Asyl
Keine Gnade für die Witwe
Auch nach dem Suizid des 58-jährigen Armeniers im Abschiebegefängnis Langenhagen bleibt der Landkreis Winsen/Luhe hart und besteht auf die Ausweisung seiner Ehefrau. Allein der 29-jährige Sohn darf bleiben.von Christian Jakob
Leserkommentare
12.07.2010 19:29 Uhr
von HamburgerX:
Wessen Asylbegehren abgelehnt wurde, der muss gehen. Wer es nicht tut, kann abgeschoben werden. Eigentlich ganz einfach. Ich sehe nicht, warum diese Logik durch den Selbstmord eines Angehörigen dauerhaft ausgesetzt werden sollte. Vorübergehend hätte ich Verständnis.
Schon gar nicht verstehe ich, wie daraus folgt, dass Ausweisungen gestoppt werden müssen. Solche Forderungen sind völlig unverantwortlich. Ich schließe doch auch keine Gefängnisse, weil sich Häftlinge umbringen oder zerstöre alle Straßen, weil es darauf zu Verkehrstoten kommt.
07.07.2010 17:58 Uhr
von anna blume hatn schwanz:
kein Kommentar
07.07.2010 15:18 Uhr
von Lars:
Die zuständigen Rassisten werden irgendwann alle bekommen, was sie verdienen.
07.07.2010 12:06 Uhr
von juan:
"Die Würde des Menschen ist unantastbar" gilt halt nicht für alle Menschen bzw. nicht jede/jeder ist gleich ein Mensch. Aber immer schön nach draußen gucken, da kann man sich bequem empören wenn Menschenrechte verletzt werden.
07.07.2010 11:40 Uhr
von Stauner:
Unser neuer Bundespräsident hat das doch jahrelang so angeordnet!
Und so einen lieben und gütigen Bundespräsidenten hatten wir ja noch nie!
Was regt Ihr Euch denn so auf?
07.07.2010 10:49 Uhr
von Fehlerteufel:
Auch wenn es nichts ändert an der Situation der Betroffenen: der Landkreis heißt immer noch Harburg, nur das KfZ-Kennzeichen ist WL. Vllt. sollte die taz doch das Zeilenhonorar auf einen angemessenen Betrag erhöhen?
07.07.2010 10:20 Uhr
von Christian Relling:
Die deutschen Auslaenderbehoerden haben mehr und mehr Blut an Ihren Haenden - wann wird das gestoppt? Die Ehefrau alleine abzuschieben zeigt wie menschenverachtend die Mitarbeiter deutscher Behörden sind - ich wünsche Ihnen allen, einmal in gleiche Situation zukommen, um dann ein ähnliches Schicksal zu erleiden - vielleicht hilft das ja..... (und ein Seil nicht vergessen!)
06.07.2010 22:41 Uhr
von anna blume:
"Den Eltern, denen wenig Chancen auf dem Arbeitsmarkt eingeräumt wurden, verweigerten die Behörden dies."
Staatliche Transferleistungen seit über 10 Jahren, ohne weitere Perspektive...
Natürlich abschieben, aber warum so lange warten, warum nicht schon nach zwei Jahren, ach Quatsch, zwei Monaten abschieben, die Probleme entstehen doch erst durch diese "Wartezeit", in denen eine Perspektive vorgetäuscht wird...eine Alimentierung kann auch woanders stattfinden...