taz Talk #10 vom 28.05.2020: Schlafende Hunde

Nicola Schwarzmaier spricht mit Anja Rützel über berühmte Menschen und ihre Haustiere.

Es gibt prominente Menschen, über die man alles zu wissen glaubt – doch das stimmt erst dann, wenn man auch die Geschichten über ihre Hunde kennt, die sie liebten und denen sie sich von einer anderen, bislang unbekannten Seite zeigen. „Schlafende Hunde“ erzählt diese Geschichten.

Wann: Do. 28.05.2020, 19 Uhr

Wo: Livestream auf YouTube

https://youtu.be/an2s2r-4PDo

Kontakt: taztalk@taz.de

Von Winston Churchill, der zwar oft als bärbeißige Bulldogge karikiert wird – privat aber gern mit flauschigen Pudeln schmuste, die er der Einfachheit halber durchnummerierte. Von Picasso, der über seinen geliebten Dackel Lump sagte, er sei weder Hund noch Mensch, sondern  „wirklich jemand anderes“. Von Sigmund Freud, der nicht nur die Psychoanalyse, sondern auch den Therapiehund erfand, und von Großmäzenin Peggy Guggenheim, die sich neben ihren 14 Schoßterriern begraben ließ.

Im Leben der Prominenten, das so lückenlos ausgeleuchtet scheint, sind die Hunde, die sie begleiten, in der oberflächlichen Wahrnehmung oft nur niedliche Statisten und Foto-Requisiten. Tatsächlich spielen sie für ihre Besitzer meist nicht weniger als eine existenzielle Rolle: als Tröster der ewig Enttäuschten und als unblendbare, einzig ehrliche Gefährten in einer Welt voller Bücklinge.

Bei ihren Recherchen für  „Schlafende Hunde“ las Anja Rützel die rührenden Vermissungsbriefe, die Richard Wagner aus dem Exil an Frau Minna schickte und in denen er sich mehr nach seinem Hund Peps als nach seiner Angetrauten sehnt. Sie suchte – und fand – das Grab von Susan, des ersten Corgis von Queen Elizabeth II., den sie damals sogar mit auf Hochzeitsreise nahm und von der alle über 30 Corgis abstammen, die die Queen in ihrem Leben besaß.

Anja Rützel ist freie Autorin, und ihr liebstes Take-That-Mitglied ist Jason Orange (wegen seiner geheimnisvollen Aura und seines Kiefers). Anja Rützel träumte von einem eigenen Hund, seit sie sechs Jahre alt war. Heute lebt sie mit ihrem Podenco-Mix Juri in Berlin. Sie schreibt für das Hundemagazin Dogs und für den „Spiegel“.

Nicola Schwarzmaier, Leiterin der Digitalen Transformation der taz und Journalistin, spricht mit ihr über ihr fünftes Buch.

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