• 14.11.2012

... prokrastiniert hätte, das aber dann auf morgen verschob.

Wie ich einmal beinahe ...

KOLUMNEvon Susanne Fischer

  • 17.11.2012 16:58 Uhr

    von Johann Otto:

    Gegenwärtiger Dummdeutsch-Spitzenreiter: spannend (alles ist nur noch spannend). Dummdeutsch-Spitzenreiter-Satz: Dieser oder jener sei ein spannender Mensch. während wiederum diese oder jene eine spannende Frau sei (Brutto wie Netto, ohne Quotenregelung). Na gut: Kein Spanner in der Nähe, da kann sich unbesehen die Hose ruhig ein bißchen spannen – ist ja irre, irgendwie spannend.

  • 17.11.2012 01:07 Uhr

    von SunJohann:

    Haus- und Telefonverbot (sofort auflegen) für alle, die mir etwas als lecker empfehlen, und dann vielleicht auch noch mit der Angabe (in der Zeitung zum Beispiel, sofort zerreißen), wo es das Unsägliche auch noch gibt: vor Ort nämlich. Vielleicht auch noch mit Zusatzangaben: das ganze sei so richtig authentisch, klimaneutral verpackt, nachhaltig eben. Auf der Hate-Liste (Auswahl) ferner: alternativlos, zielführend, Projekt, fair, ich habe heute eine Präsentation, Transparenz, Gesetze, die es nur im Paket gibt, alles Dialog (Gespräche mittlerweile völlig unbekannt) und alles ist Zwang, zum Beispiel Zwangsprostitution - vom Zwangsstricher noch nie etwas gehört. Mal wieder einen gesellschaftlichen Teilbereich nicht richtig durchgegendert! Allerdings lasse ich genüßlich das Wort Zwangseuropa durchgehen und den Satz: Mein Mütterchen hat mir ein Süppchen gekocht. Der Satz erinnert an russische Märchen und ist daher okaido – da bin ich wirklich für! Neuestes Dummdeutsch: Wir brauchen eine neue Erzählung von Europa. Danke!

  • 17.11.2012 01:06 Uhr

    von SunJohann:

    Völlig in Ordnung mit zahlreichen Diminutiva sind auch folgender Sätze (zusammen ein Dialogchen, weil in Deutschland es mittlerweile keine Gespräche mehr gibt): Mein zartes Grashälmchen, mein Sonnenstäubchen, mein kleines Engelchen – wollen wir es heute mal so richtig in meinem Bettchen knallen lassen? Nein? Ewiglich? Das ist aber nicht Schönchen, mein Herzenssöhnchen!

  • 16.11.2012 11:31 Uhr

    von Mary Jo:

    @Besserwessi
    Diminuitiv???

  • 15.11.2012 14:00 Uhr

    von carlaugusta:

    Ich find's ja auch, das Gewaltthema betreffend, äußerst doof, wenn Politiker o.ä. kritisiert werden, und das heißt dann im Journalistenjargon: "Er hat Prügel gekriegt." Quatsch! Muss denn alles wie Actionfilm-kompatibel sein??
    Was bestimmte Kreise neuerdings gegen "lecker" haben, verstehe ich nicht. Es gibt immer so Sachen, wo "man" gegen sein muss, und keiner weiß genau, wieso.

    Was soll man denn alternativ für was leckeres sagen? Wohlschmeckend? Delikat? Köstlich?
    Also, ich glaub ich muss jetzt lecker Plätzchen essen...

  • 15.11.2012 04:02 Uhr

    von Besserwessi:

    Donnerwetter, wirklich flott und witzig geschrieben.

    Im Vergleich zu Ihnen kann Deniz Mygrationshyntergrund Yuecel nur gebrochen (!) Deutsch und auch die anderen TAZ Moechtegernkasperlis sind bei weitem nicht so “geil”.
    Und mit "geil" waeren wir bei den Achtziger-Jahren angelangt.
    Also den “Ed von Schleck” von damals haetten Sie nicht unbedingt wieder hervorkramen sollen, da tut ja schon der Anblick des Namens weh. Autsch !

    An Diminuitiv hingegen habe ich noch beste Jugenderinnerungen.
    Haben Sie den/das Dimunitiv selbst gebacken oder gibt’s das wieder zu kaufen?

    Und bei der naechsten Produkastrination bitte folgende Leckerlis mit im Text verstecken: Duplo, Brauner Baer, Manner Schnitten und Knoppers.
    Letzteres kann man eigentlich aber auch in die Tonne kloppen, es klingt ja auch wie “bekloppt”, und nur nostalgische Fans in Doofmund und Umgebung fragen das noch vereinzelt nach.

  • 14.11.2012 23:35 Uhr

    von Dirk:

    Der ist mir durch die Lappen gegangen.

  • 14.11.2012 12:05 Uhr

    von eva:

    nachtrag : "das ging voll in die hose" - auch keine schöne vorstellung , oder? usw usw

  • 14.11.2012 12:03 Uhr

    von eva:

    liebe susanne fischer --
    mir SOOO aus der seele gesprochen: wie wäre es denn mit einem "sößchen" oder "süppchen" - der edel-köchinnen liebste vokabeln. und für mich grund genug, vom angepriesenen rezept sofort abstand zu nehmen. ach, es gäbe noch viel zu sagen :-)
    schöne grüße
    evalautebach

  • 14.11.2012 10:46 Uhr

    von Reinhard Huchthausen:

    Dieser Text ist eine Offenbarung für mich. Ich führe auch so eine Liste und auch bei mir steht "lecker" an erster Stelle.

  • 14.11.2012 08:13 Uhr

    von Nachdenklich:

    Da gibt es ja noch ganz andere Wörter und vor allem Phrasen, wie z.B. von dem (Steuer-)Geld, das irgendwohin oder irgendwoher "gespült" wird (mit Palmolive?), die (politischen, kulturellen, lokalen, Karnevals-, Vereins- und sonstigen) "Urgesteine" (also alles unbewegliche Sturköppe?) usw. usf. etc. pp. Gerne auch von Journalisten benutzt!

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