• 08.02.2010

Blogger Pfitzinger und die Taz

Der lauteste Leser

Täglich hat Blogger Hans Pfitzinger die taz in wütenden Einträgen verrissen. Bis er plötzlich verstummen musste, weil er an Krebs erkrankte. Jetzt lebt er im Hospiz. Ein Besuch.von Anja Maier

  • 27.02.2010 22:26 Uhr

    von gismoh:

    Ich kannte Hans persönlich und er war ein liebenswerter Mensch der eben seine Meinung offen und frei gesagt hat! Danke das es dich gegeben hat!
    Der Bericht war schön zu lesen von eurem größten Kritiker......

  • 22.02.2010 18:38 Uhr

    von Malte:

    Also, zumindest Hans Pfitzinger selbst hat den Text offenbar nicht als Nachtreten empfunden. In seinem Blog steht er als letzter Eintrag - unter der Überschrift "Nachruf zu Lebzeiten".

  • 16.02.2010 13:41 Uhr

    von Harwa:

    Scham? Nachtreten? Lese ich hier nicht.
    Vielleicht zu rührselig für meinen Geschmack - aber wie will man es vermeiden bei diesem Thema?
    Nein, das könnte dem edlen Blogger gefallen habe,
    der wie Don Quijote seinen Lieblingsdrachen im Land der Windmühlen unerschrocken anging.

  • 13.02.2010 19:28 Uhr

    von B. Hagen:

    "Sauber taz.
    Nochmal ordentlich nachgetreten.

    Habt Ihr es einem Krebskranken noch mal richtig gezeigt!
    Ihr sein schon wirklich Helden!"

    Genau. Von diesem Tag an soll ich verdammt sein, wenn ich je wieder diese beschissene taz aufmachen sollte. Ihr habt wirklich keine Scham...

  • 10.02.2010 20:53 Uhr

    von M. Stocker:

    Ich kann nnier nur zustimmen, ich selbst habe zeitweilig Hans Pfizingers Taz-Blog gleich nach der Taz gelesen, um wenigsten die Gewißheit zu bekommen, dass es Mitstreiter gegen die unerträgliche Meinungsmanipulation und dem Rückfall der Taz in den bürgerlichen Schmierenjournalismus gibt. Klar, dass das redaktionsintern nicht gelesen wird, sonst müssten sich die Herren (und einzelne Damen) der Redaktion ja damit auseinandersetzen. Es ist halt einfacher, die neokonservative Platte mit Sprung abzunudeln, als sich was neues einfallen zu lassen, vor allem Argumente, das ist äußert mühevoll.

    Gelassen können nur saturierte Feiglinge die bestehenden Zustände hinnehmen, insofern muss ich Ihnen, lieber Vic, widersprechen. Hans Pfitzinger war (und das ist kein vorgezogener Nachruf, sondern bezieht sich auf die Zeit seines aktiven Taz-Blogs, die tatsächlich abgeschlossen ist) kein von Hass getriebener Mensch. Und Ungeduld mit Granteln zu verwechseln, na ja, das passt auf Hans Pfitzinger auch nicht so recht. Ich würde viel darum geben, (genauer gesagt, wieder ein Taz-Abo), wenn Redakteure der Taz das politische und kulturelle Geschehen so pointiert und klar kommentieren würden, wenigstens öfters als sie es jetzt tun. Und wenn sie das Abschreiben aus bürgerlichen Zeitungen und die Kolportage von Verbands- und Parteistiftungsverlautbarungen nicht mit Pluralität verwechseln würden.

    Das einzige, was ich an dem Artikel merkwürdig finde, ist das 'Sterbedatum 2010'. Nun ja, wahrscheinlich wirds darauf hinauslaufen, ich finde es trotzdem seltsam, schon jetzt über die Beerdigung eines Menschen zu spekulieren und zu berichten, der noch lebt. Aber auch das hat Tradition in der Taz, wie Dr. No an anderer Stelle schon kommentierte: 'Jetzt werden schon die Weihrauchfässer geschwenkt' (bei Lafontaines Rückgabe seines Bundestagsmandats).

    Ansonsten ist das einer der wenigen Artikel in der Taz, wo das Genre 'Human Interest Story' angemessen ist.

  • 10.02.2010 18:49 Uhr

    von Erstaunt:

    Ich habe den taz-blog gelesen, habe mich zwar auch gewundert, wieso jemand einer Zeitung so viel Aufmerksamkeit widmet, konnte aber weder "schäumendes", noch "geiferndes Ins-Netz-kotzen" finden. Da hat jemand seine Meinung gegenüber Geschriebenem geäußert, temperamentvoll, zugegeben, aber auch mit viel Hintergrundwissen - das könnte man doch zugeben, oder, taz? Ich frage mich, wieso es professionellen Schreibern so schwer fällt, Kritik stehenzulassen, einfach so, ohne Wertung. Meinung versus Meinung, das ist doch gut!Da müsst Ihr Euch noch schulen, Leute...

  • 10.02.2010 13:30 Uhr

    von nnier:

    Wenn's erlaubt ist - "Perlen und Säue":

    http://mad.blogger.de/stories/1579017/

  • 09.02.2010 22:36 Uhr

    von TomT:

    Auch von mir einen herzlichen und offenen Gruß an die Autorin und den Grantler. Beeindruckt und gerührt,
    TT

  • 09.02.2010 21:06 Uhr

    von Karl Lipp:

    Also ich finde nicht, dass der Artikel über Herrn Pfitzinger vermittelt, dass hier "nochmal nachgetreten wird". Überhaupt nicht. Sensibel wird über das Geschehen geschrieben und die schlichte, menschliche Seite wird gut beschrieben. Gar mancher wird plötzlich gelassener und zufriedener, wenn er feststellen muss, gezwungenermaßen zwar, dass wir sterblich sind, jeder von uns. Zorn und Wut, Gehässigkeiten und Gehadere mit der Welt und mitunter mit sich selber auch, verlieren auf einmal ihre Bedeutung. Die beschriebene Stimmung des Hospizes ist jedenfalls authentisch geschildert.
    Und von wegen, dass wir keine gedanklichen Werkzeuge besäßen für den Tod oder das Sterben. Als meine Frau letztes Jahr, nach eineinhalb Jahren Leid und Qual an ihrer Krebserkrankung, endlich gehen durfte, war es für uns zwar sehr traurig loszulassen, loslassen zu müssen, aber wir konnten uns lange und intensiv darauf vorbereiten. Das geht ganz gut, wenn man sich beizeiten mit der Tatsache der eigenen Sterblichkeit und mit dem "Gevatter Tod" soz. anfreundet. Anregungen in Form entsprechender Literatur hierzu gibt es ja genug und Menschen, die einem dabei helfen auch. Dazu muss man noch nicht einmal ein religiöser Mensch sein. Das persönliche Ende muss nicht zwangsläufig ein Schrecken oder Trauma sein.

  • 09.02.2010 18:59 Uhr

    von nnier:

    Ich bin reichlich sprachlos über die Darstellung des "kotzenden", "Sottisen" von sich gebenden und in der taz angeblich fast nur "Mist" findenden "Besessenen, der den Ton nicht trifft" Pfitzinger im Artikel - der dann in den Komentaren hier auch mal nebenbei als "hasserfüllt" bezeichnet wird (obwohl man seine Beiträge natürlich "nicht gelesen" hat).

    Ich habe sehr gerne und immer mit Interesse seine wohlbegründete Meinung gelesen. Wer das nachholen möchte, der kann sich auch jetzt noch sein eigenes Bild machen. Und wird feststellen, wie albern und oberflächlich solche Zuschreibungen sind.

  • 09.02.2010 10:21 Uhr

    von Lukas:

    Gib den Menschen vom dem guten Dope und schon machen sie keine Probleme mehr.
    In München hat man seit jeher ein Problem mit den "Grantlern" und vielleicht auch daher als Erster mit der industriellen Produktion von Bier begonnen.

    Ist anständig von der TAZ, sich doch noch diesem "Grantler" zu stellen.

  • 09.02.2010 09:25 Uhr

    von Sarah:

    >>So war es natürlich nicht (auch eine Aussage). Im taz-Intranet machten Mails mit den abgefahrensten Pfitzinger-Sottisen die Runde. Hat der Mann sie noch alle, fragten sich viele. Wer ist das überhaupt? Und woher nimmt der die Zeit, Tag für Tag seinen Ekel an dieser Zeitung ins Netz zu kotzen?<<

    vielleicht sollten sich alle öffentlichen Schreiberlinge und Seifenbläser mal wieder mehr Zeit gönnen, bevor sie ihren Text ins Netz oder in die Zeitung stellen...


  • 09.02.2010 03:30 Uhr

    von vic:

    Schade möchte man sagen, wenn jemand derart hssserfüllt durch´s Leben geht und erst so spät Frieden findet.
    Zwar hab ich nie einen seiner Ergüsse gelesen, aber ich hätte ihn spontan nicht gemocht.

  • 09.02.2010 02:02 Uhr

    von Sigrun:

    Es gibt sie wohl doch noch die menschliche Größe im Kleinen. Danke, Anja Maier, für diesen berührenden, nachdenklich stimmenden Artikel!

  • 08.02.2010 23:44 Uhr

    von Dr. rer. Nat. Harald Wenk:

    "Für den Tod fehlt und das gedankliche Werkzeug", der Arme. Ich empfahl groteskerweise ALLZUOFT in letzter Zeit, sich da mit Spinoza, insbesondere Buch V, ohne Sekundäliteratur nicht verständlich, eine linke ewige Leben Perspektive zu verschaffen. Deleuze kleines Buch, "Spinoza Praktische Philosophie" hilf da fürs erste.
    Da hat man dann ein gedankliches Werkzeug.
    Und viel GRÜNER Tee.

  • 08.02.2010 23:38 Uhr

    von Ihr Name 1:

    danke
    war schön zu lesen.

  • 08.02.2010 22:05 Uhr

    von Jan:

    Das klingt alles nach einer Geschichte, die Michael Moore in einem seiner Filme beschreibt (Sicko müsste es gewesen sein). Dort berichtet er über einen Menschen, welcher auch in einem Blog nur Hass und Schmach für Moore übrig hatte, dieser aber dann an Krebs erkrankte und daher keine Kosten mehr für seinen Blog aufbringen konnte (Gesundheitssystem versagte, aber da kommen wir ja auch noch hin liebe Liberale) und ihn dann aufgab. Moore spendete diesem Mann dann Geld...

  • 08.02.2010 20:56 Uhr

    von CoCo:

    Hallo Anja,

    ich finde es mutig von Dir, dass Du Hans besuchst und diesen Artikel schreibst. Schließlich war er nicht "sehr nett" zu Dir. Dir ist dennoch ein sehr empathischer Besuchsbericht gelungen. Es sind Berichte wie diese, die mir die TAZ einmalig machen.

    Respekt

    CoCo

  • 08.02.2010 19:54 Uhr

    von Android:

    Super Artikel! Danke!

  • 08.02.2010 18:49 Uhr

    von Jurist III:

    Toller Artikel. Ich bin ergriffen.

  • 08.02.2010 17:42 Uhr

    von Ekel:

    Sauber taz.
    Nochmal ordentlich nachgetreten.

    Habt Ihr es einem Krebskranken noch mal richtig gezeigt!
    Ihr sein schon wirklich Helden!

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