• 13.03.2009

Abschiebung in Thüringen

Der Flüchtling darf nicht zu dick sein

Ein Diabetiker wird wohl nach Sierra Leone abgeschoben. Dort sei die Ernährung nicht so kalorienreich, argumentiert das Amt. Es zahlt seine Behandlung in Afrika - falls er nicht dicker wird.von Anna Corves

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von Michael Klein:

    @UweRietmöller!

    Sicher sind Abschiebungen keine faschistischen Verbrechen, aber die Grenze zwischen Rechtskonservatismus und Faschismus ist dünn und fließend, und vom Rechtskonservatismus zum FAschismus ist es oft nur ein kleiner Schritt!
    Vielleicht wissen so einige nicht, dass das Wort "Abschiebung" das erste Mal von Himmler gebraucht wurde, als er Ende Oktober 1938, kurz vor der Reichskristallnacht, ein Aufenthaltsverbot und die Ausweisung von 18000 polnischen Juden (Männer, Frauen und Kindern) anordnete!
    Und das die CDU bis weit in die 80er Jahre ein Auffangbecken für Nazis war, ist ja auch schon lange kein Geheimnis mehr. Und im Grunde genommen scheut diese Partei auch vor rechtsrassistischen Kampagnen bis heute nicht zurück!

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von antiraina:

    Ich finde es erschreckend, wieviele Rassisten sich selbst in taz-Kommentaren ganz offen ausländerfeindlich und menschenverachtend zeigen. Haben auch alle den ersten Abschnitt des Artikels gelesen? Aboubacar Wan floh aufgrund eines Krieges, bei dem seine Eltern umkamen. Wer sich etwas mit dem Thema beschäftigt, weiß wie schwer es für Flüchtlinge ist, nach Europa zu gelangen und wie wenige es schaffen. Auch sind die Lebensumstände in Deutschland für Flüchtlinge weder bequem, noch sonst irgendwie so annehmlich, wie hier manche unterstellen, die anscheinend weder Ahnung noch einen Funken Mitgefühl besitzen! Heben sie sich ihren Zynismus dafür auf, wenn sie oder ihnen nahestehnde Menschen sich in lebensbedrohlichen Situationen befinden. Bleibt nur zu hoffen, dass sie dann auf mehr Hilfe und Mitgefühl stoßen, als man von ihnen je erwarten kann!

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von x-tian:

    "Der zuständige Sacharbeiter" schreibt die taz höhnisch, habe dazu Stellung genommen: "Als Experte schien ihn dabei seine eigene Erkrankung zu qualifizieren. "Der Unterzeichner hat selbst seit über 30 Jahren Diabetes und hat sich mit dem Thema sehr intensiv beschäftigt." Er empfahl Wan, sich "einer geregelten kalorienreduzierten Ernährung zu befleißigen und insbesondere eine erhöhte körperliche Tätigkeit auszuführen". So könne er seine Insulinabhängigkeit gegebenenfalls auf null reduzieren.

    Der zuständige Sachbearbeiter hat recht.
    So what?

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von Alchemy:

    Schön das sie das Land Lieben in dem Sie zufällig geboren wurden.
    Ein Glück für sie, das es ein reiches Industrieland ist.

    Mich jedoch beschleicht das Gefühl, das der Faschismus in Deutschland nie Aussterben wird.

    Man kann sicherlich denn Faschismus in ein Demokratiemantel packen, vollgespickt mit Gesetzen.

    Aber im Kern bleibt es was es ist.

    Über Doofheit lache ich gar nicht mehr, ich bekomme leichte Migräne von.

    Diesen Menschen hat man in den Tot geschikt.
    Eiskalt und Kaltschnäuzig.
    Ohne mit der Wimper zu zucken, wie Müll das schnell entsorgt werden muß.

    Ein Armutszeugnis für Deutschland.

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von A. Eichholtz:

    Jeder weiß, dass Fettsucht Diabetis Typ II fördert. Ich denke also nicht, dass der deutsche Steuerzahler verantwortlich dafür ist, jedem - ntschuldigung - fetten Menschen seine Flausen zu bezahlen. Beweg dich, iss weniger, dann wird das schon. Sowas sagt einem jeder Hausarzt, nur bei Asylanten kommt dem Deutschen Gefühlsechten wohl alles aus dem Hirn, was er jedem anderen Menschen sofort ins Gesicht sagt: Du bist selber verantwortlich für dein Ungemach.

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von Stefan:

    Der blanke Zynismus! Was für moralische Krüppel sitzen denn eigentlich in den Ausländerbehörden? Naja, hochkompetente Generalisten müssen sie auf alle Fälle sein, da sie anscheinend medizinische, psychologische und kulturelle Sachverhalte gleichermaßen zu beurteilen wissen. Da kann man dann schon mal minderjährige Vergewaltigungsopfer am Tage ihrer Niederkunft verhören (wie kürzlich in Frankfurt geschehen) oder schweren Diabetikern die kalorienärmere Kost Sierra Leones zwangsweise verordnen.

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von vic:

    Wenn ich so etwas lesen muss, wird mir schon am morgen schlecht.
    Ich wünsche diesen Menschenfreunden, dass sie eines Tages selbst in einem Land fern den Heimat auf Hilfe angewiesen sind.
    Und dass sie dann auf ebensolche gnadenlose Bürokraten einer Christenpartei treffen.

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von manni:

    Die Entscheidung des Richters ist wohl durchaus mit einer Todesstrafe gleichzusetzen.


    KEIN MENSCH IST ILLEGAL! NIRGENDWO!

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von G. Al Dahouk:

    Wenn der Sachbearbeiter selbst seit 30 Jahren Diabetes hat, dann hat er bis jetzt keine Ahnung von seiner Krankheit. Aboubacar Wan war 22 Jahre alt, als er an Diabetes erkrankte, das heißt, er hat den jugendlichen Typ-1-Diabetes, der immer mit Insulin behandelt werden muss, weil alle Insulin bildenden Zellen in der Bauspeicheldrüse unwiederbringlich durch Antikörper zerstört worden sind. Wie kann er behaupten, durch Diät und Sport könne Wan seine Insulinabhängigkeit auf Null reduzieren!!!

  • 04.04.2011 19:09 Uhr

    von Dr. Schreck:

    Ich liebe dieses Land, denn es bringt mich nach einem langen Arbeitstag so richtig herzlich zum Lachen. Schade nur, dass lauter arme Menschen unter seinem fiesen Humor so überhaupt nicht lustig leiden müssen.
    Ich hoffe doch sehr, dass fusskranke Flüchtlinge nur noch in Länder abgeschoben werden, in denen es keine Berge oder Treppen gibt, sondern nur Gehhilfen...

    Lachend und weinend, Dr. Schreck

  • 11.02.2011 17:50 Uhr

    von Michael Klein:

    @UweRietmöller!

    Sicher sind Abschiebungen keine faschistischen Verbrechen, aber die Grenze zwischen Rechtskonservatismus und Faschismus ist dünn und fließend, und vom Rechtskonservatismus zum FAschismus ist es oft nur ein kleiner Schritt!
    Vielleicht wissen so einige nicht, dass das Wort "Abschiebung" das erste Mal von Himmler gebraucht wurde, als er Ende Oktober 1938, kurz vor der Reichskristallnacht, ein Aufenthaltsverbot und die Ausweisung von 18000 polnischen Juden (Männer, Frauen und Kindern) anordnete!
    Und das die CDU bis weit in die 80er Jahre ein Auffangbecken für Nazis war, ist ja auch schon lange kein Geheimnis mehr. Und im Grunde genommen scheut diese Partei auch vor rechtsrassistischen Kampagnen bis heute nicht zurück!

  • 11.02.2011 17:50 Uhr

    von x-tian:

    "Der zuständige Sacharbeiter" schreibt die taz höhnisch, habe dazu Stellung genommen: "Als Experte schien ihn dabei seine eigene Erkrankung zu qualifizieren. "Der Unterzeichner hat selbst seit über 30 Jahren Diabetes und hat sich mit dem Thema sehr intensiv beschäftigt." Er empfahl Wan, sich "einer geregelten kalorienreduzierten Ernährung zu befleißigen und insbesondere eine erhöhte körperliche Tätigkeit auszuführen". So könne er seine Insulinabhängigkeit gegebenenfalls auf null reduzieren.

    Der zuständige Sachbearbeiter hat recht.
    So what?

  • 11.02.2011 17:50 Uhr

    von achso:

    wenn ich von sowas lese kommt mir echt die galle hoch. die herren vom amt sind bestimmt auch noch stolz auf sich, ihre "pflicht" getan zu haben. in diesem land herrscht auf menschlicher ebene ein grausames niveau. es bleibt zu hoffen dass herr wan asyl an einem ort bekommt, an dem seine versorgung gesichert ist. ob herr wan sich allerdings hier angesichts derartig verbohrter behörden überhaupt noch wohlfühlen kann?

  • 11.02.2011 17:50 Uhr

    von Dr. Schreck:

    Ich liebe dieses Land, denn es bringt mich nach einem langen Arbeitstag so richtig herzlich zum Lachen. Schade nur, dass lauter arme Menschen unter seinem fiesen Humor so überhaupt nicht lustig leiden müssen.
    Ich hoffe doch sehr, dass fusskranke Flüchtlinge nur noch in Länder abgeschoben werden, in denen es keine Berge oder Treppen gibt, sondern nur Gehhilfen...

    Lachend und weinend, Dr. Schreck

  • 16.03.2009 17:37 Uhr

    von Michael Klein:

    @UweRietmöller!

    Sicher sind Abschiebungen keine faschistischen Verbrechen, aber die Grenze zwischen Rechtskonservatismus und Faschismus ist dünn und fließend, und vom Rechtskonservatismus zum FAschismus ist es oft nur ein kleiner Schritt!
    Vielleicht wissen so einige nicht, dass das Wort "Abschiebung" das erste Mal von Himmler gebraucht wurde, als er Ende Oktober 1938, kurz vor der Reichskristallnacht, ein Aufenthaltsverbot und die Ausweisung von 18000 polnischen Juden (Männer, Frauen und Kindern) anordnete!
    Und das die CDU bis weit in die 80er Jahre ein Auffangbecken für Nazis war, ist ja auch schon lange kein Geheimnis mehr. Und im Grunde genommen scheut diese Partei auch vor rechtsrassistischen Kampagnen bis heute nicht zurück!

  • 15.03.2009 17:17 Uhr

    von UweRietmöller:

    Erinnert sich jemand?
    Da hat doch der Linke Furor gerade einen neuen Feind der Menschheit ausgemacht.
    Nicht (wie man meinen könnte) Hitler, Stalin, Mao, Ho Chi Min, Che, Pol-Pot oder andere Massenmörder. Denn zum einen sind die ja schon lange namentlich bekannt. Und außerdem sind wir ja gewohnt sind zu differenzieren zwischen der Mehrzahl der friedlichen Mörder (Stalin, Mao, Ho Chi Min, Che, Polpot) und der geringen Zahl schlimmer Mörderisten (Hitler).

    ...

    Nichtsdestotrotz hat Williamson ja niemand wirklich was getan. Bis zum Beginn des Medienhypes wusssten 99,9999% der Bevölkerung nichts von seiner Existenz, geschweige denn von seinen Ansichten. Und hätten die skandalgeilen Medien die Sache nicht an die große Glocke gehängt, wäre das auch so geblieben. Williamson hat sich eines Vergehens schuldig gemacht, was allgemein unter „Meinungsdelikt“ läuft und (wenn die Folgen vernachlässigbar sind) im Vergleich mit anderen Taten (im letzten Jahr kam es im Bereich der Berliner ÖVM zu 4.500 Körperverletzungen) unter ferner liefen eingeordnet wird.

    Warum die lange Vorrede?
    Weil mir die pausenlose und lautstarke Verharmlosung der NS-Diktatur durch den linken Furor maximal auf den Zeiger geht.
    Und es ist eine Verharmlosung der NS-Diktatur, wenn alles was den Linken nicht passt, als faschistisch gewertet wird.

    Deshalb für alle zum merken:
    Das NS-Regime hat die Menschenrechte mit Füssen getreten.
    Das NS-Regime hat einen Weltkrieg angezettelt.
    Das NS-Regime hat Massenmorde begangen.

    Jedoch sind Hartz-IV, zu wenig Frauen in Führungspositionen oder die Abschiebung von Ausländern keine faschistischen Verbrechen. Im Gegenteil, die Mehrzahl der Juden wäre froh gewesen, wenn die Deutschland hätten verlassen dürfen.

    Und deshalb sind Postings wie das von Alchemy (14.03.2009 17:03 Uhr) eine unerträgliche Verharmlosung der NS-Verbrechen und in meinen Augen eine Straftat gem. § 130(3) StGB.
    Keine Ahnung, warum die Redaktion diese Straftaten zulässt.

  • 15.03.2009 16:28 Uhr

    von antiraina:

    Ich finde es erschreckend, wieviele Rassisten sich selbst in taz-Kommentaren ganz offen ausländerfeindlich und menschenverachtend zeigen. Haben auch alle den ersten Abschnitt des Artikels gelesen? Aboubacar Wan floh aufgrund eines Krieges, bei dem seine Eltern umkamen. Wer sich etwas mit dem Thema beschäftigt, weiß wie schwer es für Flüchtlinge ist, nach Europa zu gelangen und wie wenige es schaffen. Auch sind die Lebensumstände in Deutschland für Flüchtlinge weder bequem, noch sonst irgendwie so annehmlich, wie hier manche unterstellen, die anscheinend weder Ahnung noch einen Funken Mitgefühl besitzen! Heben sie sich ihren Zynismus dafür auf, wenn sie oder ihnen nahestehnde Menschen sich in lebensbedrohlichen Situationen befinden. Bleibt nur zu hoffen, dass sie dann auf mehr Hilfe und Mitgefühl stoßen, als man von ihnen je erwarten kann!

  • 15.03.2009 13:05 Uhr

    von UweRietmöller:

    Man hätte es ja kaum noch für möglich gehalten.
    Aber es gibt sie noch, die Ämter die den Mumm haben, den armen Opfern des rechten Terrors das Rückkehrrecht ins gelobte Land, das Paradies, das Land ohne rechte Dumpfbacken, das Land ohne faschistoide Rassisten, das Land mit Frauen in Führungspositionen, das Land ohne NPD, das Land ohne Hartz-IV-Sklaverei zu erlauben.
    Ein Akt wahrer Humanität. Denn hier, wo die Ausländer alltäglich verprügelt, in Polizeistationen verbrannt und auf offener Straße ermordet werden (wir denken dabei an die alljährliche Schreckensstatistik mit den obligatorisch zweistelligen Zuwachsraten rechter Gewalt) ist es für den Flüchtling schlicht unerträglich.

    Das arabische Volk von Palästina kämpft seit 60 Jahren für das Rückkehrrecht.
    Man, das hat es der Mann aber gut. Er muss nicht kämpfen – nein, in einem Anfall von Humanität hat das Amt dem aufs Blut ausgebeuteten die Rückkehr ermöglicht. Einfach so, ohne Kampf. Er musste nicht mal Berlin mit Katjuscha-Raketen beschießen.
    Oh, da werden die Palästinenser aber neidisch sein.

  • 15.03.2009 12:28 Uhr

    von G. Al Dahouk:

    Der Sachbearbeiter mit seiner 30jähriger Diabeteserfahrung hat keine Ahnung, was Typ-1-Diabetes bedeutet. Die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse sind durch Antikörper unwiederbringlich zerstört. Deren Funktion muss durch die mehrmalige Insulingabe pro Tag ersetzt werden. Der erkrankte Flüchtling war 22 Jahre alt, als er zuckerkrank wurde. Deshalb muss er als Typ-1-Diabetiker Insulin spritzen. Ihm jetzt zu erklären, dass durch Diät und sportliche Betätigung eine Insulinreduzierung auf Null erreicht werden könne, ist nicht nur nicht richtig, sondern auch unverantwortlich gegenüber anderen Jugendlichen, bei denen durch eine solche Aussage die falsche Hoffnung genährt wird, durch reduziertes Essen und Sport das mehrmalige tägliche Spritzen vermeiden zu können. Der nächste Klinikaufenthalt wäre diesen jungen Diabetikern gewiss!

  • 15.03.2009 11:21 Uhr

    von Nicole H.:

    Es hat mir die Sprache verschlagen.

  • 15.03.2009 08:55 Uhr

    von x-tian:

    "Der zuständige Sacharbeiter" schreibt die taz höhnisch, habe dazu Stellung genommen: "Als Experte schien ihn dabei seine eigene Erkrankung zu qualifizieren. "Der Unterzeichner hat selbst seit über 30 Jahren Diabetes und hat sich mit dem Thema sehr intensiv beschäftigt." Er empfahl Wan, sich "einer geregelten kalorienreduzierten Ernährung zu befleißigen und insbesondere eine erhöhte körperliche Tätigkeit auszuführen". So könne er seine Insulinabhängigkeit gegebenenfalls auf null reduzieren.

    Der zuständige Sachbearbeiter hat recht.
    So what?

  • 14.03.2009 17:50 Uhr

    von Hans Muff:

    Wenn wir nicht alle Diabetiker aus Sierra Leone nach Deutschland holen, sehe ich nicht ein warum die Erkrankung ein Grund sein sollte hier bleiben zu müssen.

  • 14.03.2009 17:03 Uhr

    von Alchemy:

    Schön das sie das Land Lieben in dem Sie zufällig geboren wurden.
    Ein Glück für sie, das es ein reiches Industrieland ist.

    Mich jedoch beschleicht das Gefühl, das der Faschismus in Deutschland nie Aussterben wird.

    Man kann sicherlich denn Faschismus in ein Demokratiemantel packen, vollgespickt mit Gesetzen.

    Aber im Kern bleibt es was es ist.

    Über Doofheit lache ich gar nicht mehr, ich bekomme leichte Migräne von.

    Diesen Menschen hat man in den Tot geschikt.
    Eiskalt und Kaltschnäuzig.
    Ohne mit der Wimper zu zucken, wie Müll das schnell entsorgt werden muß.

    Ein Armutszeugnis für Deutschland.

  • 14.03.2009 13:05 Uhr

    von Volker Vonssen:

    Gebt ihm Insulin für die nächste Zeit mit und gut ist es. Also, was hierzulande alles für Gründe für ein bequemes Leben vorgeschoben wird....unglaublich.

  • 14.03.2009 11:24 Uhr

    von Nichtidentisches:

    Abgesehen von dem alles überragenden rassistischen Bedürfnis, Leute aufgrund der Hautfarbe, nicht aufgrund irgendwelcher anderer Zwänge, loszuwerden, ist es schlichtweg falsch, wenn nicht sogar ein Ressentiment, dass in Westafrika eine "kalorienarme" Ernährung vorherrsche. Es gibt frittierten Fisch, in Öl frittierte Kochbananen, alles wird in Palmöl getunkt und dazu gibt es Stärkereiche Knollen wie Yams. Eiweiss erhält man wie Gemüse meist nur in zerkochter Form dazu. Das Ideal ist zudem, mit möglichst wenig Nahrung und Geld möglichst viel Fett zuzulegen und dementsprechend wird in den Garküchen gekocht.

    Dass es in Sierra Leone, einem noch immer verwüsteten Land, keinen geregelten Zugang zu Insulin gibt und überdies jede Hautöffnung durch eine Spritze bei dem Klima sehr viel leichter zu Abszessen und Entzündungen führen kann, sollte auch bekannt sein.

    Das Gericht mag in diesem Fall ein Ausweg sein, insgesamt hilft es nichts, sich darauf zu berufen - es muss einfach konsequenter gegen die rassistische Mehrheitsmeinung, die der Staat umsetzt, agitiert werden - und zwar nicht bloß bei verkaufsträchtigen "Skandalmeldungen", sondern auch bei den unklareren Fällen.

  • 14.03.2009 10:21 Uhr

    von dr. blöd:

    für migranten in deutschland gibt es leider kein recht. es gibt nur das recht zu gehen, egal wie. daher treibt es immer wieder mal groteske züge, die in den augen derer, die nicht davoin betroffen sind, vielleicht lustig erscheinen mag. für die wirklich betroffenen ist es aber existenzbedrohend. und daher leider nicht lustig.

  • 14.03.2009 09:49 Uhr

    von A. Eichholtz:

    Jeder weiß, dass Fettsucht Diabetis Typ II fördert. Ich denke also nicht, dass der deutsche Steuerzahler verantwortlich dafür ist, jedem - ntschuldigung - fetten Menschen seine Flausen zu bezahlen. Beweg dich, iss weniger, dann wird das schon. Sowas sagt einem jeder Hausarzt, nur bei Asylanten kommt dem Deutschen Gefühlsechten wohl alles aus dem Hirn, was er jedem anderen Menschen sofort ins Gesicht sagt: Du bist selber verantwortlich für dein Ungemach.

  • 14.03.2009 09:31 Uhr

    von rugero:

    Zynismus vom Feinsten ! So etwas gibt es nur in Deutschland.

  • 14.03.2009 09:14 Uhr

    von Stefan:

    Der blanke Zynismus! Was für moralische Krüppel sitzen denn eigentlich in den Ausländerbehörden? Naja, hochkompetente Generalisten müssen sie auf alle Fälle sein, da sie anscheinend medizinische, psychologische und kulturelle Sachverhalte gleichermaßen zu beurteilen wissen. Da kann man dann schon mal minderjährige Vergewaltigungsopfer am Tage ihrer Niederkunft verhören (wie kürzlich in Frankfurt geschehen) oder schweren Diabetikern die kalorienärmere Kost Sierra Leones zwangsweise verordnen.

  • 14.03.2009 06:31 Uhr

    von achso:

    wenn ich von sowas lese kommt mir echt die galle hoch. die herren vom amt sind bestimmt auch noch stolz auf sich, ihre "pflicht" getan zu haben. in diesem land herrscht auf menschlicher ebene ein grausames niveau. es bleibt zu hoffen dass herr wan asyl an einem ort bekommt, an dem seine versorgung gesichert ist. ob herr wan sich allerdings hier angesichts derartig verbohrter behörden überhaupt noch wohlfühlen kann?

  • 14.03.2009 00:49 Uhr

    von vic:

    Wenn ich so etwas lesen muss, wird mir schon am morgen schlecht.
    Ich wünsche diesen Menschenfreunden, dass sie eines Tages selbst in einem Land fern den Heimat auf Hilfe angewiesen sind.
    Und dass sie dann auf ebensolche gnadenlose Bürokraten einer Christenpartei treffen.

  • 13.03.2009 23:33 Uhr

    von Felicitas:

    Ich schäme mich für alle, die für diese Entscheidung und ihre perverse, höhnische Begründug verantwortlich sind.

  • 13.03.2009 23:26 Uhr

    von Raptor Jesus:

    Er wird da nur vorgeführt. Es ist klar, die wollen ihn weg.
    Er sollte raus aus Thüringen gehen in ein anderes Bundesland, am besten in ein Rotes.

  • 13.03.2009 23:24 Uhr

    von Lorenz:

    Sollte der Sachverhalt so "eiskalt" sein, wie beschrieben, dann liegt hier möglicherweise die Einleitung zur Erfüllung des Straftatbestandes der gemeinschaftlich begangenen Körperverletzung mit Todesfolge vor. Und das in Namen des Volkes ! Damit auch in meinem Namen. Ich will das nicht glauben müssen.

  • 13.03.2009 22:28 Uhr

    von manni:

    Die Entscheidung des Richters ist wohl durchaus mit einer Todesstrafe gleichzusetzen.


    KEIN MENSCH IST ILLEGAL! NIRGENDWO!

  • 13.03.2009 22:14 Uhr

    von unfassbar:

    Pervers. Möglicherweise würde der Diabetis des Sahbearbeiters einer kalorienreduzierter Aufenthalt in Sierra Leone gut tun.

    Dr. Schreck könnte ja mitkommen und die medizinische Betreung sicherstellen.

  • 13.03.2009 20:30 Uhr

    von G. Al Dahouk:

    Wenn der Sachbearbeiter selbst seit 30 Jahren Diabetes hat, dann hat er bis jetzt keine Ahnung von seiner Krankheit. Aboubacar Wan war 22 Jahre alt, als er an Diabetes erkrankte, das heißt, er hat den jugendlichen Typ-1-Diabetes, der immer mit Insulin behandelt werden muss, weil alle Insulin bildenden Zellen in der Bauspeicheldrüse unwiederbringlich durch Antikörper zerstört worden sind. Wie kann er behaupten, durch Diät und Sport könne Wan seine Insulinabhängigkeit auf Null reduzieren!!!

  • 13.03.2009 18:15 Uhr

    von Dr. Schreck:

    Ich liebe dieses Land, denn es bringt mich nach einem langen Arbeitstag so richtig herzlich zum Lachen. Schade nur, dass lauter arme Menschen unter seinem fiesen Humor so überhaupt nicht lustig leiden müssen.
    Ich hoffe doch sehr, dass fusskranke Flüchtlinge nur noch in Länder abgeschoben werden, in denen es keine Berge oder Treppen gibt, sondern nur Gehhilfen...

    Lachend und weinend, Dr. Schreck

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