Seit dem Sturz des Saddam-Regimes sind zehntausende Christen aus dem Irak geflohen. Der Exodus hält an. "Was immer die Muslime sagen, sie akzeptieren uns nicht", sagt ein Christ.von Inga Rogg
Religionen waren schon immer ein Grund, sich gegenseitig den Schädel einzuschlagen. Beanspruchen doch alle für sich, die allein gültige und allseligmachende zu sein.
Solange die Menschen sich nicht aus ihrer selbstverschuldeten Unmündigkeit befreien wird es Religionskriege geben.
Selbstverständlich macht es eine Unterschied, ob eine Religion schon eine Aufklärung, bzw. Reformation und Säkularisation erfahren hat, oder nicht. Deshalb ist es kein Wunder, daß sich die "Religion des Friedens" als besonders intolerant und gewalttätig gibt.
15.09.2010 07:57 Uhr
von Elisabeth:
19. März 2010: der 38 Jahre alte pakistanische Christ, Arshed Masih, starb nach einem dreitägigen Überlebenskampf im katholischen Krankenhaus von Rawalpindi in der Provinz Punju an lebensgefährlichen Verbrennungen. Radikale Moslems hatten den jungen Christen bei lebendigem Leib angezündet, weil er sich geweigert hatte, zum Islam zu konvertieren.Der Christ arbeitete als Fahrer für einen reichen Moslem von Rawalpindi. Seine Frau als Hausangestellte für denselben Arbeitgeber. Bereits seit einiger Zeit war es wegen ihres christlichen Glaubens zu Spannungen zwischen dem moslemischen Arbeitgeber, Scheich Mohammad Sultan, und dem Ehepaar gekommen. Von den Eheleuten wurde unter Anwendung immer drastischeren Einschüchterungen und Drohungen die Konversion zum Islam verlangt. Als seine Frau Martha Arshed die schreckliche Gewalttat an ihrem Mann bei der Polizei zur Anzeige bringen wollte, wurde sie von mehreren Polizisten vergewaltigt. Die Polizeistation liegt genau gegenüber dem Wohnhaus des Arbeitgebers. Die drei Kinder des Ehepaars im Alter von sieben bis 12 Jahren wurden gezwungen, den Verbrechen an ihren Eltern beizuwohnen. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass das in Europa für nennenswerten Aufruhr sorgte.Islam bedeutet Unterwerfung. Der allseits geforderte "Respekt" vor den Verbrechern ist deshalb allemal größer als das Mitleid mit ihren Opfern.
07.09.2010 11:41 Uhr
von grafinger:
Bitte, bitte, "Kunibert", denke erst nach und schreibe dann Deinen Kommentar!
Es geht nicht um Staaten sondern um eine Bevölkerungsgruppe. Wenn Du schon "christliche" Kriege anführst solltest Du nicht die Vorgänge während des ersten Golfkrieges und der Invasion Kuwaits vergessen.
Wie die "Stimmung gegenüber Moslems" in westlichen Ländern ist kannst Du am Beispiel der USA erkennen. Trotz der Terroranschläge von 1993 bis 2001 gab und gibt es dort keine Moslemverfolgung ebenso wenig wie in Spanien, Großbritannien oder Deutschland (oder hast Du den Anschlag in Djerba und die Anschlagversuche auf deutsche Züge schon vergessen?)
Die These von der "brutalen christlichen Geschichte", also vermutlich Vorgänge zu Zeiten der Kreuzzüge, der frühen Kolonialisierung und der Inquisition finden ebenso ihr moslemisches Pendant während der islamischen Eroberungskriege vom 7 Jahrhundert bis in das 18. Jahrhundert sowie der Genozid an den Armeniern im 20 Jahrhundert, die Vertreibung der Griechen und nicht zuletzt die Massaker an den Juden in Palästina von der Gründung Israels oder die Ausschreitungen gegen Hindus seit der Unabhängigkeit Indiens / Pakistans.
04.09.2010 16:57 Uhr
von Kunibert:
Im Fach Geschichte habe ich gelernt, dass nicht die Moslems sondern christliche Länder zwei Weltkriege angezettelt, 6. Mio Juden in den KZ ermordet, tausende Frauen als Hexen verbrannt und durch ihre Raffgier die Weltfinanzkrise angezettelt haben.
Im Irak sind durch amerikanische ("christliche") Angriffe viele Hunderttausend Iraker ums Leben gekommen. Das man in diesem Land auf Christen nicht mehr besonders gut zu sprechen ist, verwundert kaum. Wie wäre wohl in Deutschland die Stimmung gegenüber Moslems, wenn bspw. der Iran hunderttausende Deutsche durch millitärische Angriffe getötet hätte?
Wer den Islam als besonders brutal bezeichnet, der kennt die christliche Geschichte nicht...
02.09.2010 21:09 Uhr
von denninger:
Liebe Nina Rogg, kannst Du nicht mal den Aiman Mazyek dazu befragen? Er und Frau Schiffer sind doch der Ansicht, dass Hass und Gewalt 1. in Europa 2. von Christen gegen Muslime ausgeübt wird. Nein, das ist nicht zynisch gemeint, das wäre doch mal wirklich interessant.
02.09.2010 19:35 Uhr
von Franz:
Man muss sich doch für die christlichen Assyrer stark machen, habe schon so viele Berichte gelesen. Man muss das Leiden der Assyrer Publik machen!!!!!
02.09.2010 17:06 Uhr
von Peter W.:
Bitte liebe Kommentatoren missbraucht den Artikel nicht für die Verteidigung von Sarrazin.
Dann möchte ich noch Inga Rogg danken und hoffe das noch weitere Artikel über das Thema folgen werden.
02.09.2010 16:00 Uhr
von Daniel Preissler:
@Bibel: In Côte d'Ivoire wurden in den letzten Jahren weit mehr islamische Frauen von männlichen Christen vergewaltigt und auch mehr Moslems von Christen getötet als andersrum. Es ist kein religiöses, sonder ein gesellschaftliches Problem bzw. eine Machtfrage, um die es hier geht. das heißt nicht, dass man die von dir (ich kann dich bei diesem Pseudonym nicht gut siezen) genannten Strukturen in muslimisch geprägten Ländern/Gesellschaften nicht aufzeigen muss. Wenn das Ganze aber im Kontext dieses historisch schiefen Artikels geschieht und unter eben deinem Pseudonym, dann wird es mehr als fragwürdig.
hier der Kommentar von Fawkrin zun den Vergewaltigungen im Ostkongo: http://taz.de/1/politik/afrika/artikel/kommentarseite/1/un-schaute-ruandischen-hutu-milizen-zu/kommentare/1/1/
PS @taz und alle: du sollst Rassismus nicht mit Feminismus verwechseln, das diskreditiert nur letzteren! Beste Grüße und gegen JEDES (monotheistisches) Patriarchat, Daniel
02.09.2010 15:45 Uhr
von Daniel Preissler:
In dem Artikel wird das Bild des gefährlichen Islam etwas zu allgemein gezeichnet. Die spezifischen Details halte ich für seriös recherchiert, die Einbindung ins Weltgeschehen geschieht jedoch in bitter generalisierender und polemischer Weise. Es wird meines Erachtens (vermutlich unreflektiert) versucht, möglichst viel Schuld und Intoleranz „den Moslems“ zuzuschieben. Durch den Verweis auf die früher Vertriebenen Juden im Irak, wird eine Linie gezeichnet, die vor dem Hintergrund des Nahostkonflikts und des in der Tat zunehmenden Antisemitismus unter nahöstlichen, nordafrikanischen und europäischen Muslimen „die Muslime“ als stete Gefahr zeigt, „die Juden“ - und geschickt daran angehängt durch das eigentliche Thema „die Christen“ - als strukturelle Opfer. Bei den Juden (ich lasse die Anführungszeichen jetzt mal weg) stimmt das weitgehend, die grausamen Aktionen von Christen in den letzten gut 100 Jahren werden dadurch jedoch relativiert. Z.B. hier:
„Zehn Jahre später begingen die nationalistischen Jungtürken den ersten Massenmord des Jahrhunderts.„
Da war doch noch was mit Briten und Deutschen vorher...
„"Wir waren lange vor den Amerikanern und sogar lange vor den Muslimen hier", sagt Warda schließlich. "Aber ich mache mir Sorgen, Ja." Wenn der Exodus anhalte, werde es zwar auch noch in fünfzig Jahren Christengemeinden geben, aber sie würden dann im Geburtsland von Abraham keine Bedeutung mehr haben.“
Auch hier: Juden und Christen waren zuerst da, die bösen Moslems kamen später. Das ist jedoch nur logisch, da es den Islam noch nicht so lange gibt. Und die pathetische Instrumentalisierung des „Geburtsland(s) Abrahams“, übersieht, dass sich Moslems genau wie Juden und Christen auf Abraham berufen (http://de.wikipedia.org/wiki/Abraham).
„"Am Ende wollen sie, dass wir Christen ebenfalls Muslime werden." „ Das ist in der Tat das große Grundübel von Christentum und Islam – allerdings schenken sich beide auch hierin nichts.
Interessant wäre übrigens noch die Parallele Osmanisches Reich – Donaumonarchie oder Deutsches Reich, deren Zusammenbruch ebenfalls zu Nationalismus und kulturell-religiöser Intoleranz geführt hat. Diese Bemerkung ist übrigens nicht als ein Plädoyer für große Mitteleuropäische Reiche zu verstehen d;-)
Beste Grüße DP
02.09.2010 12:49 Uhr
von bibel:
Danke, liebe taz. Etwas ungewöhnlich, so einen Bericht in der taz zu finden. Aus fast allen moslemischen Ländern werden Christenverfolgungen gemeldet, dort sind Morde, Vergewaltigungen, Schutzgelderpressungen an der Tagesordnung. Kirchen werden angezündet. Wann will der liebe, tolerante Westen endlich die Wahrheit sehen, und nicht Herrn Sarazin beschimpfen?
02.09.2010 11:29 Uhr
von Daniel Preissler:
@Bernd A) Wurde Ihre Bekannte in diese Ehe gezwungen? B) Ist ihr Mann so dominant, dass sie sich nicht traut mit ihm und ggf. seiner Familie dergleichen zu besprechen, oder erzieht die deutsche Gesellschaft Frauen immer noch dazu, im Zweifelsfall nachzugeben oder Dinge zu verheimlichen oder überhaupt autoritäre Männer welcher Herkuft auch immer zu heiraten?
02.09.2010 11:05 Uhr
von Gorter:
Welch krude Thesen!
02.09.2010 08:09 Uhr
von Rod:
Die Fabel vom Schilf und der Eiche
Das Schilf wogte im Wind sanft hin-und-her. Da sprach die Eiche: "Hey, Du Schilf! Was wiegst Du denn mit dem Wind hin-und-her, hast Du denn kein Rückrat?!" Das Schilf grinste und sagte: "Wirst schon sehen!"
Eines Tages kam ein Sturm auf. Das Schilf wog kräftig wie der Sturm wehte, der Sturm wurde immer stärker und stärker, bis sich das Schilf fast flach auf den Boden beugte. Die Eiche dagegen stämmte sich gegen den Sturm. Sie stämmte sich immer kräftiger dagegen um ja keinen Milimeter zu weichen. Plätzlich krächzte es in ihrem Stamm und er brach ab. Als der Sturm vorrüber war richtete sich das Schilf wieder auf. Die Eiche aber lag danieder und starb.
02.09.2010 00:26 Uhr
von kakadu:
nun, da kommen doch mal wieder alle sarrazin kritiker schwer ins grübeln. am beispiel irak sieht man die null toleranz von teilen der moslems gegenüber anderen religionen. die aufgeklärteren moslems schweigen höflich dazu. und hierzulande schreiben die medien über den ach so bösen, bösen sarrazin, der genau diese intoleranz von teilen der moslems zur sprache brachte.
02.09.2010 00:16 Uhr
von Volker Vonssen:
Wie war das nochmal? Ach ja: Islam ist Frieden. Ja nee, is' klar!
01.09.2010 22:46 Uhr
von Bert:
Der Bericht kann nicht stimmen, Islam bedeutet doch Frieden....
;-(
01.09.2010 18:58 Uhr
von berndjoel:
Ihren Kommentar hier eingeben
Erinnert mich an eine Protestantin mit deutschen Hintergrund, geschieden von einem Mann mit Migrationshintergrund und muslimischen Glauben, die ihre gemeinsame Tochter zwar zum protestantischen Konfirmationsunterricht gehen lässt, dies aber vor ihrem Ex-Mann verschwiegen wird. Die Gefahr der "Ehrverletzung" nicht nur des Ex-Mannes, sondern seiner gesamten Familie ist einfach zu groß, zumal er es seiner Tochter wiederholt und explizit verboten hat.
Er wird veröffentlicht, sobald ein Redakteur ihn freigeschaltet hat. taz.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus ähnlichen Gründen unangemessene Beiträge nicht zu publizieren.
01.09.2010 17:45 Uhr
von Eugen:
was ist mit der taz los? Ein kritischer Artikel zur Religion des Friedens=Islam - und mal kein undifferenziertes Christenbashing- es geschehen noch Zeichen und Wunder -fast ein Gottesbeweis.
Leserkommentare
23.09.2010 10:26 Uhr
von peter:
Religionen waren schon immer ein Grund, sich gegenseitig den Schädel einzuschlagen. Beanspruchen doch alle für sich, die allein gültige und allseligmachende zu sein.
Solange die Menschen sich nicht aus ihrer selbstverschuldeten Unmündigkeit befreien wird es Religionskriege geben.
Selbstverständlich macht es eine Unterschied, ob eine Religion schon eine Aufklärung, bzw. Reformation und Säkularisation erfahren hat, oder nicht. Deshalb ist es kein Wunder, daß sich die "Religion des Friedens" als besonders intolerant und gewalttätig gibt.
15.09.2010 07:57 Uhr
von Elisabeth:
19. März 2010: der 38 Jahre alte pakistanische Christ, Arshed Masih, starb nach einem dreitägigen Überlebenskampf im katholischen Krankenhaus von Rawalpindi in der Provinz Punju an lebensgefährlichen Verbrennungen. Radikale Moslems hatten den jungen Christen bei lebendigem Leib angezündet, weil er sich geweigert hatte, zum Islam zu konvertieren.Der Christ arbeitete als Fahrer für einen reichen Moslem von Rawalpindi. Seine Frau als Hausangestellte für denselben Arbeitgeber. Bereits seit einiger Zeit war es wegen ihres christlichen Glaubens zu Spannungen zwischen dem moslemischen Arbeitgeber, Scheich Mohammad Sultan, und dem Ehepaar gekommen. Von den Eheleuten wurde unter Anwendung immer drastischeren Einschüchterungen und Drohungen die Konversion zum Islam verlangt. Als seine Frau Martha Arshed die schreckliche Gewalttat an ihrem Mann bei der Polizei zur Anzeige bringen wollte, wurde sie von mehreren Polizisten vergewaltigt. Die Polizeistation liegt genau gegenüber dem Wohnhaus des Arbeitgebers. Die drei Kinder des Ehepaars im Alter von sieben bis 12 Jahren wurden gezwungen, den Verbrechen an ihren Eltern beizuwohnen.
Ich kann mich nicht daran erinnern, dass das in Europa für nennenswerten Aufruhr sorgte.Islam bedeutet Unterwerfung. Der allseits geforderte "Respekt" vor den Verbrechern ist deshalb allemal größer als das Mitleid mit ihren Opfern.
07.09.2010 11:41 Uhr
von grafinger:
Bitte, bitte, "Kunibert", denke erst nach und schreibe dann Deinen Kommentar!
Es geht nicht um Staaten sondern um eine Bevölkerungsgruppe. Wenn Du schon "christliche" Kriege anführst solltest Du nicht die Vorgänge während des ersten Golfkrieges und der Invasion Kuwaits vergessen.
Wie die "Stimmung gegenüber Moslems" in westlichen Ländern ist kannst Du am Beispiel der USA erkennen. Trotz der Terroranschläge von 1993 bis 2001 gab und gibt es dort keine Moslemverfolgung ebenso wenig wie in Spanien, Großbritannien oder Deutschland (oder hast Du den Anschlag in Djerba und die Anschlagversuche auf deutsche Züge schon vergessen?)
Die These von der "brutalen christlichen Geschichte", also vermutlich Vorgänge zu Zeiten der Kreuzzüge, der frühen Kolonialisierung und der Inquisition finden ebenso ihr moslemisches Pendant während der islamischen Eroberungskriege vom 7 Jahrhundert bis in das 18. Jahrhundert sowie der Genozid an den Armeniern im 20 Jahrhundert, die Vertreibung der Griechen und nicht zuletzt die Massaker an den Juden in Palästina von der Gründung Israels oder die Ausschreitungen gegen Hindus seit der Unabhängigkeit Indiens / Pakistans.
04.09.2010 16:57 Uhr
von Kunibert:
Im Fach Geschichte habe ich gelernt, dass nicht die Moslems sondern christliche Länder zwei Weltkriege angezettelt, 6. Mio Juden in den KZ ermordet, tausende Frauen als Hexen verbrannt und durch ihre Raffgier die Weltfinanzkrise angezettelt haben.
Im Irak sind durch amerikanische ("christliche") Angriffe viele Hunderttausend Iraker ums Leben gekommen. Das man in diesem Land auf Christen nicht mehr besonders gut zu sprechen ist, verwundert kaum. Wie wäre wohl in Deutschland die Stimmung gegenüber Moslems, wenn bspw. der Iran hunderttausende Deutsche durch millitärische Angriffe getötet hätte?
Wer den Islam als besonders brutal bezeichnet, der kennt die christliche Geschichte nicht...
02.09.2010 21:09 Uhr
von denninger:
Liebe Nina Rogg,
kannst Du nicht mal den Aiman Mazyek dazu befragen?
Er und Frau Schiffer sind doch der Ansicht, dass Hass und Gewalt
1. in Europa
2. von Christen gegen Muslime
ausgeübt wird.
Nein, das ist nicht zynisch gemeint, das wäre doch mal wirklich interessant.
02.09.2010 19:35 Uhr
von Franz:
Man muss sich doch für die christlichen Assyrer stark machen, habe schon so viele Berichte gelesen.
Man muss das Leiden der Assyrer Publik machen!!!!!
02.09.2010 17:06 Uhr
von Peter W.:
Bitte liebe Kommentatoren missbraucht den Artikel nicht für die Verteidigung von Sarrazin.
Dann möchte ich noch Inga Rogg danken und hoffe das noch weitere Artikel über das Thema folgen werden.
02.09.2010 16:00 Uhr
von Daniel Preissler:
@Bibel:
In Côte d'Ivoire wurden in den letzten Jahren weit mehr islamische Frauen von männlichen Christen vergewaltigt und auch mehr Moslems von Christen getötet als andersrum. Es ist kein religiöses, sonder ein gesellschaftliches Problem bzw. eine Machtfrage, um die es hier geht. das heißt nicht, dass man die von dir (ich kann dich bei diesem Pseudonym nicht gut siezen) genannten Strukturen in muslimisch geprägten Ländern/Gesellschaften nicht aufzeigen muss. Wenn das Ganze aber im Kontext dieses historisch schiefen Artikels geschieht und unter eben deinem Pseudonym, dann wird es mehr als fragwürdig.
hier der Kommentar von Fawkrin zun den Vergewaltigungen im Ostkongo:
http://taz.de/1/politik/afrika/artikel/kommentarseite/1/un-schaute-ruandischen-hutu-milizen-zu/kommentare/1/1/
PS @taz und alle: du sollst Rassismus nicht mit Feminismus verwechseln, das diskreditiert nur letzteren!
Beste Grüße und gegen JEDES (monotheistisches) Patriarchat,
Daniel
02.09.2010 15:45 Uhr
von Daniel Preissler:
In dem Artikel wird das Bild des gefährlichen Islam etwas zu allgemein gezeichnet.
Die spezifischen Details halte ich für seriös recherchiert, die Einbindung ins Weltgeschehen geschieht jedoch in bitter generalisierender und polemischer Weise. Es wird meines Erachtens (vermutlich unreflektiert) versucht, möglichst viel Schuld und Intoleranz „den Moslems“ zuzuschieben. Durch den Verweis auf die früher Vertriebenen Juden im Irak, wird eine Linie gezeichnet, die vor dem Hintergrund des Nahostkonflikts und des in der Tat zunehmenden Antisemitismus unter nahöstlichen, nordafrikanischen und europäischen Muslimen „die Muslime“ als stete Gefahr zeigt, „die Juden“ - und geschickt daran angehängt durch das eigentliche Thema „die Christen“ - als strukturelle Opfer. Bei den Juden (ich lasse die Anführungszeichen jetzt mal weg) stimmt das weitgehend, die grausamen Aktionen von Christen in den letzten gut 100 Jahren werden dadurch jedoch relativiert. Z.B. hier:
„Zehn Jahre später begingen die nationalistischen Jungtürken den ersten Massenmord des Jahrhunderts.„
Da war doch noch was mit Briten und Deutschen vorher...
„"Wir waren lange vor den Amerikanern und sogar lange vor den Muslimen hier", sagt Warda schließlich. "Aber ich mache mir Sorgen, Ja." Wenn der Exodus anhalte, werde es zwar auch noch in fünfzig Jahren Christengemeinden geben, aber sie würden dann im Geburtsland von Abraham keine Bedeutung mehr haben.“
Auch hier: Juden und Christen waren zuerst da, die bösen Moslems kamen später. Das ist jedoch nur logisch, da es den Islam noch nicht so lange gibt. Und die pathetische Instrumentalisierung des „Geburtsland(s) Abrahams“, übersieht, dass sich Moslems genau wie Juden und Christen auf Abraham berufen (http://de.wikipedia.org/wiki/Abraham).
„"Am Ende wollen sie, dass wir Christen ebenfalls Muslime werden." „
Das ist in der Tat das große Grundübel von Christentum und Islam – allerdings schenken sich beide auch hierin nichts.
Interessant wäre übrigens noch die Parallele Osmanisches Reich – Donaumonarchie oder Deutsches Reich, deren Zusammenbruch ebenfalls zu Nationalismus und kulturell-religiöser Intoleranz geführt hat. Diese Bemerkung ist übrigens nicht als ein Plädoyer für große Mitteleuropäische Reiche zu verstehen d;-)
Beste Grüße
DP
02.09.2010 12:49 Uhr
von bibel:
Danke, liebe taz. Etwas ungewöhnlich, so einen Bericht in der taz zu finden. Aus fast allen moslemischen Ländern werden Christenverfolgungen gemeldet, dort sind Morde, Vergewaltigungen, Schutzgelderpressungen an der Tagesordnung. Kirchen werden angezündet. Wann will der liebe, tolerante Westen endlich die Wahrheit sehen, und nicht Herrn Sarazin beschimpfen?
02.09.2010 11:29 Uhr
von Daniel Preissler:
@Bernd
A) Wurde Ihre Bekannte in diese Ehe gezwungen?
B) Ist ihr Mann so dominant, dass sie sich nicht traut mit ihm und ggf. seiner Familie dergleichen zu besprechen, oder erzieht die deutsche Gesellschaft Frauen immer noch dazu, im Zweifelsfall nachzugeben oder Dinge zu verheimlichen oder überhaupt autoritäre Männer welcher Herkuft auch immer zu heiraten?
02.09.2010 11:05 Uhr
von Gorter:
Welch krude Thesen!
02.09.2010 08:09 Uhr
von Rod:
Die Fabel vom Schilf und der Eiche
Das Schilf wogte im Wind sanft hin-und-her. Da sprach die Eiche: "Hey, Du Schilf! Was wiegst Du denn mit dem Wind hin-und-her, hast Du denn kein Rückrat?!" Das Schilf grinste und sagte: "Wirst schon sehen!"
Eines Tages kam ein Sturm auf. Das Schilf wog kräftig wie der Sturm wehte, der Sturm wurde immer stärker und stärker, bis sich das Schilf fast flach auf den Boden beugte. Die Eiche dagegen stämmte sich gegen den Sturm. Sie stämmte sich immer kräftiger dagegen um ja keinen Milimeter zu weichen. Plätzlich krächzte es in ihrem Stamm und er brach ab. Als der Sturm vorrüber war richtete sich das Schilf wieder auf. Die Eiche aber lag danieder und starb.
02.09.2010 00:26 Uhr
von kakadu:
nun, da kommen doch mal wieder alle sarrazin kritiker schwer ins grübeln. am beispiel irak sieht man die null toleranz von teilen der moslems gegenüber anderen religionen. die aufgeklärteren moslems schweigen höflich dazu. und hierzulande schreiben die medien über den ach so bösen, bösen sarrazin, der genau diese intoleranz von teilen der moslems zur sprache brachte.
02.09.2010 00:16 Uhr
von Volker Vonssen:
Wie war das nochmal? Ach ja: Islam ist Frieden. Ja nee, is' klar!
01.09.2010 22:46 Uhr
von Bert:
Der Bericht kann nicht stimmen, Islam bedeutet doch Frieden....
;-(
01.09.2010 18:58 Uhr
von berndjoel:
Ihren Kommentar hier eingeben
Erinnert mich an eine Protestantin mit deutschen Hintergrund, geschieden von einem Mann mit Migrationshintergrund und muslimischen Glauben, die ihre gemeinsame Tochter zwar zum protestantischen Konfirmationsunterricht gehen lässt, dies aber vor ihrem Ex-Mann verschwiegen wird. Die Gefahr der "Ehrverletzung" nicht nur des Ex-Mannes, sondern seiner gesamten Familie ist einfach zu groß, zumal er es seiner Tochter wiederholt und explizit verboten hat.
Er wird veröffentlicht, sobald ein Redakteur ihn freigeschaltet hat. taz.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus ähnlichen Gründen unangemessene Beiträge nicht zu publizieren.
01.09.2010 17:45 Uhr
von Eugen:
was ist mit der taz los? Ein kritischer Artikel zur Religion des Friedens=Islam - und mal kein undifferenziertes Christenbashing-
es geschehen noch Zeichen und Wunder -fast ein Gottesbeweis.