herzensort: Adieu, grausige Unterwelt!
Es ist dunkel, es ist kalt, es ist still, viel zu still. In der Luft schweben Sporen, deren Langzeitwirkung auf die Atemwege man sich nicht ausmalen will, pflanzenähnliche Ranken überwuchern Straßen, Häuser und Autos. Nicht auf diese „Die Natur holt sich zurück, was ihr gehört“-Art, die man aus apokalyptischen Filmen kennt und fast ein bisschen romantisch ist. Nein, das Upside Down aus der Serie „Stranger Things“ ist kein Ort, an dem man sich allzu lange aufhalten will. Hier leben fleischfressende Monster und Parasiten, die in den Körper eindringen und sich in das Bewusstsein einzecken. Und trotzdem kehre ich seit zehn Jahren immer wieder in diese Unterwelt zurück. Denn ich muss wissen, wie es ausgeht, für Eleven, Will, Mike, Lucas, Dustin und Max, die mittlerweile junge Erwachsene sind und immer noch damit beschäftigt, die düstere Kopie ihrer Kleinstadt zu zerstören.
In dieser Woche lief das große Serienfinale, dessen Ende hier nicht verraten werden soll. Dass ich vorerst nicht mehr dorthin hinabsteigen muss, macht mich wehmütig. Für meine Gesundheit ist es wahrscheinlich besser.
Leonie Gubela
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