Amazon will zusammen mit einer amerikanischen Universität 400.000 alte Werke nachdrucken, die seit Jahren nicht mehr verfügbar sind. Damit hat das Antiquariat wohl ausgediehnt.von Ben Schwan
@Goetz Valentino: So sehr ich Deine negative Einstellungen Amazon gegenueber verstehen und nachvollziehen kann: Der _Nachdruck_ von Buechern hat nun wirklich nichts mit einer "Entlastung hinnimmt, hip und platzsparend per Touchscreen zu blättern und zu lesen" zu tun. Ausserdem kenne ich persoenlich niemanden, der das wirklich als Entlastung wahrnimmt (und bevor jetzt einer aufschreit: ich lese ziemlich viel, und wenn moeglich nur auf Papier). Also bitte nicht zwei verschiedene Themen in einen Topf werfen, ja?
27.07.2009 11:17 Uhr
von Götz Valentino:
Das Antiquariat muss bestehen bleiben. Es kann nicht sein, dass das gesammelte Wissen der Menschheit den Großkonzernen überlassen wird, die dann, je nach Gusto, gewisse Schriften per Knopfdruck verschwinden lassen!* Die zunehmende Digitalisierung von Büchern sowie der Vormarsch der handheld - E-Book-Reader begünstigen das Informationsmonopol. Ein Bücherverbot wird damit hinfällig, da die Mehrzahl der Konsumenten es als Entlastung hinnimmt, hip und platzsparend per Touchscreen zu blättern und zu lesen.
*(siehe auch Taz vom 20.07.09 http://www.taz.de/1/zukunft/konsum/artikel/1/amazon-loescht-e-books/)
23.07.2009 18:41 Uhr
von Sascha Bachmann:
"ausgedient" ist wirklich sehr reißerisch. Sollen amazon das doch machen. Ein wirklich altes Buch ist doch mehr als ein frisch gedruckter alter Text.
23.07.2009 16:36 Uhr
von Antiquariat Michael Stein:
Da hat das Antiquariat natürlich nicht ausgedient, denn es vermittelt ja nicht nur bloße Texte. Das Original ist für Sammler und manche Forschungszwecke nicht zu ersetzen. Die Preise der Reprints sind auch nicht gerade niedrig, da können Antiquariate (im Netz) sicher oft mithalten. Die Reprints landen wieder im Antiquariat. Klar, das Antiquariat wird den Wettbewerb spüren, Amazon wird seine Position als erste Suchadresse für Bücher stärken. Aber ausgedient? Don't panic!
Leserkommentare
28.07.2009 16:42 Uhr
von Mir:
@Goetz Valentino:
So sehr ich Deine negative Einstellungen Amazon gegenueber verstehen und nachvollziehen kann: Der _Nachdruck_ von Buechern hat nun wirklich nichts mit einer "Entlastung hinnimmt, hip und platzsparend per Touchscreen zu blättern und zu lesen" zu tun. Ausserdem kenne ich persoenlich niemanden, der das wirklich als Entlastung wahrnimmt (und bevor jetzt einer aufschreit: ich lese ziemlich viel, und wenn moeglich nur auf Papier).
Also bitte nicht zwei verschiedene Themen in einen Topf werfen, ja?
27.07.2009 11:17 Uhr
von Götz Valentino:
Das Antiquariat muss bestehen bleiben. Es kann nicht sein, dass das gesammelte Wissen der Menschheit den Großkonzernen überlassen wird, die dann, je nach Gusto, gewisse Schriften per Knopfdruck verschwinden lassen!*
Die zunehmende Digitalisierung von Büchern sowie der Vormarsch der handheld - E-Book-Reader begünstigen das Informationsmonopol. Ein Bücherverbot wird damit hinfällig, da die Mehrzahl der Konsumenten es als Entlastung hinnimmt, hip und platzsparend per Touchscreen zu blättern und zu lesen.
*(siehe auch Taz vom 20.07.09 http://www.taz.de/1/zukunft/konsum/artikel/1/amazon-loescht-e-books/)
23.07.2009 18:41 Uhr
von Sascha Bachmann:
"ausgedient" ist wirklich sehr reißerisch. Sollen amazon das doch machen. Ein wirklich altes Buch ist doch mehr als ein frisch gedruckter alter Text.
23.07.2009 16:36 Uhr
von Antiquariat Michael Stein:
Da hat das Antiquariat natürlich nicht ausgedient, denn es vermittelt ja nicht nur bloße Texte. Das Original ist für Sammler und manche Forschungszwecke nicht zu ersetzen. Die Preise der Reprints sind auch nicht gerade niedrig, da können Antiquariate (im Netz) sicher oft mithalten. Die Reprints landen wieder im Antiquariat. Klar, das Antiquariat wird den Wettbewerb spüren, Amazon wird seine Position als erste Suchadresse für Bücher stärken. Aber ausgedient? Don't panic!