Rund 16.000 Atomkraftgegner treiben mit ihrer Blockade des Castor-Transports die Kosten für den Polizeieinsatz auf 20 Millionen Euro. Die Aktivisten feiern ihren Erfolg.von Jürgen Voges
"Polizisten seien keine Feinde, sondern mehrheitlich ebenfalls AKW-Gegner." Der Satz hat mir schon lange mal gefehlt! Ich war vor 6 Jahren dabei und oft wirkte die Veranstaltung auf mich wie ein inszenierter Kleinkrieg gegen die Polizei. Aber geht es darum? Ich kam mir oft vor, wie auf einem riesigen Abenteuerspielplatz, sogar mit Trainingscamps fuer den "Nahkampf" mit Polizisten - auch ein guter Schauplatz fuer jegliche Arten von sinnfreiem Aktionismus einiger Demonstranten. Oft musste ich mich fragen, wogegen ich eigentlich kämpfe und was letzten Endes das Ziel der Aktion ist (ich lasse das Thema unprofessionelle Polizisten an dieser Stelle aussen vor. Gesagt sei nur, dass ich weiss, wie unfair einige sein können!). Auch wenn es fuer manche befriedigend ist, gegen einen direkten Gegner zu kämpfen - klar sollte bleiben, die Polizisten sind es nicht. Dem wirklichen Gegner begegnet man in Gorleben nicht! Um die Ursache der Probleme zu beheben, muss an einem anderen Hebel angesetzt werden, und dort spielt dann blosser Protest keine Rolle mehr. Dort muss mit Gewinnen argumentiert werden.
Nichtsdestotrotz sind Proteste wie im Wendland eine wichtige Grundlage der AKW-Gegenbewegung. Nur das Problem der Endlagerung lässt sich damit natuerlich troztdem nicht aus der Welt schaffen. Wenn der Muell nicht in Gorleben (da geologisch bedenklich) eingelagert wird, muss er woanders hin! Aber wohin? Man sollte sich darueber bewusst sein, wir zeigen Probleme auf, fuer die wir aber selbst keine Lösung wissen, auch die Politiker und die AKW-Betreiber nicht. Letztere stufen nur die Problematik geringer ein, das ist alles.
Wir muessen uns damit rechnen, dass wir ein Energieversorgungsproblem bekommen, das allein mit regenerativen Energien nicht lösbar ist. Und während andere Länder in Europa in neue AKW investieren (unter bestimmten Gesichtspunkten CO2 neutralere Alternative) legt Deutschland sich neue Kohlekraftwerke zu und das auch noch unter einer gruenen Landesregierung! Aber das ist die Realität, auch wenn im Wahlkampf das Thema einer realistischen Energieversorgung scheinheilig tabuisiert wurde.
30.11.2009 17:06 Uhr
von Dr K:
Tja, Herr Rainer Wendt, natürlich wäre es für die Polizei leichter, wenn die Demonstranten keine Rechte hätten, und die Polizei einfach knüppeln dürfte. Warum nicht gleich schießen? Schon blöd, dass Sie nicht vor 70 Jahren schon im aktiven Dienst waren, nicht wahr?
Das Gewaltmonopol des Staates und dessen Träger müssen in einem freien Rechtsstaat unter strengster gesetzlicher und ziviler Beobachtung stehen. Die Polizei hat jetzt schon effektiv zu viele Freiheiten. Wieviele Heiligendamm-Prügler und -Pinkler und -Vergewaltiger sitzen denn hinter Gittern?
Verteidigt das freiheitlich-demokratische Rechtsstaatssystem! In ganz Europa gibt es Tendenzen zu autoritären Regimes.
27.10.2009 15:03 Uhr
von anja stiel:
Ich finde auch, dass die Kosten für den Transport nicht von der Allgemeinheit getragen werden müssen. Wenn die Atomkraftwerksbetreiber ihren Müll entsorgen wollen, dann sollen sie das auch bezahlen. Die Kosten auf die Menschen abwäzen zu wollen halte ich für total verfehlt. Schließlich ist ziviler Ungehorsam und Protest eine der wichtigsten Pfeiler unserer Demokratie. Wenn man sich Prostet und Meinungsfreiheit leisten müssen kann, ist das die falsche Richtung.
27.10.2009 15:03 Uhr
von Dr K:
Tja, Herr Rainer Wendt, natürlich wäre es für die Polizei leichter, wenn die Demonstranten keine Rechte hätten, und die Polizei einfach knüppeln dürfte. Warum nicht gleich schießen? Schon blöd, dass Sie nicht vor 70 Jahren schon im aktiven Dienst waren, nicht wahr?
Das Gewaltmonopol des Staates und dessen Träger müssen in einem freien Rechtsstaat unter strengster gesetzlicher und ziviler Beobachtung stehen. Die Polizei hat jetzt schon effektiv zu viele Freiheiten. Wieviele Heiligendamm-Prügler und -Pinkler und -Vergewaltiger sitzen denn hinter Gittern?
Verteidigt das freiheitlich-demokratische Rechtsstaatssystem! In ganz Europa gibt es Tendenzen zu autoritären Regimes.
10.07.2009 11:22 Uhr
von anja stiel:
Ich finde auch, dass die Kosten für den Transport nicht von der Allgemeinheit getragen werden müssen. Wenn die Atomkraftwerksbetreiber ihren Müll entsorgen wollen, dann sollen sie das auch bezahlen. Die Kosten auf die Menschen abwäzen zu wollen halte ich für total verfehlt. Schließlich ist ziviler Ungehorsam und Protest eine der wichtigsten Pfeiler unserer Demokratie. Wenn man sich Prostet und Meinungsfreiheit leisten müssen kann, ist das die falsche Richtung.
10.07.2009 11:22 Uhr
von Dr K:
Tja, Herr Rainer Wendt, natürlich wäre es für die Polizei leichter, wenn die Demonstranten keine Rechte hätten, und die Polizei einfach knüppeln dürfte. Warum nicht gleich schießen? Schon blöd, dass Sie nicht vor 70 Jahren schon im aktiven Dienst waren, nicht wahr?
Das Gewaltmonopol des Staates und dessen Träger müssen in einem freien Rechtsstaat unter strengster gesetzlicher und ziviler Beobachtung stehen. Die Polizei hat jetzt schon effektiv zu viele Freiheiten. Wieviele Heiligendamm-Prügler und -Pinkler und -Vergewaltiger sitzen denn hinter Gittern?
Verteidigt das freiheitlich-demokratische Rechtsstaatssystem! In ganz Europa gibt es Tendenzen zu autoritären Regimes.
10.07.2009 11:01 Uhr
von anja stiel:
Ich finde auch, dass die Kosten für den Transport nicht von der Allgemeinheit getragen werden müssen. Wenn die Atomkraftwerksbetreiber ihren Müll entsorgen wollen, dann sollen sie das auch bezahlen. Die Kosten auf die Menschen abwäzen zu wollen halte ich für total verfehlt. Schließlich ist ziviler Ungehorsam und Protest eine der wichtigsten Pfeiler unserer Demokratie. Wenn man sich Prostet und Meinungsfreiheit leisten müssen kann, ist das die falsche Richtung.
10.07.2009 11:01 Uhr
von Martin:
Wieso fürchtet ein Politiker höhere Kosten? Zahlen etwa nicht die Betreiber der AKWs für ihren eigenen Müll? Dies sollte auch zum Thema gemacht werden.
10.07.2009 11:01 Uhr
von Dr K:
Tja, Herr Rainer Wendt, natürlich wäre es für die Polizei leichter, wenn die Demonstranten keine Rechte hätten, und die Polizei einfach knüppeln dürfte. Warum nicht gleich schießen? Schon blöd, dass Sie nicht vor 70 Jahren schon im aktiven Dienst waren, nicht wahr?
Das Gewaltmonopol des Staates und dessen Träger müssen in einem freien Rechtsstaat unter strengster gesetzlicher und ziviler Beobachtung stehen. Die Polizei hat jetzt schon effektiv zu viele Freiheiten. Wieviele Heiligendamm-Prügler und -Pinkler und -Vergewaltiger sitzen denn hinter Gittern?
Verteidigt das freiheitlich-demokratische Rechtsstaatssystem! In ganz Europa gibt es Tendenzen zu autoritären Regimes.
Leserkommentare
30.11.2009 17:06 Uhr
von Anna:
"Polizisten seien keine Feinde, sondern mehrheitlich ebenfalls AKW-Gegner."
Der Satz hat mir schon lange mal gefehlt! Ich war vor 6 Jahren dabei und oft wirkte die Veranstaltung auf mich wie ein inszenierter Kleinkrieg gegen die Polizei. Aber geht es darum? Ich kam mir oft vor, wie auf einem riesigen Abenteuerspielplatz, sogar mit Trainingscamps fuer den "Nahkampf" mit Polizisten - auch ein guter Schauplatz fuer jegliche Arten von sinnfreiem Aktionismus einiger Demonstranten. Oft musste ich mich fragen, wogegen ich eigentlich kämpfe und was letzten Endes das Ziel der Aktion ist (ich lasse das Thema unprofessionelle Polizisten an dieser Stelle aussen vor. Gesagt sei nur, dass ich weiss, wie unfair einige sein können!).
Auch wenn es fuer manche befriedigend ist, gegen einen direkten Gegner zu kämpfen - klar sollte bleiben, die Polizisten sind es nicht. Dem wirklichen Gegner begegnet man in Gorleben nicht! Um die Ursache der Probleme zu beheben, muss an einem anderen Hebel angesetzt werden, und dort spielt dann blosser Protest keine Rolle mehr. Dort muss mit Gewinnen argumentiert werden.
Nichtsdestotrotz sind Proteste wie im Wendland eine wichtige Grundlage der AKW-Gegenbewegung. Nur das Problem der Endlagerung lässt sich damit natuerlich troztdem nicht aus der Welt schaffen. Wenn der Muell nicht in Gorleben (da geologisch bedenklich) eingelagert wird, muss er woanders hin! Aber wohin? Man sollte sich darueber bewusst sein, wir zeigen Probleme auf, fuer die wir aber selbst keine Lösung wissen, auch die Politiker und die AKW-Betreiber nicht. Letztere stufen nur die Problematik geringer ein, das ist alles.
Wir muessen uns damit rechnen, dass wir ein Energieversorgungsproblem bekommen, das allein mit regenerativen Energien nicht lösbar ist. Und während andere Länder in Europa in neue AKW investieren (unter bestimmten Gesichtspunkten CO2 neutralere Alternative) legt Deutschland sich neue Kohlekraftwerke zu und das auch noch unter einer gruenen Landesregierung! Aber das ist die Realität, auch wenn im Wahlkampf das Thema einer realistischen Energieversorgung scheinheilig tabuisiert wurde.
30.11.2009 17:06 Uhr
von Dr K:
Tja, Herr Rainer Wendt, natürlich wäre es für die Polizei leichter, wenn die Demonstranten keine Rechte hätten, und die Polizei einfach knüppeln dürfte. Warum nicht gleich schießen? Schon blöd, dass Sie nicht vor 70 Jahren schon im aktiven Dienst waren, nicht wahr?
Das Gewaltmonopol des Staates und dessen Träger müssen in einem freien Rechtsstaat unter strengster gesetzlicher und ziviler Beobachtung stehen. Die Polizei hat jetzt schon effektiv zu viele Freiheiten. Wieviele Heiligendamm-Prügler und -Pinkler und -Vergewaltiger sitzen denn hinter Gittern?
Verteidigt das freiheitlich-demokratische Rechtsstaatssystem! In ganz Europa gibt es Tendenzen zu autoritären Regimes.
27.10.2009 15:03 Uhr
von anja stiel:
Ich finde auch, dass die Kosten für den Transport nicht von der Allgemeinheit getragen werden müssen. Wenn die Atomkraftwerksbetreiber ihren Müll entsorgen wollen, dann sollen sie das auch bezahlen. Die Kosten auf die Menschen abwäzen zu wollen halte ich für total verfehlt. Schließlich ist ziviler Ungehorsam und Protest eine der wichtigsten Pfeiler unserer Demokratie. Wenn man sich Prostet und Meinungsfreiheit leisten müssen kann, ist das die falsche Richtung.
27.10.2009 15:03 Uhr
von Dr K:
Tja, Herr Rainer Wendt, natürlich wäre es für die Polizei leichter, wenn die Demonstranten keine Rechte hätten, und die Polizei einfach knüppeln dürfte. Warum nicht gleich schießen? Schon blöd, dass Sie nicht vor 70 Jahren schon im aktiven Dienst waren, nicht wahr?
Das Gewaltmonopol des Staates und dessen Träger müssen in einem freien Rechtsstaat unter strengster gesetzlicher und ziviler Beobachtung stehen. Die Polizei hat jetzt schon effektiv zu viele Freiheiten. Wieviele Heiligendamm-Prügler und -Pinkler und -Vergewaltiger sitzen denn hinter Gittern?
Verteidigt das freiheitlich-demokratische Rechtsstaatssystem! In ganz Europa gibt es Tendenzen zu autoritären Regimes.
10.07.2009 11:22 Uhr
von anja stiel:
Ich finde auch, dass die Kosten für den Transport nicht von der Allgemeinheit getragen werden müssen. Wenn die Atomkraftwerksbetreiber ihren Müll entsorgen wollen, dann sollen sie das auch bezahlen. Die Kosten auf die Menschen abwäzen zu wollen halte ich für total verfehlt. Schließlich ist ziviler Ungehorsam und Protest eine der wichtigsten Pfeiler unserer Demokratie. Wenn man sich Prostet und Meinungsfreiheit leisten müssen kann, ist das die falsche Richtung.
10.07.2009 11:22 Uhr
von Dr K:
Tja, Herr Rainer Wendt, natürlich wäre es für die Polizei leichter, wenn die Demonstranten keine Rechte hätten, und die Polizei einfach knüppeln dürfte. Warum nicht gleich schießen? Schon blöd, dass Sie nicht vor 70 Jahren schon im aktiven Dienst waren, nicht wahr?
Das Gewaltmonopol des Staates und dessen Träger müssen in einem freien Rechtsstaat unter strengster gesetzlicher und ziviler Beobachtung stehen. Die Polizei hat jetzt schon effektiv zu viele Freiheiten. Wieviele Heiligendamm-Prügler und -Pinkler und -Vergewaltiger sitzen denn hinter Gittern?
Verteidigt das freiheitlich-demokratische Rechtsstaatssystem! In ganz Europa gibt es Tendenzen zu autoritären Regimes.
10.07.2009 11:01 Uhr
von anja stiel:
Ich finde auch, dass die Kosten für den Transport nicht von der Allgemeinheit getragen werden müssen. Wenn die Atomkraftwerksbetreiber ihren Müll entsorgen wollen, dann sollen sie das auch bezahlen. Die Kosten auf die Menschen abwäzen zu wollen halte ich für total verfehlt. Schließlich ist ziviler Ungehorsam und Protest eine der wichtigsten Pfeiler unserer Demokratie. Wenn man sich Prostet und Meinungsfreiheit leisten müssen kann, ist das die falsche Richtung.
10.07.2009 11:01 Uhr
von Martin:
Wieso fürchtet ein Politiker höhere Kosten?
Zahlen etwa nicht die Betreiber der AKWs für ihren eigenen Müll? Dies sollte auch zum Thema gemacht werden.
10.07.2009 11:01 Uhr
von Dr K:
Tja, Herr Rainer Wendt, natürlich wäre es für die Polizei leichter, wenn die Demonstranten keine Rechte hätten, und die Polizei einfach knüppeln dürfte. Warum nicht gleich schießen? Schon blöd, dass Sie nicht vor 70 Jahren schon im aktiven Dienst waren, nicht wahr?
Das Gewaltmonopol des Staates und dessen Träger müssen in einem freien Rechtsstaat unter strengster gesetzlicher und ziviler Beobachtung stehen. Die Polizei hat jetzt schon effektiv zu viele Freiheiten. Wieviele Heiligendamm-Prügler und -Pinkler und -Vergewaltiger sitzen denn hinter Gittern?
Verteidigt das freiheitlich-demokratische Rechtsstaatssystem! In ganz Europa gibt es Tendenzen zu autoritären Regimes.