfolie eingeschweißt sind. Selbst im Bio-Laden Alnatura wird als Verpackung viel Plastik verwendet. Ich find's einfach nur grauenhaft. Und leichtsinnig.

  • 27.10.2009 22:00 Uhr

    von Martin Wörner:

    Wenn Verbraucherschutz zugunsten der Wirtschaft, des Geldes, aufgegeben (was in diesem Artikel anklingt) wird, ist dies wohl zwangsläufig das Ergebnis.
    Der Mensch muss endlich begreifen, dass seine größte Herausforderung nicht in der Rettung des Planeten liegt, sondern "schlicht" seinem eigenen Überleben; die Zeit drängt.
    Das wird keinesfalls leicht.
    Kann sein, dass wir wirklich raus müssen - aus der Wohnung, aus der Kleidung, und uns von dem ernähren, was sich kein Kapitalist ausgedacht hat.

  • 27.10.2009 20:16 Uhr

    von enno:

    Die Problematik ist schon länger bekannt, aber es wird wohl noch ca. 5 - 10 Jahre dauern, bis dies im Bewußtsein unserer Gesellschaft ankommt. Vermutlicht erst dann, wenn sich unsere männlichen Nachkommen fragen, warum sie zeugungsunfähig sind.

  • 27.10.2009 19:55 Uhr

    von moritz:

    sehr vorbildliches verhalten derdaenischenregierung. davon koennen sich deutsche und europaeische verbraucherschutzpolitker mal eine scheibe abschneiden

  • 27.10.2009 18:25 Uhr

    von Emil Erlenmeyer:

    Wenigstens ein Land und Parlament dem was an der Zukunft seiner Einwohner liegt. Solcherlei Vorstöße sind in Deutschland nicht zu erwarten. Dafür hat die chemische Industrie, die übrigens die meisten der obengenannten Stoffe herstellt wohl zu einflussreich. Mal abwarten aus welchen Land der meiste Widerspruch auf europäischer Ebene kommt, vermutlich Deutschland mit unserer heilsbringenden jesusgleichen, Schulden zu baren Geld verwandelnden Kanzlerin Angie Merkel.
    In diesem Sinne gute Besserung

  • 27.10.2009 18:23 Uhr

    von frosch:

    gut so dänemark!

    ich glaube, unsere Regierung wird für so etwas leider nicht zu haben sein... :-(

  • 27.10.2009 17:59 Uhr

    von Gerald:

    Für solch kritische Beiträge liebe ich die TAZ, auch wenn der Artikel hier wesentlich auf einer dänischen Regierungs-PM beruht. Bevor jedoch eine solch deutliche Warnung von einer deutschen Regierungsorganisation herausgegeben wird, schneit es hier eher bereits im Sommer.

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