• 18.01.2010

Bergung

Asse-Flutung bleibt Option

Ob der Atommüll wirklich aus dem maroden Bergwerk herausgeholt wird, ist noch längst nicht sicher. Das Bundesamt für Strahlenschutz hat sich eine Hintertür offen gelassen um die Asse doch mit Beton zu verfüllen.von Reimar Paul

  • 22.01.2010 14:20 Uhr

    von Seasickpirate:

    AufpASSEr: fast deiner Meinung! Allerdings halte ich die BErgung des Mülls leider für fast unmöglich :(

  • 20.01.2010 15:12 Uhr

    von Seasickpirate:

    Was mich erstaunt ist, wie unreflektiert die Nation auf so eine Meldung reagiert. Müll raus und gut. Hat sich schonmal jemand GEdanken gemacht wie der Müll in der Asse vorliegt? Da suppt offensichtlich Wasser in die Einlagerungskammern und das sollen die Fässer überleben?
    Der neue Umweltminister hat einen perfekten Schachzug inzeniert, der erstmal alle auf seine Seite springen lässt. Gut von ihm, leider ein Armutszeugnis für den Rest...
    Warten wir die Überprüfung des Abfalls ab und hoffen das Beste!

  • 19.01.2010 14:57 Uhr

    von M.Eskandani:

    Wer übernimmt eigentlich endlich die Verantwortung für diese Riesenschlamperei in der Asse? Frau Merkel, die fröhlich durch das vor sich hintropfende Bergwerk kroch, und sich, gewollt oder ungewollt, von ihren Experten ein X für ein U hat vormachen lassen? Frau Schavan, die vor lauter Lavieren vor der Presse schon fast körperlich unsichtbar wird? Die Helmholtz-Gesellschaft in München, die völlig verstummt ist? Wem dürfen wir als Steuerzahler, die Bevölkerung oberhalb und im Umkreis von Asse und die leukämieerkrankten ehemaligen Mitarbeiter denn nun die Rechnung präsentieren?

  • 19.01.2010 12:29 Uhr

    von aufpASSEr:

    Es tut mir ja leid, dass ich das sagen muss, aber an eine tatsächliche Rückholung der Atommüllfässer habe ich nicht einen Moment geglaubt. Vielmehr handelt es sich doch um taktische Manöver, um die Menschen hier in der Region zu vertrösten und ruhig zu stellen. In ein paar Wochen kann man dann vom BfS verlauten lassen, dass der gute Wille zur Rückholung da war, aber leider die Umstände (marode Fässer, nicht gegebene Standsicherheit der Salzstollen, unabsehbar lange Bergungszeit etc.) nur das Zubetonieren und Fluten zulassen. Dies ist dann die abschließende Komplettverarschung der Menschen hier in der Region. Zunächst so tun, als ob, um dann die Hände in Unschuld waschen zu können. Und unser Atomminister Röttgen sitzt in Berlin und lacht sich tot, zusammen mit seinen Atomlobbyisten, die jetzt vor Ort für die Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke sorgen. Alles frei nach dem Motto: Ist die Asse betoniert, lebt sich´s völlig ungeniert.

  • 19.01.2010 11:45 Uhr

    von JanG:

    In der Asse lagern, entgegen den hier gemachten Angaben, "nur" ca 27.000 Fässer mit radioaktivem Abfall. Entspricht rund 30.000 Kubikmeter Müll. Ob der allerdings wirklich nach Konrad darf, muss natürlich geprüft werden, sollte aber machbar sein.

    Die restlichen Müllfässer mit dem ganzen hochgiftigen, chemisch-toxischen Müll, können in einer normalen Untertagedeponie wie zum Beispiel Herfa-Neurode gelagert werden.

  • 18.01.2010 21:15 Uhr

    von Stephan Ebers:

    Wir haben bereits bei der Befahrung der Grubenbaue im Jahr 1977 auf die Gefahr von Wassereinbrüchen in dem Bereich der heutigen Laugenzuflüsse hingewiesen. Wir, das waren eine Gruppe von Studenten der Geowissenschaften. Aber die landläufige Arroganz gepaart mit Ignoranz der dort tätigen Bergbauingenieure taten unsere Bedenken als Spinnereien ab.
    Heute haben wir das Desaster. Zu diesem Zeitpunkt gab es auch noch auf der untersten Sohle die sog. "heißen" Löcher. Bohrlöcher, in denen die Thoriumabfälle aus dem Reaktor von Hamm-Uentrop versuchsweise versenkt werden sollten. Dazu kam es aber nicht mehr. Nun wird man nicht umhin kommen einen Teil der Grubenbaue zu versetzen um die Stabilität zu gewährleisten. Dabei kann aber nur ein Versatz mit hydraulisch abbindenden Stoffen Abhilfe schaffen. Diese Versatztechniken werden in den aufgelassenen Kalibergwerken in Nordthüringen angewandt und sind erprobt. Eine Flutung ist idiotisch, da eine Sättigung der Salzlösung durch Frischwasserzuflüsse nicht generell stattfinden wird.

    Es bewahrheitet sich mal wieder: der liebe Gott weiß alles - der Bergassessor alles besser. Schluckauf!

  • 18.01.2010 18:44 Uhr

    von Tofuwerferin:

    Nur mal aus losem Interesse.
    Kann mir jemand sagen wann und wo der entsprechende Gerichtsprozess stattfindet?

    Jeder Selbständige mit auch nur einem E-shop hat Unterlagen bereitzuhalten, für eine Dekade mindestens.
    Asses Müllgeschichte ist so Undursichtig..., jedoch regt sich nicht viel, weil ja keiner was weiss?
    Angesichts der Tatsache dass dieser Müll sehr giftig ist und eine Gefährdung der Bevölkerung damit möglich ist, ist es doch seit je her die Vorgabe ihn Fachgerecht zu evidentieren, sowohl während seines Gebrauches als auch nach der Entsorgung , daraufhin ist sicherzustellen dass die Unterlagen für immer Archiviert werden.
    Davon ist ja nichts gegeben. Das Material auf Listen kann drinn sein oder auch nicht. Wenn vorher von schwächerem Material ausgegangen wurde, sich nun heraustellt das auch stärkere dort gelagert sind von denen niemand etwas wusste, und die Andernorts auch nie fehlten oder sich Niemand wunderte wo die Sachen sind, oder dass sie offenbar illegal in Asse entsorgt wurden, oder eben auch nicht, ja dann ist in Zukunft das
    Grundwasser in Gefahr
    oder
    Material existiert weiterhin oberirdisch als Spielball der Mafia und ähnlichen Organisationen.
    Auf jeden Fall ne Sache für Interpol und bis alles geklärt ist, purer Terror, und muss entsprechend behandelt werden.

    Gnade Euch Gott ,
    Ihr Atompappnasen,
    allen zusammen.....

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