30. Todestag von Rudi Dutschke
"Alle waren neidisch auf Dutschke"
Am 24. Dezember 1979 starb Rudi Dutschke an den Spätfolgen des Attentats im Jahre 1968. Der '68er-Fotograf Michael Ruetz im Gespräch über die Studentenbewegung und ihren Anführer.von Philipp Gessler
Leserkommentare
08.03.2010 23:34 Uhr
von Leo:
@ Gockeline
Ich kann nicht mehr sagen außer, dass man bei fehlendem Wissen in Bezug auf: Rudi Dutschke,Adolf Hitler, Ausstrahlung, Ideologien, Den Historischen Kontext, Denken, Aggressivität... etc. einfach mal den Mund halten sollte.
Kindergartenargumente dieser Art sind wirklich erbärmlich.
26.12.2009 14:24 Uhr
von Dr. Harald Wenk:
@Kalle
Mit dem nach ihnen typisch verwendeten 'abwerten statt argumentieren' - "neben der Schublade" - verstecken sie, das Dutschkes so bezeichnetes "sozialistische Vokabular" mit sozialen und sogar elementaren wirtschaftlichen Interessen verbunden war,
das die GRÜNEN, unter 'Mogelpackung' Aufnahme der linken AB 68er Bewegung mit ähnlichen argumentlosen 'Abwertungen' immer mehr durch eine selbstbetriebene Sozialabbaupolitik mit Verstärkung der extrem starken Macht der Finanzmärkte - des Finanzkapitals
ersetzt haben.
Dass dabei sogar natürlich wegen der Profitsteuerung der Produktion mit Ökodumping das grüne "Herzenasnliegen" immer mehr unrealiserte und unrealisierbare Plakatur wurde
und alle alternativen Bewegungen einfach finanziell ausgetrocknet, erhebt dieses Vokubaluar nolens volens völlig unerwartet zu einer Art "Offenbarung".
Nebenbei wurde der artikulerte Anspruch der neu ausgebildeten Intelligenz auf Teilhabe einfach de facto konterkariert.
26.12.2009 11:59 Uhr
von Kalle:
wenn ich mir als Schweizer erlauben darf, der in den 80er Jahren politisch sensibilisiert worden ist, dazu was zu sagen: Es ist in der Tat seltsam, wie in Deutschland Politiker oft schreien, und da kriegt man es in der Tat mit etwas Angst zu tun. Häufig wird dies mit Charisma gleichgesetzt, das Schreien vor Publikum, was ich nicht verstehe. Aber hört mal die Voten im Bundestag an. Obama muss auch nicht schreien um zu wirken.
Und zu Dutschke: Er war sicher prägend, aber sein sozialistisches Vokubular ist aus heutiger Sicht voll 'neben den Schuhen', damals wohl im Mangel an politischen Alternativen nötig im Diskurs mit der bestehenden Wirtschaftsordnung. Dennoch: Gäbe es ohne ihn und andere heute 'die Grünen' in dieser Stärke? Er hat sicher seinen Teil zur Modernisierung der Gesellschaft beigetragen.
26.12.2009 09:46 Uhr
von B.Levant:
Neidisch sollte man darauf sein , dass er nachdem Attentat mit chirurgisch reduziertem Gehirn noch viel intelligenter war als ...
er hielt sogar Vorlesungen.Respekt Rudi.
25.12.2009 18:22 Uhr
von Klaus:
Ach du liebe Zeit,Gockeline! Dutschke mit Hitler zu vergleichen zeugt von allem möglichen, aber sicher nicht von Intelligenz. Na ja, sie haben eben nicht verstanden, was die beiden so unterschiedliches geäußert haben. Allerdings --- Hitler nicht verstehen zu können ist schon ein Ding, so dämlich wie der war...
25.12.2009 18:00 Uhr
von Dr. Harald Wenk:
Im Gegensatz zu Herrn Ruetz halte ich ihn als Leser seiner Dissertation für sogar einen weit besseren Bundeskanzler oder Wirtschaftsminister, als die, die wir hatten. Seine Kritik am Sowjektkommunismus und trotzdem Festhaltenan an der überlegenen intellektuellen marxistischen Tradition, die wir heute in der Wirtschaftsdiskussion wieder dringend brauchen und viel 68 und danach linke Bewegung definiert hat, drückt auch intellektuell die Lebensimpulse der 68er und danach der undogmatischen Linken aus. Sein "Marsch durch die Institutionen" hat sich sogar als extrem realistische, gerade für seine, besonders studentischen (Lehrer), "Anhänger", Perspektive im Gegensatz zu vielen rein auf politische Organsiation Orientierende erwiesen.
Er hat sogar noch bei den GRÜNEN am Anfang bis zu seinem Tode mitgewirkt und die deutsche Frage, von linkks extrem ungewöhnlich, am Leben gehalten.
Ohne den "Kopfschuss" vom Atttentat wäre das alles noch besser gewesen.
Er hätte mit seinem Prestige und Charisma das "Einkassieren" der GRÜNEN durch doch kaptialfreundlichen Wirtschaftsliberalismus durch realistischen Einbringen der viel stärker als heute gesehen weit linken politischen Hegemonie verhindert und die deutsche Einheit und das Ende des "realen Sozialismus" besser analysiern und mit Fortsetzung statfrtt, wie vielrorts, intellektuelelr Kapitualition,
marxistsicher Politik beantwortet. Auch hier fehlt(e) er bitter.
Leider ist die viele linke Theorie bei den meisten einfach "versandet".
Zeit für ein Saandstrahlgebläse.
25.12.2009 11:51 Uhr
von denninger:
Aber klar, Michael, natürlich ist der 68er Pseudoaufstand für die in die Jahre gekommenen Teilnehmer DAS Ergeignis ihres Lebens.
Was ist dagegen schon ein Jahr wie 1989 in welchem sich die Weltordnung tatsächlich tiefgreifend veränderte. Und damit meine ich in erster Linie die Proteste in China und den Auseinanderfall und die Demokratisierung des Ostblocks.
Aber das ist ja nichts gegen "die 68er", nicht wahr?
Träum schön weiter von Rudi, Che und Ho...(SCNR)
24.12.2009 23:29 Uhr
von Dirk Gober:
Entlarvend genug, daß dieser Mann sogar noch zugibt, die Inhalte seien für ihn unwichtig gewesen, er habe nicht darauf geachtet, was D. sagte, sondern wie er es sagte. Entlarvend und stellvertretend für die große Masse dieser Kindergartenrevolutionäre.
Dazu fällt mir nur ein gewisser "Herr" G. im Sportpalast ein.
24.12.2009 21:59 Uhr
von statuliber:
@glockeline:
nein, vor Dutschke muss mensch keine Angst haben. wie Reblek (siehe Kommentar) so schön anmerkt, die 68 waren ANTIautoritär, hatten keinen Führer, sondern ein Symbol: Dutschke.
Dieser Dutschke wurde durch einen Spitzel des Staates mit einer Bombe ausgestattet durch eine Stadt gewandert, er gab die Bombe wieder zurück. Er konnte nichts sprengen.
24.12.2009 14:33 Uhr
von Peter Schneider:
Ich war nicht neidisch, Ich habe ihn bewundert und tue es auch 30 Jahre nach seinem Tod noch. Ich wünsche mir, dass es heute noch Menschen wie ihn gebe. Vernunft als Ideal, aber nicht nur predigend, sondern aktiv handelnd.
24.12.2009 11:37 Uhr
von reblek:
"Der '68er-Fotograf Michael Ruetz im Gespräch über die Studentenbewegung und ihren Anführer."
Es ist Weihnachten, der Weihnachtsmann kommt und präsentiert uns wen? Den "Anführer" Rudi Dutschke. Mit Verlaub: Dass die taz ständig Dutschke als "Studentenführer" und "Anführer" bezeichnet, beschreibt nicht die Zeit um 68, die - was sich die taz-Herrschaften nicht vorstellen können - antiautoritär war, sondern die schlichte Vorstellung des Verhältnisses von Individuum und "Masse" in den taz-Köpfen. Sehr traurig, das. Vor allem, weil diese Leute sich ein "Dutschke-Haus" zugelegt haben und eine Dutschke-Straße. Und das alles in der Überzeugung, Dutschke sei ein "Führer" gewesen. Die sprachliche Unsensibilität im taz-Haus ist zum Schreien. Aber wahrscheinlich brauchen diese Leute einen "Führer". Oder eine "Führerin", die Chefredakteurin heißt. Eigentlich sollten sie sich für den "Führer" schämen. Aber dann müssten sie erst einmal begreifen, was sie da so herumschreiben.
Dass Herr Ruetz dem, was Dutschke gesagt hat, nicht zugehört hat, könnte, so ganz nebenbei, als Beleidigung begriffen werden. Aber Dutschke ist ja tot.
24.12.2009 10:39 Uhr
von Gockeline:
Hilfe, da wird ein Loblied gesungen auf einen Mann
der mir nur Angst einflößte.
Keine Ausstrahlung,sondern ein hohes Maß an Aggressivität.
Hitler hatte die gleiche Ausstrahlung die er mit lauter Stimme benutzte um sich Gehör zu verschaffen.
Alle schrien,was für eine Ausstrahlung!
Wenn ich mir die Typen anschaue,frage ich mich immer:
was fanden die Menschen an ihnen.
Eine verdrehte Ideologie?
Alle sollten genötigt werden so zu denken wie er?